Path of Death V
08.10.2016 Mainz
Pentagramm

Party.San Bericht
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Bandbericht zum Party.San Open Air 2012

Mainstage Bands:
BOLT THROWER, SODOM, SOLSTAFIR, VALLENFYRE, NIFELHEIM, NECROS CHRISTOS, IN SOLITUDE, DEAD CONGREGATION, IMMORTAL, NILE, GHOST BRIGADE, IMMOLATION, DARK FORTRESS, GENERAL SURGERY, SKALMÖLD, ENTRAILS, GOSPEL OF THE HORNS, IRON LAMB, ASSAULTER, MALIGNANT TUMOUR, BEHEMOTH, NAGLFAR, TANKARD, INSOMNIUM, INCANTATION, TOXIC HOLOCAUST, WARBRINGER, RAGNAROK, ARCHGOAT, NOCTE OBDUCTA, CATTLE DECAPITATION, RECTAL SMEGMA, TRASH AMIGOS

Tentstage Bands:
TORMENTED, HARADWAITH, OBSCURE INFINITY, DECEMBER FLOWER, CHAPEL OF DISEASE, VIVUS HUMARE, VENENUM, KALI-YUGA, ZERO DEGREE MORTJURI, REVEL IN FLASH, CASHLEY

Unsere subjektiven Eindrücke zu den dargebotenen Gigs der Bands könnt ihr hier nachlesen:

Donnerstag 09.08.2012
Dead Congregation durften das diesjährige Party.San eröffnen. Nach dem Hammergig der Griechen auf dem DeathKult 2011, freute ich mich doch sehr diese wiederzusehen. Als Eröffnungsband das Festival zu starten besitzt zudem noch ein gewisses Flair. Die Band um Sänger und Gitarrist Anastasis Valtsanis legte auch direkt mit ihrem düsteren Death Metal fulminant los, aber leider setzte die Gitarre von Anastasis bereits beim zweiten Song immer wieder aus, was den Hörgenuss doch sehr trübte. Alle Versuche die Klampfe wieder auf die Reihe zu bringen scheiterten und so musste sich die Band mit extremen Aussetzern durch ihr Set kämpfen. Leider konnte die Band mit dieser technischen Panne nicht so punkten wie sonst, da half auch das geniale, als Schlusssong gespielte, “Teeth in Red“ nichts mehr. Verdammt schade! Aber als gestandene Band sollte man es eigentlich besser wissen und eine Necros Christos @ Party.San 2012zweite Gitarre mit am Start haben.

In Solitude spielten Heavy Metal mit okkultem Einschlag und waren jetzt nicht so unser Ding. Eine Band die etwas Abwechslung im Billing darstellte und einigen wohl aber recht gut gefallen hat.

Die deutschen Okkult Deather von Necros Christos zelebrierten wieder eine düstere Messe vom Allerfeinsten. Die Berliner entfachten wieder eine düstere und sehr stimmungsvolle Atmosphäre, die seinesgleichen sucht. So ein Ritual muss man miterlebt haben, denn eine Beschreibung ist hier kaum möglich. Mit druckvollem Sound wurde ein Kracher nach dem anderen losgelassen und die vielen Anwesenden dankten es der Band mit reichlich Applaus. Die Band wurde ihrem Status in der Szene wieder voll gerecht und zeigte Eindrucksvoll das sie hiermit zur absoluten Spitzenklasse in diesem Sektor zählen. Cooler Gig!

Nifelheim
liebt man, oder man kann nichts mit ihnen anfangen. Da sich unsereins zu der ersten Fraktion zählt, ist ein Auftritt der Schweden immer etwas Besonderes. Als erstes viel auf, das einer der beiden Gustavsson Brüder auf der Bühne fehlte und man den Gig mit einem Ersatzmann für Erik Gustavsson (Tyrant) bestreite. Die ehemalige Krachkapelle hat sich mittlerweile zu einem echten Topact im Old school Black / Speed Metal Bereich gemausert und ist außerdem auch optisch gesehen immer wieder ein echter Hingucker. Auch auf dem PSOA gab es nichts zu meckern und die Nifelheim @ Party.San 2012Schweden spielten wieder ein Spitzenset gekonnt herunter. Song des Abends war für mich mal wieder “Storm of the Reaper“! Die Gitarrenarbeit war auch wieder ganz großes Kino und da auch alles andere wieder stimmte, kann man hier wieder von einem geilen Gig der Schweden berichten.

