Forum: Death-Metal
Thema: Debauchery
Eröffnet von: Exorzist

Beitrag von Exorzist an 21.12.2005, 23:54
Der 17.10.2005 dürfte für die Gore-und Metzelfraktion ein Feiertag gewesen sein, seit dem Tag ist nämlich der dritte Output "Torture Pit" der Death/Gorefreaks von Debauchery erhältlich. Der optisch sehr lecker gestaltete Longplayer haut wieder dermaßen ins Mett das eine Kritik unumgänglich geworden ist.
Die Schlachtplatte eröffnet der Titelsong Torture Pit der mit sich mit seinen sägenden Gitarrenläufen schon mal direkt ins Kleinhirn einfräßt. Die Produktion ist auch wie bei den Vorgängeralben wieder sehr fett ausgefallen.
Der Song Butchermann hackt in die gleiche Kerbe und geht für Debauchery-Verhältnisse ziemlich straight nach vorne. Sehr roh, sehr straight und damit sehr geil ! Die feinen Gitarrensolis geben dem Track noch den letzten Kick.
Debauchery Bloodpack ist wieder ein typischer zähfließender und brutalst abgehender Track.
Sänger Thomas grunzt sich wieder in typischen Barnesregionen durch den Song und röchelt sich die Stimmbänder blutig. Hammersong
Cummin' and Killing hat ein richtig mächtiges Riff am Start und geht wieder etwas schneller vorwärts. Cooler Track !
Etwas vertrackter gehen Debauchery bei Vitality of Decay zu Werke, was aber nichts schlechtes heissen soll. Kompositorisch sehr ausgereift und abwechslungsreich, Drummer Dani darf hier mal richtig schön einen abknüppeln und kommt manchmal sogar in Blastbeatregionen vor.
Death Metal Warmachine ist der absolute Partysong, bei seinen sehr rockigen Grundriffs und seinen Groovyparts muß man einfach abgehen.
Anderst Horrors of War, hier regiert wieder die Harte Deathmetalhand die Gitarre und fegt brutalst durchs Schlachthaus. Der Gesang ist brutal bis ins Mark, man kann richtig hören wie der Typ mit blutiger Kehle die Grunts rauspresst.....Kernig Kernig
Sehr abwechslungsreich präsentiert sich auch Meat Grinder, mal schnell mal langsam wird sehr räudig und brutal alles zertrümmert. Man wat für ein derbes Brett  
War and Glory - Guts and Gore kommt ein wenig zu abgedroschen daher für meinen Geschmack, nicht unbedingt schlecht aber eher ein schwächerer Song.
Die Scharte wetzt aber Goreobsessed Murderers sofort wieder aus. Sehr groovebetont wird hier wieder gemetzelt das es die wahre Freude ist...wer hier nicht die Birne im Takt schüttelt sollte mal nachschauen ob die nicht vielleicht schon Postmortem entfernt worden ist.
Carnival Carnage ballert ja tatsächlich mit Blastbeats los, der Speedsong des Albums. Da gibts mächtig was auf die Mütze, die Gitarren und Stimmbänder werden wieder bis aufs äußerste gequält...ALLERFEINST
Ziemlich Krank und abgefahren kommt Klan of Killers daher, was zum einen an der Gesangweise von Sänger Thomas und den teilweise abgedrehten Solis liegt.
Ich liebe diesen Song ....Cult of Gore ist einfach nur genial. Schnell und treibend mit Stakkatomäßig-Sägenden Gitarren versehen KILLT das Teil alles weg. Wenn dann auch noch das Keyboard einen Atmosphärischen Teppich in den Song einwebt gibt's kein halten mehr. Sehr stark ! Unbedingt mal anhören den Track.
Wie auch auf dem letzten Album Rage of the Bloodbeast gibt es wieder einen Goresong mit Orchestraler Ummantelung. Decadent Depravity of the Dead könnte musikalisch als Intro bei Dimmu Borgir durchgehen, veredelt mit dem Geröchel von Sänger Thomas klingt das Ganze doch wieder recht abgefahren. Mir gefällt der Track wieder recht gut, mal was anderes...
Die Pussy Version von Blood for the Blood God ist der Oberhammer geworden. Total abgefahren das Teil...schließt die Augen beim hören und es entsteht die Illusion Ihr wärt in der Titty Twister Bar, die Vampircombo spielt auf menschlichen Torsos Gitarre und Salma Haycek windet sich Halbnackt vor euren Augen. Cool
Hätte ich den Jungs gar nicht so zugetraut, geil gespielt und umgesetzt. Hut ab meine Herren.

Ingesamt gesehen ist Torture Pit ein sehr gutes Album geworden und Debauchery haben sich vom typischen SFU Stil abgenabelt was Ihnen sehr gut zu Gesicht steht. Das Teil macht Spaß, Groovt und Killt, was will man mehr. Also zuschlagen ist angesagt.

Wertung: 8 von 10 Punkten

Leider hab ich mir das Digi-Pack nicht zugelegt, das Teil enthält noch einen Livemitschnitt und 2 Video-Clips.
Bin ja mal gespannt wann es eine Limited Edition mit menschlichen Extremitäten als Beipack gibt...  



Debauchery - Torture Pit, 2005, Black Attakk Records
Gesamtspielzeit 53:31 min

Tracklist
1. Torture Pit
2. Butcherman
3. Debauchery Bloodpack
4. Cummin' and Killing
5. Vitality of Decay
6. Death Metal Warmachine
7. Horrors of War
8. Meat Grinder
9. War and Glory - Guts and Gore
10. Goreobsessed Murderers
11. Carnival Carnage
12. Klan of Killers
13. Cult of Gore
14. Decadent Depravity of the Dead
15. Pussy Version * Blood of the Blood God



Beitrag von Azze an 22.12.2005, 08:15
Schön rezitiert Her Exorzist. Kann deine einschätzung nur teilen, das ist echt ne Mörderblutige Scheibe geworden, die man hören muss bis die Ohren bluten. :rock:

In der Special Edition (die ich mein eigen nenn :p ) gibts ein  komplettes Livekonzert + 3 Video Clips
also zuschlagen MARSCH MARSCH

Beitrag von UnDerTaker an 22.12.2005, 09:58
Die Scheibe scheint ja echt geil zu sein...

Die DVD mit dem Live-Konzert muss man wahrscheinlich nicht unbedingt haben.
In Ludwigshafen waren die Live echt gut aber die Show der 3 war halt etwas "schlicht" ? ;)


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Beitrag von Eiterschlampe an 12.01.2006, 17:31
Voll abgefahrener bericht .....extra krass .....sehr schön   :smokin:
Beitrag von Death Grind Rocker an 10.05.2008, 21:46
Torture Pit war das erste Album von den Schwaben, was ich gehört habe.
Teilweise geknüppel, teilweise rockig, ist an sich also was tolles.
Was aber mittlerweile sehr schön an dieser Band anzusehen ist, ist Thomas seine Olle, die immer so schön stript. Auf dem CTK-Release Konzert in Essen hat's ordentlich geknallt.

Beitrag von SigFog an 28.08.2008, 16:00
*gähn* :)
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