Forum: Black-Metal
Thema: Review: Necrophobic - In The Twilight Grey
Eröffnet von: UnDerTaker
Beitrag von UnDerTaker an 12.03.2024, 23:39
Necrophobic – In The Twilight Grey
Für dieses Review konnte wir erneut Herrn Vogtson gewinnen!
Mittlerweile haben Necrophobic ihren zweiten, wenn nicht sogar schon dritten musikalischen Frühling erreicht und präsentieren uns anno 2024 ihr neustes Werk „In The Twilight Grey“. Aufgrund der gefühlten (Über-)Präsenz im Live-Sektor könnte man meinen, dass die Band einen üblichen Zweijahresrhythmus bezüglich der Veröffentlichungen an den Tag legt. Aber das letzte Album „Dawn of the Damned“ liegt tatsächlich schon 4 Jahre zurück. Mit einem kurzen akustischen Intro startet der Song „Grace of the past“ das neue Album in gewohnter Manier und mutiert zu einer flotten Nummer, die alle Necrophobic-typischen Gitarrenmelodien und Songstrukturen beinhaltet. Auch die nachfolgenden Songs, wie z. B. „As Stars Collide“, „Stormcrow“ (beide gab es ja in Videoform schon als Vorab-Single zu hören) oder „Cast in Stone“, reihen sich nahtlos in die Schaffensphase der Band bzw. den selbst auferlegten eng gesteckten musikalischen Korridor. Und spätestens hier wird der Hörgenuss für den rezensierenden Schreiberling ein wenig beeinträchtigt. Gefühlt haben Necrophobic seit ihrem „Mark of the Necrogram“-Album 2018 ein und dasselbe Album geschrieben. Die Songs sind zwischen den Alben beliebig austauschbar. Was die Saitenfraktion Bergebäck/Ramstedt hier abliefert, klingt absolut solide und eingespielt, aber der Blick über den eigenen Tellerrand oder in die eigene vergangene Diskographie, um etwas mehr „Feuer zu entfachen“, wäre wünschenswert gewesen. Natürlich ist das auch Jammern auf einem (sehr) hohen Niveau. Aber so bahnt sich leider die Tendenz an, dass Necrophobic zu einer „Reißbrett-Produktion“ und kompositorischen „Malen-nach-Zahlen-Band“ mutieren, was letztlich schade wäre. Fazit: Fans der letzten beiden Alben kommen hier vollkommen auf ihre Kosten. Wer Necrophobic erst mit dem neuen Album „In The Twilight Grey“ für sich entdeckt, dem würde ich empfehlen, sich auf jeden Fall auch die früheren Werke bis 2006 anzuhören. In denen spiegelt sich die verlorengegangene Wildheit und Rohheit mehr wider. Necrophobic haben 2024 ihren Stil der letzten beiden Alben konsequent fortgesetzt und dabei leider wieder etwas mehr an „Ecken und Kanten“ verloren.
Wertung: 7 / 10
Gesamtlänge: 53:57 Label: < Century Media Records > VÖ: 15.03.2024
Tracklist 01. Grace of the Past 02. Clavis Inferni 03. As Stars Collide 04. Stormcrow 05. Shadows of the Brightest Night 06. Mirrors of a Thousand Lakes 07. Cast in Stone 08. Nordanvind 09. In the Twilight Grey 10. Ascension (Episode Four)
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Beitrag von UnDerTaker an 10.05.2024, 14:01
Habe die Scheibe jetzt schon zweimal inhaliert und so richtig packt mich das nicht (mehrt). Irgendwie fehlt die richtige Finsternis bei dem Werk und auch ein richtiger Hit ist imho auch nicht dabei. "In the Twilight Grey", "Grace of the Past" und "Stormcrow" gehören für mich zu den besseren Songs auf dem Album.
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