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Thema: Review: Zeit - Drangsal, Black Sludge aus Leipzig< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
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Enunciator of Evil
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Gruppe: Bangerfront
Beiträge: 3281
Seit: 09.2008

Mitglied Bewertung: 4
PostIcon Geschrieben: 31.07.2019, 13:05   Ignore posts   QUOTE

Zeit - Drangsal

Der nächste Emporkömmling aus dem Leipziger Unterground. Na gut, das stimmt nicht. Zeit gibt es schon seit 2010 und man hat schon diverse Tonträger vorzuweisen. Aber mit "Drangsal" sind die Jungs erstmals in meinen Fokus gerückt, ich kann mich dem Werk also völlig unbefleckt nähern.

So falle ich gleich mit der Tür ins Haus: Wer Totenmond mag der wird auch Zeit ins Herz schliessen. Die finsteren Brocken bewegen sich in einem ähnlichen Krachkosmos wie die Truppe aus Backnang. Doomige Schleifer treffen auf schwarzmetallisches Getrümmer, klanglich deutlich im Underground verwurzelt wütet sich das Trio durch 6 Titel die jede schwarze Seele erfreuen dürften. Vor allem die bretternden Abfahrten wie zum Beispiel in "Menschmaschine" sind deutlich im klassischen Black Metal zuhause, durch den bellend keifenden Gesang habt man sich aber vom Durchschnittseinerlei ab.

Von Gefälligkeiten an den Hörer ist das Material weit entfernt, kantig, kalt und unbequem dringen die Noten zum Hörer. Dieser muss sich die Liebe zu den Titeln erst erarbeiten, Zeit reichen ihm nicht die Hand zum Einstieg sondern bleiben schemenhaft im Dunkel verborgen. Doch die Mühe wird belohnt wenn die Kälte weicht und der krustige Panzer aufbricht indem man sich auf die Songs und vor allem die langen instrumentalen Passagen einlässt. Empfohlen sei hier "Stirn". Der Titel ist zwar der schwarzmetallischste auf der Scheibe, durch die Gitarrenführung aber auch der melodischste.  

7 von 10 Punkten



Gesamtlänge: 42 Minuten
Eigenveröffentlichung
Vö: 30.08.2019

1.Schweigen
2.Stirn
3.Babylon
4.Menschmaschine
5.Granne
6.357

https://rumsdiezeit.bandcamp.com/


--------------
BC
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