Das Songmaterial der Briten Vallenfyre kommt schon auf deren Album sehr düster und gewaltig rüber, aber Live ist das Material noch mächtiger und wuchtiger. Kraftvoll, melancholisch, düster das sind die Trademarks von Vallenfyre und diese wurden auf dem PSOA auch Live eindrucksvoll der wartenden Menge vor der Bühne präsentiert. Sänger Greg Mackintosh, der auch Songwriter und Gitarrist bei Paradise Lost ist, klagte und growlte sich exzellent durch den kompletten Set. Seine Rhythmusmannschaft blieb dem auch nichts schuldig und agierte tight und druckvoll, ein Überaus sehenswerter Gig der mächtig Laune machte. Songs der Marke “A Thousand Martyrs” oder “Desecration” sind Death/Doom Knaller und belegen eindrucksvoll die Klasse dieser Ausnahmeband. Man kann nur hoffen, dass die Mannen irgendwann doch wieder neues Material für ein Album schreiben.

Solstafir
waren ja auch schon zu Gast auf dem Party.San und von daher auch keine Unbekannten mehr in Schlotheim. Wer auf den Sound steht wurde bei dem Gig bestens bedient, da mich deren Mucke aber einfach nicht berührt verzog ich mich hier doch lieber zum Bierstand.

Es wurde aber auch langsam mal Zeit, dass Sodom endlich mal auf der Party.San Bühne stehen, dementsprechend frenetisch war auch der Beifall als die Jungs aus dem Ruhrpott die Bühne enterten. Los ging das Thrashgewitter mit dem genialen "In War and Pieces" und danach bekam man "Sodomy and Lust" vor den Latz geknallt. Es wurden die üblichen Kracher der Marke "Outbreak Of Evil", "Agent Orange", oder "Remeber The Fallen" zum Besten gegeben. Überraschend und echt geil, fand ich die Coverversion "Surfin' Bird" (ist auf der M-16 Scheibe) von der Band The Trashmen aus den 60ern, die dann zu "The Saw Is The Law" überging. Genial!! Nach Abschluss des Set’s verschwanden Sodom von der Bühne, eine geforderte Zugabe blieb leider aus und somit wurde auch kein “Bombenhagel“ mehr auf die Meute losgelassen. Tom und Bernemann kamen jedenfalls noch mal auf die Bühne zurück und bedankten sich brav bei ihren Fans. Alles in allem war's ein richtig guter Auftritt und man hat sich gefreut die Jungs wieder mal zu sehen. Als kleine Randbemerkung könnte man noch anmerken, das die Pausen zwischen den Songs immer länger werden und der Herr Engelschlitzer sich gerne und ausgiebig feiern lässt. In dieser Zeit hätte man auch gut und gerne noch 2 Songs mehr spielen können.
Text von Hölli

Endlich war es soweit und die Britische Planierraupe Bolt Thrower enterte als Donnerstags-Headliner die Bühne in Schlotheim. Vor voll besetztem Haus, hier lechzte einfach jeder nach diesem Auftritt, gab es direkt mit dem Einstieg in den Set eine totale Breitseite die sich gewaschen hatte. Einmal angeworfen ist diese Planierraupe nicht mehr zu stoppen, mit eingängigem und hypnotischem Riffing wurde ein Krachersong nach dem anderen durch die Speaker gedrückt. Die Massen waren wieder vollends aus dem Häuschen, überall waren fliegende Matten und empor gereckte Fäuste vor der Bühne zu sehen. Eine wahre Huldigung an diesen Death Metal Giganten, verdienterweise, denn diese Band ist etwas ganz besonderes und immer wieder gern gesehen auf allen Bühnen dieser Erde. Ob “No Guts – No Glory“, “World Eater“, “Cenotaph”, “The IVth Crusade“ oder “The Killchain” hier regierte wieder alles und das mit einer Leichtigkeit, wie es nur eine Band zustande bringt, die schon seit so viel Jahren im Geschäft ist. Einzig der Lautstärkepegel hätte etwas höher sein können, ansonsten wurden Bolt Thrower wieder ihrem Headlinerstatus voll und ganz gerecht!



Freitag 10.08.201
2
Malignant Tumor aus Tschechien durften den Freitag auf der Mainstage eröffnen. Zur doch noch recht frühen Stunde, waren bereits viele Fans erschienen, um sich eine sehenswerte Packung Grind’n’Roll abzuholen. Dieser “Bösartige Tumor“ ist aber eher eine gut gelaunte und lustige Truppe, die es versteht mit allerlei Klamauk und derben Klängen die Fans bei Laune zu halten. Die Jungs um Kapitän Bilos haben wieder eine schön rotzige Show abgezogen und bestens als Warm-Up für die nächsten Bands fungiert.

