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Thema: Review: Ereb Altor - By Honour, Viking Doom aus Schweden< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
stalinorgeler Search for posts by this member.
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Mitglied Bewertung: 5
PostIcon Geschrieben: 25.09.2008, 14:58  Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Ereb Altor - By Honour

In einem Bathory-Gedenkwettbewerb würden diese Spätzünder ganz klar einen der vorderen Ränge belegen. Spätzünder deshalb, weil Ereb Altor bereits zu Anfang der goldenen 90er das Antlitz dieser Welt erblickten, jedoch neben einer teils zum Download bereitgestellten Eigenproduktion namens Awakening aus dem Jahr 2003 hier der erste reguläre Longplayer der beiden Recken vorliegt. Orientiert haben sich Ragnar und Mats, die zwei Protagonisten hinter der Band, an der zweiten Schaffensperiode von Quorthon. Sprich hier hagelt es epischen Wikinger-Stoff mit leicht doomigem Einschlag (leichte Anleihen bei? vielleicht Candlemass) wie ihn Bathory auf Twilight Of The Gods zum Besten gaben. Und da ich mir diese Platte auch heute noch gerne zu Gemüte führe, liegt es auf der Hand, dass Ereb Altorauf Anhieb bei mir einen Stein im Brett hatten. Während andere Normannen vom Schlage Amon Amarth und (alte) Enslaved mit ihren brutalen Schlachtgesängen die Mauern von Lindisfarne zu Staub zerbröseln, unterminieren diese Wikinger eher gemächlich das Gemäuer und warten, bis das Ganze von alleine in sich zusammenfällt. Ganz klar, dass Ereb Altor dabei nicht nur von den Schlachten vergangener Tage berichten, sondern vielmehr fantastisch und mythologiegeschwängert zu Werke gehen und berserkerhafte Raserei auf diesem Album so selten ist wie ein Drachenboot mit Außenborder. Eingeleitet wird By Honour von einem herzzereißenden, aber keineswegs übertrieben schwülstigen Keyboard-Motiv (im Klaviersound gehalten) mit dem Namen Perennial. Der Spannungsaufbau gelingt damit perfekt. Spätestens, nach knapp zwei Minuten, wenn sich die Streicher dazugesellen, sollte man bis zur richtigen Stimmung für den folgenden Titel Awakening vorgeglüht sein. Sind die vier Minuten und 39 Sekunden der Einleitung um, erhebt sich eine akustische Klampfe, die mittelalterlich anmutend gezupft nach einer weiteren halben Minute in verzerrte Gitarren umschlägt. Dann vernimmt man das erste Mal den Klargesang. Dezent mit Echo versehen, etwas in den Hintergrund gemischt, das ergibt die richtige Atmosphäre. Haben Ereb Altor bisher nicht gezündet, kannst du, lieber Zuhörer, die CD getrost wieder aus dem Schacht nehmen. Ich find' es bis dato einfach nur episch und bombastisch, ohne dass hier allzu pathetisch fett aufgetragen wird. In Track Nr. 3 By Honour lassen die Beteiligten auch mal kurz ihr handwerkliches Können in Form eines geilen Gitarrensolos aufblitzen. Ansonsten eröffnen sich vor dem geistigen Auge unberührte Fjordlandschaften und schneebedeckte Gipfel. Schön sind einfach diese Wechsel zwischen der Rauhigkeit einer Wanderung durch knietiefen Schnee, wenn einem der Blizzard die Sicht nimmt und der vergänglichen Zerbrechlichkeit einzelner Schneeflocken, die langsam vom nächtlichen Himmel herabsinken und dann auf der Haut binnen kürzester Zeit geschmolzen sind. So sollte epischer Metal sein.
Ein Wechselbad der Gefühle. Mal die Faust vor der heimischen Stereoanlage trotzig emporgereckt, mal zum schwelgerischen Träumen verleitet. Dabei verlassen Ereb Altor ihre doomige Marschroute niemals, verstehen es lediglich, Melancholie, heldenhaftes und dezent aggressives Miteinander zu einem Ganzen so zu verweben, dass Tempiwechsel vollkommen irrelevant werden. So, nun sei mir erlaubt, mich zurückzuziehen und By Honour noch etwas unter den Kopfhörern zu frönen, bevor Hugin und Munin mich beim Obermacker verpfeifen und ich wieder mit zehnmaligem Hören von In Battles The Rage Of The Northmen zur Vernunft gebracht werden soll.

Fazit: Ich finde, dass diese Musik zehntausend Mal authentischer das zu Erreichen beabsichtigte Wikingerfeeling rüberbringt als sämtlich Knüppelcombos dieser Sparte zusammen. Ragnar und Mats haben ihre Hausaufgaben gemacht, da glaubt man ihnen, dass sie mit Herz und Seele die Ergüsse der epischen Bathory aufgesogen haben. Alle Fans der hiermit mehrfach erwähnten Referenzband sollten es als ihre heilige Pflicht betrachten, By Honour ein oder eher zwei Ohren ehrfürchtig darzubieten. The Awakening is done!

Wertung: 9 / 10






Gesamtlänge: 58:17
Label: I Hate Records
VÖ: 23.05.2008

Tracklist
1. Perennial
2. Awakening
3. By Honour
4. Winter Wonderland
5. Dark Nymph
6. Wizard
7. Ereb Altor


Myspace: www.myspace.com/erebaltor


Bearbeitet von stalinorgeler an 25.09.2008, 14:59

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PostIcon Geschrieben: 25.09.2008, 17:01 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Woh, klingt gut. Muss mal reinhoeren ob mir die doomige Marschrichtung liegt.

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PostIcon Geschrieben: 25.09.2008, 22:12 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

So was ruhiges mal zwischen durch ist auch nicht schlecht! gefällt mir :) und schön rezensiert!

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PostIcon Geschrieben: 08.05.2009, 14:15 Skip to the previous post in this topic.  Ignore posts   QUOTE

:aerger: die scheibe kriegt man nur für min. 12 Euro + Versand(teilweise Ausland)... son Mist.. dabei ist die ziemlich geil  :(

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- A. Einstein
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3 Antworten seit 25.09.2008, 14:58 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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