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Livebericht zu ICED EARTH, FREEDOM CALL, METAPRISM :: 17.01.2018 Wiesbaden, Schlachthof


Foto: Flyer
VVK 28 €, (der am Ende dann doch bei 32,50 € lag), AK 33 €

ICED EARTH kommen mit ihrer neuen Scheibe auf Incorruptible Tour 2018 und wenn ICED EARTH am Start sind, dann heißt es ebenfalls dabei zu sein und sein Haupt zu schütteln. Nachdem wir die Amis schon seit Ende der 90er mehrfach live gesehen haben, ist es immer noch spannend zu sehen, ob sie es immer noch drauf haben...

Im Hintergrund der Bühne war bereits das Schlagzeug und Equipment vom Headliner Iced Earth aufgebaut und die beiden Vorbands mussten etwas nach vorne versetzt auf der Bühne agieren.
METAPRISM war der Opener und wie so oft haben wir auch heute die erste Band verpasst.
Foto: Freedom Call
Freedom Call
So war dann FREEDOM CALL die erste Band des Abends für uns. Mit riesigem Banner im Hintergrund spielten die Nürnberger Heavy/Power Metal und erinnerten vom Outfit stark an Manowar, klingen aber eher wie Hammerfall. Mit relativ gutem Sound zeigten der Schlagzeuger und die drei Gitarristen, die auch alle mitsangen, eine aktive Bühnenperformance. Im Publikum waren viele Leute von FREEDOM CALL angetan und feierten die Band ab. Sänger und Gitarrist Chris Bay war gut drauf und machte ein paar längere und teils witzige Ansagen, wie z.B. dem Videodreh zum neuen Album und schwor die Fans ein, doch mal über Metal als Religion nachzudenken und leitete damit in den Song "Metal Is For Everyone" vom 2016er Album "Master Of Light" über. Am Ende des Sets wurde von den Fans eine Zugabe verlangt, die aber wohl aus Zeitgründen nicht gespielt wurde.

Foto: Iced Earth
Iced Earth
Nach dem üblichen Soundcheck waren dann die Amis Iced Earth an der Reihe. Unvergessen sind für uns die Zeiten (1998, 2002), in denen wir Iced Earth in der kultigen, leider geschlossenen, Hafenbahn in Offenbach gesehen haben. Da standen noch vier extrem langhaarige, hungrige Metaller auf der Bühne, die, angeführt von dem großartigen Sänger Matt Barlow, die Hütte zum Kochen brachten. Über die Jahre hat Mainman Jon Schaffer die Band x-mal neu besetzen müssen und auch der Gesangsposten wechselte über Tim "Ripper" Owens hin zu Stu Block. Stu hatte natürlich einen schweren Stand, denn große Sänger wie Matt und Tim, mit zudem sehr unterschiedlichen Gesangsstilen, zu ersetzten, ist nicht gerade einfach. Auch wenn er, meiner Meinung nach, (noch) nicht die Klasse der beiden Vorgänger erreicht, macht er doch einen guten Job am Mikro.
Foto: Iced Earth
Iced Earth, Schaffer spielt Stormrider
So legten die Jungs denn um 21:40 Uhr auch gleich furios los und zeigten vor dem ebenfalls gigantischen Backdrop mit "Incorruptible"-Motiv eine sehr souveräne und agile Show. Der Sound war zwar etwas "klinisch" und der Gesang und die Lead-Gitarre etwas zu leise. Ansonsten dennoch recht ausgewogen und fett und bis auf ein paar Bass-Rückkopplungen ok. Gespielt wurden natürlich Songs vom neuen Album "Incorruptible", dem 2011er Album "Dystopia", aber auch erfreulicherweise viele Songs von alten Alben wie "Night of the Stormrider", "Dark Saga", "Something Wicked This Way Comes" und "Burnt Offerings". Sogar die fantastische "Something Wicked"-Trilogie wurde am Stück gespielt. So hatten Iced Earth eine gelungene Mischung aus alten und
Foto: Iced Earth
Iced Earth, Sänger Stu Block
neuen Sachen, sowie schnelle Stücke und emotionale Hymnen am Start. Bei den alten Songs fiel auf, dass die Band hier und da Probleme bei der Umsetzung hatte und teils aus dem Takt gekommen ist, aber das dennoch ganz gut hinbekommen hat. Im letzten Viertel ließ es sich Schaffer nicht nehmen, und sagte den Song "Stormrider" selbst an und übernahm auch den Gesang. Der Song erschien 1991, kurz nach der Umbenennung der Band von Purgatory zu Iced Earth, auf dem Album "Night of the Stormrider" und wurde auch damals von Schaffer selbst gesungen. Gut gefallen hat mir auch Basser Luke Appleton, der neben seinem Bassspiel auch prima Backing-Vocals abgeliefert hat. Mit "Clear the way" und der Hymne "Watching over me" als Zugabe beendeten die Mannen aus Florida um 23:10 Uhr eine gelungene Show und verbeugten sich artig vor dem begeisterten Publikum.

Hier noch die Setlist für euch, welche wir fleißig mitgeschrieben haben:
  • Great Heathen Army (Incorruptible, 2017)
  • Burning Times (Something Wicked This Way Comes, 1998)
  • Dystopia (Dystopia, 2011)
  • Black Flag (Incorruptible, 2017)
  • Seven Headed Whore (Incorruptible, 2017)
  • I Died For You (Dark Saga, 1996)
  • Vengeance Is Mine (Dark Saga, 1996)
  • Brothers (Incorruptible, 2017)
  • Last December ??? (Burnt Offerings, 1995)
  • Raven Wing (Incorruptible, 2017)
  • Something Wicked Trilogie (Prophecy, Birth of the wicked, The coming curse)
  • Stormrider (Night of the Sormrider, 1991)
  • Angels Holocaust (Night of the Sormrider, 1991)
  • Travel In Stygian (Night of the Sormrider, 1991)
  • Clear The Way (Incorruptible, 2017)
  • Watching Over Me (Something Wicked This Way Comes, 1998)

Verfasst von Pit