Assaulter @ Party.San 2012Die Aussies Assaulter spielten auf dem PSOA einen ihrer seltenen Livegigs. Deren räudiger Black'n'Thrash knallt Live genauso wie auf Silikon und passte somit hervorragend zum Party.San Line Up. Aggressiv, Rau und richtig thrashig rissen die drei Mannen einen fetten Set herunter, der immer wieder für gute Stimmung und einige Moshpits vor der Bühne sorgte. Das zahlreiche erschienene Bangervolk wurde hier bestens unterhalten.

Bei den Schweden von Iron Lamb waren nicht mehr ganz so viele Fans am Start. Deren Punk’n’Roll scheint wohl doch nicht so jedermanns Sache zu sein. Sänger Grga Lindström sah mit seiner Mütze und Zipper eher nach Hardcore aus und betitelte die Fans erst mal als Shitheads. Der dreckige Punk’n’Roll konnte zwar einige Akzente setzen aber so richtig überzeugen konnte das Set nicht. Die Band spielte noch einen neuen Song, ansonsten bediente man sich an dem letzten Album “The Original Sin“.

Zu Gospel of the Horns erschienen wieder mehr Fans vor der Bühne, es scheint sich herum gesprochen zu haben, dass die ursprünglichen Aussies Live immer wieder ein richtiges Brett abliefern. Mit Matt von Deströyer hatte man einen weiteren Gitarristen im Line-Up, welcher auf unserer Nachfrage bei Sänger Mark Howitzer, neu bei der Band eingestiegen ist. Gospel ließen es auch wieder amtlich krachen und servierten einen bunten Mix aus allen Alben, deren roher Black/Thrash kommt Live noch einen Tacken wütender und ruppiger rüber als auf den Studioaufnahmen. Mit Conquering Self vom neuen Minialbum wurde auch ein neuer Song zum Besten gegeben. Mit dem neuen Line-Up klang vieles noch etwas unrund, aber das wird sich in Zukunft mit Sicherheit ändern.

Entrails @ Party.San 2012Endlich durfte ich die Schweden von Entrails, nach dem Genuss der beiden Alben, mal Live erleben. Deren grooviger Old School Death ist ja bestens geeignet für eine dicke Show. Und die Herren ließen sich auch nicht lange bitten und knallten uns direkt zum Einstieg “Blood Red“ vor den Latz. Mit drückendem Sound ging es weiter mit einem Mix aus den beiden Alben, u.a. wurden noch “Crawling Death“, “To Live ist to Rot“, “Unleashed Wrath“ & “Entrails“ ins bangende Volk geschleudert. Die Leads kamen zwar teils etwas dünn aus den Speakern, aber insgesamt gesehen ein geiles Schwedenbrett was gute Laune verbreitete.

Viking Metal ist so gar nicht mein Ding, von daher habe ich mir Skalmöld nicht angesehen, in der Zeit gab es besseres zu tun ….

Zu den schwedischen Grindern General Surgery waren wir wieder zur Stelle, die Herrschaften legen ja gerade Live immer eine Top-Show auf die Bretter. Auch diesmal sollte sich hieran nichts ändern. Blutbesudelt und in Ärztekittel gehüllt, demonstrierten General Surgery einmal mehr wie man Carcass-artigen Grindcore mit ordentlich Schmackes und sehr vieGeneral Surgery @ Party.San 2012l Spielfreude präsentiert. Vor allem Sänger Erik Sahlström war wieder äußerst aktiv und überzeugte durch seine Freude am Auftritt auf ganzer Linie. Es herrschte eine überraschend gute Stimmung, Circlepits und fliegende Matten während des Gigs waren keine Seltenheit. General Surgery haben wieder bewiesen, dass eine gute Grindband immer gerne auf der PSOA-Bühne gesehen ist.

Die deutschen Dark Fortress mit Corpsepaint und stimmungsvollem Bühnenbild ausgestattet, steigen direkt mit “Osiris“ in ihren Set ein. Wer auf melodischen Black Metal der ersten Stunde steht wurde hier sicherlich gut bedient, allzu viel von der Show habe ich aber nicht gesehen, von daher fällt eine genauere Bewertung aus.

Die New Yorker Todesstahlfreaks Immolation sieht man ja auch nicht alle Tage hier in Deutschland und nicht nur von daher wurde es verdammt eng vor der Bühne. Sichtlich angetan von der Meute vor der Bühne, spielten sich Immolation in einen wahren Rausch, hier wurde gehackt, gehämmert, geblastet und mit wuchtigen Slow-Mo-Parts geglänzt. Drummer Steve Shalaty agierte in reinster Krakenmanier an der Schießbude, sensationell. Trotz der gewissen Vertracktheit in den Songs kam das gesamte Material griffig und im gewissen Maße auch groovig aus den Speakern geknallt. Außerdem hatten die Amis einen Hammersound und zeigten eindrucksvoll wie man bärenstarken Technischen Death Metal überzeugend darbieten kann.

Die Finnen Ghost Brigade zogen auch erstaunliche viele Fans vor die Bühne, welche die rockigen Nummern der Band ziemlich feierten. Mit einem Supersound ausgestattet, zelebrierten die Finnen eine emotionale Show zu ebensolcher emotionalen Musik. Es wurde eifrig mitgesungen und mitgelitten, der Stilmix der sechs Finnen schien doch den meisten gut gefallen zu haben.

Die Technikgötter Nile habe ich mir nur nebenbei mal angesehen, technisch wieder vom Feinsten nur irgendwie läuft mir das Material nicht so rein. Zu sperrig für meinen Geschmack, die Technikfreaks dürften sich aber den ein- oder anderen O(h)rgasmus bei den Amis abgeholt haben.

Immortal standen endlich als Headliner auch mal auf der Party.San Bühne, dies wurde ja schon lange von den Fans gefordert. Aber zunächst ließen die Norweger rund 20min. auf sich warten, typisches Stargehabe? Als Immortal dann aber loslegten war das fast wieder vergessen, mit einer tollen Setlist und gutem Stageacting zeigten Abbath, Apollyon & Horgh wieso sie mittlerweile zur absoluten Speerspitze im Black Metal gehören. Es folgte ein sehr gelungener Querschnitt durch alle Alben mit Songs welche man so nicht unbedingt erwartet hätte. Abbath lieferte ein Mega-Posing inklusive “Krabbentanz“ ab und war auch Gesanglich gut in Form, generell spielte die Band tight und abgeklärt aber niemals gelangweilt ihr Set herunter. Es war eine feine Sache die Norweger mal auf dem Party.San gesehen zu haben, aber die absolute Megashow war es jetzt zumindest für meine Begriffe nun doch nicht. Ihrem Headlinerstatus wurden sie sicherlich gerecht und der ein- oder andere dürfte dies sicher auch ganz anders sehen.

Immortal Setlist:
Withstand The Fall Of Time
Sons Of Northern Darkness
Rise Of Darkness
Damned In Black
Triumph
Solarfall
In My Kingdom Cold
Tyrants
Call Of The Wintermoon
One By One
Beyond The Northwaves
All Shall Fall
At The Heart Of Winter
The Sun No Longer Rises


TENTSTAGE
Die erste Band auf der Tentstage waren Vivus Humare aber leider ging uns der Black Metal Vierer aus Thüringen durch die Lappen.

Chapel of Disease @ Party.San 2012Chapel of Disease konnten mit ihrem Old school Death Metal eine stattliche Anzahl an Fans vor die Undergroundbühne locken. Das Zelt war bis gut bis zur Hälfte gefüllt und mit einem guten Sound gesegnet, gingen die Herren direkt mal in die vollen. Nostalgischer old school Death, der souverän und tight vorgetragen wurde. Keine Spur von Nervosität zu entdecken, im Gegenteil, die Band spielte als würden sie schon Jahre zusammen auf der Bühne stehen. Krachige Riffs und filigrane Leads gepaart mit einem heiseren, rauen Gesang der durch Mark und Bein geht, ballerte vehement aus den Speakern. Die Meute spendierte eine Menge Applaus und mehrere fliegende Matten waren im Publikum zu sehen. Eine tolle Show, welche die Band für weitere Auftritte direkt empfehlen konnte.

Auch die nächste Band December Flower konnte wieder das Zelt gut füllen. Unterstützt durch eine tolle Stimmung wurden druckvoll und gekonnt die Songs vom Album “When All Life Ends…“ den Fans serviert. Die Gitarren- und Drumarbeit war Top, Sänger Manuel Siewert war auch stimmlich bestens drauf und der dargebotene Melo-Death konnte mit packenden Melodien vollends überzeugen. Die Songs kamen alle super an, mein Favorit an dem Abend war der malende Track “Aeon“ welcher mächtig auf den Putz haute. Eine richtig geile Show die einen mitriss und zum Bangen animierte, eine Topleistung die nach mehr verlangt ! So und nicht anders muss feinster Melodic Death Metal klingen.

Die Westerwälder Old School Deather von Obscure Infinity hatten auch wieder sehr viele Fans vor die Tentstage gezogen. Sänger Jules präsentierte sich in einer sagen wir es mal “ungewohnten“ weißen Lederjacke, gab aber ansonsten ordentlich Gas und growlte, schreite sich leidenschaftlich durch das gesamte Set. Genauso wie seine Bandkollegen, die ordentlich Dampf machten und mit rohem aber auch atmosphärischem Old School Death Metal den anwesenden ordentlich einheizten. Agil und spielfreudig präsentierten die Westerwälder Stücke vom Debut- und vom neuen Album "Putrefying Illusions". Auch hier muss man der Band wieder attestieren einen richtig guten Gig auf die Bretter gelegt zu haben, alle Achtung meine Herren.

Die deutsch-griechische Black Metal-Band Haradwaith stand eigentlich mit auf meiner “to see” Liste, aber aus unerfindlichen Gründen habe ich deren Auftritt leider doch verpasst.

Tormented spielten auf der Tentstage außer Konkurrenz. Die schwedischen Haudegen durften die 45 Minuten Umbauphase für Immortal nutzen um ihren verrotteten Death Metal im prall gefüllten Zelt den Fans um die Ohren zu hauen. Und wie die Jungs abgingen, leck mich am Arsch war das ein Brett. Roher, dreckiger und verdammt räudiger Old School Schwedentod der knallte wie Sau. Die Band war tierisch gut drauf und ging auf der Bühne ab wie das berühmte Zäpfchen. Vor allem Sänger und Gitarrist Andreas Axelson brüllte regelrecht den ganzen Laden zusammen und verbriet ein knarziges Riff nach dem anderen auf seiner Klampfe. Ein absolut sehenswerter Gig, der eine richtig fette Stimmung verbreitete, alles war am Bangen und die Schweden wurden zu Recht für diesen sensationellen Gig abgefeiert.



Samstag 11.08.2012
Pünktlich um 12:00Uhr am Samstagmittag erbebte die Hauptbühne erneut als die Brutal Grinder Rectal Smegma auf die Bretter stiegen, welche kurzfristig für Rompeprob eingesprungen sind, da sich deren Drummer verletzt hatte. Parallel spielten Cashley im Zelt noch ihre geschätzte fünfte Zugabe. Nachdem wir uns die letzten Klänge von Cashley reingezogen haben, sind wir direkt zur Bühne getigert um uns diesen Hassbatzen zu geben. Geboten wurde ausnahmsweise nicht nur stupides Grind-Gebolze sondern auch ordentliche Brutal Death Kellen. Zu Songs wie "The Berzerkstreet Boys" oder auch "Creme Bukake" wurde hier schön Vollgas gegeben und geschreddert, gekeift und gegurgelt, was die Speaker hergaben. Für den Frühstart des Tages äußerst erfrischend und vor allem Spaßig dank der netten Ansagen des Sängers. Der anwesenden Banger-Hundertschaft hat es hör- und sichtbar gefallen.
Text von Azze

Mit einem Westernintro begannen die Trash Amigos ihren od school Thrash Auftritt auf dem Party.San. Zur frühen Mittagstunde machten die mexikanischen Schweden ordentlich Alarm auf der Bühne und konnten auch einiges an Bangervolk auf das Gelände ziehen. Mit Ponchos, Sombreros, Skull-Maske und sogar Corpsepaint gab es richtig coolen Thrash, der zur Party vor der Bühne animierte. Es entwickelte sich eine geile Stimmung und einige Matten kreisten trotz wahrscheinlich vorhandenem Schädelbrummen nach durchzechter Nacht. Sänger “Pedro Pico“ war saugut drauf und animierte immer wieder die Fans zum Mitmachen. Ein sehenswerter Gig der einfach Spaß machte.

Als Drittes an diesem Samstag standen Cattle Decapitation auf den Brettern. Und was soll man sagen? Die Herren haben einen Abriss veranstaltet, der seines Gleichen sucht. Die Songs der neuen Scheibe „Monolith of Inhumanity“ hatten die Amis natürlich auch im Gepäck und machten damit, zusammen mit dem wirklich guten Sound bei diesem Gig, Druck ohne Ende. Technisch bewegten sie sich dabei fast immer an den Grenzen des Möglichen und es hämmerte ohne Ende. Mit Bewegung hielt sich ein Großteil der Banger vor der Bühne vornehm zurück, was sicherlich darauf zu schließen war, dass man sonst einfach bei all den Blasts-Parts und Solo-Einlagen des einen! Klampfers, den Faden verloren hätte. Zusammenfassend sicherlich ein absolutes Highlight für alle Technikfreaks, die das diesjährige PSOA besucht haben.
Text von LU

Archgoat @ Party.San 2012Zu dem Gig von Nocte Obducta konnte sich keiner so recht aufraffen und so waren wir erst wieder zum Auftritt von den Blasphemischen Finnen Archgoat wieder zur Stelle. Die düsteren Finnen mussten leider bei grellem Tageslicht und bei strahlendem Sonnenschein auf die Bühne, trotz dieser kleinen Widrigkeiten tat dies der finsteren Musik keinen Abbruch. Die Finnen fegten in gewohnter Manier mit coolem Corpsepaint und Knochenumhängen los, der düstere Black Metal mit einem Mix aus schnellen Attacken und im Midtempo gehaltenen Bangparts, konnte mit fettem Sound direkt überzeugen. Die Band spielte einige Songs der neuen Mini-LP “Heavenly Vulva (Christ's Last Rites)“ und älteres Material. Lord Angelslayer predigte statisch und ohne jegliche Kommentare, seine Hasstiraden wieder mit abartig knurrend tiefer Stimme, welche man so im BM-Bereich auch nicht alle Tage zu hören bekommt. Ein cooler Gig wenn man auf solch derbe Mucke steht, mir hat der Gig jedenfalls richtig gut gefallen. Bitte mehr davon!

Wegen der Verspätung von Ragnarok wegen einer Autopanne, mussten die Ami-Thrasher Warbringer einen Slot früher auf die Bühne. Die Amis spielten blitzsauberen old schooligen Thrash Metal und waren nebenbei noch verdammt agil auf der Bühne. Vor allem Sänger John Kevill gab richtig Gummi, animierte immer wieder die Fans zum Bangen und forderte Moshpits vor der Bühne. Es wurde ein bunter Mix aus den letzten Alben serviert und die Setliste hatte einige derbe Abrissbirnen am Start. Ein energiegeladener Gig der den anwesenden Thrashern sicherlich eine Menge Freude bereitete.

Da Ragnarok immer noch nicht da oder fertig waren, mussten auch Toxic Holocaust früher die Bühne besteigen, was einige am Anfang gar nicht mitbekamen. Nach den ersten Takten füllte sich aber zusehends der Platz vor der Bühne und die Portland Thrasher konnten vor vollem Haus alles geben. Der Punk beeinflusste Thrash der Amis brachte richtig Schwung in die Massen und es herrschte ausgelassene Stimmung. Ob Circle Pit, fliegende Matten oder Crowdsurfing, während des Gigs war seitens des Publikums einiges geboten. Toxic Holocaust schmetterten Hits wie “Bitch“, “Lord of the Wasteland“ oder “666“ ins Publikum und hatten damit die Meute voll im Griff. Sehr geiler Gig welcher Energie und Spaß pur verbreitete.

Die Norweger Ragnarok habe ich leider verpasst, so dass ich zu deren True Norwegian Black Metal leider nichts berichten kann. Was man so hörte soll es aber ein deftiger Hassbatzen gewesen sein.

Incantation @ Party.San 2012Zu Incantation war man aber wieder zur Stelle, da die Herren ja auch nicht so oft in Deutschland unterwegs sind, war ein Besuch hier Pflicht. Dieses Untergrundurgestein ist ja auch schon über 20 Jahre im Geschäft und hat sich seit den Anfangstagen musikalisch nicht großartig verändert. Noch immer wird brutaler, bösartig klingender Death Metal gespielt der einem roh und stumpf die Rübe vom Torso säbelt. Mit druckvollem Sound metzgerten sich die Mannen um John McEntee durch ihr Set. Als Fellgerber hatte man den Schlagwerker von Mortician Sam Inzerra mitgebracht und spielte nebenbei auch noch das sehr geile Mortician Cover “Mortician“ als weiteres Cover wurde noch ein Song von Funerus gespielt. Ansonsten gab es einen groben Mix aus dem reichlich vorhandenen Backkatalog der Band. Wer auf rohen, düsteren Death Metal steht wurde hier vollends bedient – Klasse.

. Nach Incantation reizten mich die Finnen Insomnium nicht mehr so und es ging in Richtung Bierbar. Das nebenbei gehörte machte aber einen ganz positiven Eindruck.

Waren die Frankfurter auf dem Party.San 2006 noch die Rausschmeißer im Zelt, so durften Tankard dieses Jahr als drittletzte Band die Mainstage umpflügen. Und das ist ihnen mit Bravour gelungen. Die "Exoten" bei diesem Billing, so wie Gerre seine Band bezeichnete, hatten die Meute von Anfang an im Griff. Kracher wie "Zombie Attack", "Slipping" From Reality" oder neue Schädelspalter wie "A Girl Called Cerveza" ließen keine Rübe still stehen. Kurze Ansagen und weiter ging's mit dem fetten Thrashgeprügel. Ein echt überzeugendes Stageacting der Band, die ständig auf der Bühne unterwegs waren. Old School like halt und da fragt man sich, wie man da wieder so zunehmen kann! Am Ende gab's dann noch das von (fast) allen mitgegröhlte "Freibier" bevor die 4 Bembelschwenker mit "(Empty) Tankard" noch einmal zum Singen und Tanzen aufgefordert hatten. Peng, schon waren 45 Minuten vorbei. Nach diesem wirklich kurzweiligen Gig schaute ich nur noch in grinsende und zufriedene Gesichter. Man sah auch "gefährliche" Kuttenträger die noch zur Abspannmusik (Derrick-Titelmelodie) Walzer tanzten ;-) TANKARD, ihr habt alles richtig gemacht. Daumen hoch!!
Text von Hölli

Die Schweden Naglfar durften mit ihrem Totenschiff mal wieder auf dem PSOA ankern. In diesem Jahr hatte es man sogar zum Co-Headliner gebracht und das gewissermaßen verdient. Mit dem letzten Album “Téras“ hat man einen richtigen Hammer veröffentlicht und sich für die großen Bühnen geradezu empfohlen. Mit schöner Bühnenkulisse und stimmigem Sound wurde hier feinster Black Metal mit Todesstahlwurzeln und schmissigen Melodien zum Besten gegeben. Mittlerweile ist Kristoffer W. Olivius auch als Sänger und Entertainer gereift und präsentierte sich in sehr guter Form. Die ganze Band hatte sichtlich Spaß an ihrem Auftritt und präsentierte sich agil und äußerst tight. Wieder ein Auftritt der einen mitreißen konnte und wofür die Band auch verdientermaßen mächtig Applaus einsacken konnte. Die 45 Minuten vergingen wie im Flug und waren am Ende irgendwie doch zu kurz, eine Zugabe war leider nicht drin und so verabschiedete sich die gesamte Band mit einer Verbeugung vor dem anwesenden Publikum. Eine wirklich sehenswerte Show der Schweden!

Nach einer, nennen wir es mal ausgedehnteren, Umbaupause standen nun die polnischen Höllenhunde Behemoth wieder auf der Bühne des Party-Sans. Von Anfang an war merklich, dass Nergal wieder wesentlich agiler war, als noch auf der letzten Tour. Das sieht man doch gern. Wieder einmal haben die Polen gezeigt, wie perfekte Bühnenpräsenz und Stageacting aussieht, echt geil. Aber einmal mehr war es kein perfekter Gig auf dem PSOA, denn der Sound war streckenweise eine Zumutung und erinnerte mehr an schlechte Youtube-Videos als an einen Live-Gig dieses Kalibers. Mag sein, dass es irgendwo auch besser war, z.B. weiter weg am Soundturm oder wo auch immer. Jedoch direkt vor der Bühne waren ganze Gitarrenpassagen gar nicht zu hören. Ärgerlich. So genug gemeckert, ansonsten haben Behemoth nämlich gezeigt, dass der Headlinerstatus nicht von irgendwoher kommt. Ordentlich und routiniert spielten sie sich durch ihr Set, welches mit alten und neuen Sachen gespickt war und so gab es sogar noch eine Zugabe. Alles in Allem war es trotzdem ein gelungener Gig und ein würdiger Abschluss für das Party-San 2012.
Text von LU


TENTSTAGE
Samstagmorgen um 10:00 Uhr hatten Cashley zum aktiven Frühschoppen eingeladen und viele waren gekommen. Es hat sich sicherlich schon herumgesprochen, wie die drei Jungs letztes Jahr das Zelt auf den Kopf gestellt haben. Und auch dieses Jahr sollte es nicht anders sein. CASHLEY aus Berlin covern eigentlich alles Neues und Altes und das im 60er Rockabilly-Style. Sei es von Elvis "Suspicious Minds", Johnny Cash "Walk The Line", "Ring Of Fire" oder auch Kraftwerk "Das Modell", Rammstein "Mein Teil" bis zu Motörhead und Nirvana, alle kamen sie dran. Mag sein, das es immer der gleiche Rhythmus war der die Songs begleitete und etwas eintönig klang, aber langweilig wurde es zu keiner Zeit. Was auch mit der Stimmung der anwesenden Meute zu tun hatte, welche die Band am Ende nicht mehr von der Bühne lassen wollte. Die Jungs mussten wieder mehrere Zugaben geben, bis der Zeitplan endgültig für das Aufhören sorgte. Sollten die nächstes Jahr wieder kommen, ziehe ich ein Petticoat an.
Text von Hölli

Revel in Flesh @ Party.San 2012Nach dem Ami-Thrash von Warbringer, waren Revel in Flesh mit ihrem Old school Death Metal eine willkommene Abwechslung. Mit relativ klarem und gutem Sound ausgestattet, konnten Hauber alias "Haubersson" und Köchl alias "Maggesson" mit ihren Sessionmusikern einen amtlichen Gig auf der tentstage hinlegen. Anfangs noch leicht nervös, konnte sich die Band aber Song um Song besser in Szene setzen und mit geilen Krachern der Marke “Wings of Death“ oder dem Midtempomonster “Iron Coffin“ richtig punkten. Da zum Schluss noch etwas Spielzeit übrig war, wurde noch das Benediction Cover “Subconcious Terror” im knarzenden Soundgewand herunter gebrettert. Ein cooler Gig der Lust auf ein Wiedersehen mit Revel in Flesh verbreitete.

Die Thüringer Black Metal Band Mortjuri haben wir leider verpasst, auch hier fällt eine Bewertung aus.

Der Sechser aus Nordhausen Zero Degree hat sich dieses Jahr auch einen Slot auf der Zeltbühne ergattert und durfte dort nun am frühen Abend zeigen, was er kann. Melodic-Death-Metal-Fan musste man definitiv nicht sein um dem, was die Herren dort abgeliefert haben, zu huldigen. Ein geiles Set mit den „Gassenhauern“ der „Surreal World“-Platte schepperte dem stetig wachsenden Publikum im Zelt gehörig entgegen. Der Anfang wirkte zwar etwas nervös, aber das legte sich sichtlich schnell und die sechs legten noch eine Schaufel drauf, sodass am Ende Zugabe-Rufe laut wurden, die aber auf Grund des engen PSOA-Zeitplans leider nicht erfüllt werden konnten. Geile Show der Thüringer, der Spaß auf mehr gemacht hat.
Text von LU

Die Melodic-Deather aus Gera Kali Yuga hatten neben vielen Fans, gutem Sound auch noch klasse Songs zu bieten. Überwiegend schnell gespielter, modern gehaltener melodischer Death Metal, der überzeugend und spielfreudig präsentiert wurde. Die Band machte Druck, war agil auf der Bühne und ballerte im Kataklysm-Stil so einige Bretter aus den Lautsprechern. Neues Songmaterial wurde auch gespielt und nach 30 Minuten konnten Kali Yuga nicht nur von den Die Hard Anhängern ordentlich Applause für ihre Show einsacken. Feiner Auftritt!

Diesen Gig mit eingerechnet, war das der dritte Auftritt von Venenum für mich, den ich sehen durfte. Auch auf der PSOA Bühne konnte die Band aus den Ex-Membern von Excoriate wieder überzeugen. Bei der düsteren Soundwand welche Venenum aufziehen, wird schnell klar, dass hier keine Anfänger am Start sind. Alleine die filigrane Gitarrenarbeit ist schon echte Spitzenklasse, gepaart mit dem düsteren Gesamtsound wird eine richtig dunkle Atmosphäre aufgebaut. Normalerweise wird dies vom Bühnenaufbau mit Grabsteinen, Totenköpfe etc. noch unterstrichen, was aber im Nebel auf der Bühne kaum noch sichtbar war. Da das Songmaterial nur von der einzigen EP stammt, ist man hier leider etwas limitiert, es wird Zeit für ein komplettes Album, meine Herren. Leider war der Sound an dem Abend nicht der allerbeste, so dass einige Details im Sound untergingen. Nichts desto trotz haben Venenum wieder einen großartigen Gig hingelegt und für die Jungs wird es Zeit die Hauptbühne zu entern!! Im Zelt herrschte richtiger Andrang, was auch für den steigenden Bekanntheitsgrad der Band spricht. Eine düstere mit vielen instrumentalen Parts angereicherte Angelegenheit, die sehr viel Anklang bei dem zahlreichen Publikum fand. Stark!!


Bandtexte von Pit, Azze, LU, Hölli und Mitch.
Verfasst von Mitch


*** Wie immer ist der Bericht subjektiv verfasst und spiegelt unsere persönliche Meinung wieder ***


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 12.09.2012