Path of Death V
08.10.2016 Mainz
Pentagramm

Party.San Bericht
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Festivalbericht zum Party.San Open Air 2011


Party.SanDas PSOA 2011 sollte für die meisten von uns schon das 8. PSOA ohne Unterbrechung werden und man war gespannt, wie es auf dem neuen Gelände in Schlotheim sein würde. Nach den Regen- und Schlamm-Eskapaden der letzten Jahre in Bad Berka sahen sich die Macher der PSOA gezwungen ein neues adäquates Zuhause für das PSOA zu suchen und fand es auf dem Flugplatz in Schlotheim. So erreichten wir ohne größere Schwierigkeiten auch das neue Gelände in Schlotheim. Der Flugplatz war so gestaltet, dass die Zelte auf dem vorhandenen Rasen aufgebaut werden konnten und die Hauptverkehrswege aus asphaltierten Straßen bestanden. Schnell war klar, dass hier auch bei übelstem Wetter kein Schlammchaos zu erwarten ist. Der Flugplatz liegt auf einem erhöhten Punkt und man hat einen guten Blick in die umliegende Gegend. Die Festival-Area sieht im Großen und Ganzen wie bekannt aus: Umliegend die Merch- und Essen-Stände, sowie das Partyzelt, welche weitgehend auf Asphalt stehen. In der Mitte ein großes Areal mit Rasen und vor der Bühne eine größere asphaltierte Fläche für die Banger. Auch wenn der Flugplatz nicht ganz den Charme der "kalten Wiesen" in Bad Berka hat, überwiegen dennoch die Vorteile in Bezug auf chaotische Wetterverhältnisse und so wollen wir uns von nun an in Schlotheim heimisch fühlen. Bandmäßig war wieder viel geboten und alle Fans sollten auf ihre Kosten gekommen sein. Unsere Highlights waren Exhumed, Morbid Angel, Taake, Watain, Morgoth, Primordial, Panzerchrist, Nachtmystium, … Es waren wie immer sehr viele. Neu und sehr positiv anzumerken ist das sehr gute und leckere Frühstücksangebot. Für faire Preise wurde von Brötchen bis Rührei für jeden Geschmack etwas geboten. Ebenfalls neu und sehr begeistert aufgenommen wurde die Frühstücksband. Mit den Berlinern Cashley hatten die Partysanen ein glückliches Händchen und die Meute verlangte von den Jungs acht Zugaben und nur die zeitliche Begrenzung verhinderte, dass die Band noch Stunden weiter spielen "musste". So wie es scheint können sich "Frühaufsteher" im nächsten Jahr wieder auf eine Frühstücksband freuen. Verbesserungswürdig ist noch immer die Dusch- und Toilettensituation für die Flatrate-Nutzer. Endlos langes Anstehen an Toiletten und Duschen ist hier noch immer der Normalfall. In den Duschen ist nach wie vor fast nur kaltes Wasser vorhanden, das Konzept der Warmwasserversorgung sollte hier einmal überdacht werden. Wieder sehr lobenswert zu erwähnen ist auch die Securitymannschaft, welche wie auch die Jahre zuvor, einen sehr positiven und zurückhaltenden Job machte.
Party.SanVon Wind, Sturm und Bühnenproblemen: Als wir am Mittwoch in Schlotheim ankamen, blies über den Flughafen eine steife Brise, die es den Campern echt schwer machte Zelte und Pavillons aufzubauen und der Wind sollte noch bis Donnerstagnacht anhalten. Jener Wind war es auch, der das Party.San kurz vor einen möglichen Abbruch führte, indem er am Donnerstagmorgen das Dach von der Hauptbühne riss. Die Veranstalter erklärten auf Nachfrage, dass es aus Sicherheits- und vielerlei anderen Gründen nicht möglich sei die Hauptbühne ohne dieses Dach zu betreiben. Also wurde die freiwillige Feuerwehr von Schlotheim zu Hilfe gerufen. Mit Leiterwagen bewaffnet versuchte die Feuerwehr und ein Bühnentechniker, bei immer noch stark wehendem Wind, mit vereinten Kräften das Bühnendach wieder zu befestigen. Was zunächst recht gut aussah, endete schließlich mit dem Abbruch, denn es war nicht möglich das beschädigte Dach wieder zu befestigen. Aber ein Party.Sane gibt nicht so schnell auf und so wurde das Partyzelt, wie in früheren Jahren wieder als Donnerstags-Festival-Area hergerichtet. So konnte das Festival schließlich dennoch pünktlich beginnen. Während im Zelt die Fans rockten, wurde draußen eifrig an der Hauptbühne gearbeitet. Zuerst wurde die Beleuchtung runter gelassen, dann das Dach herunter gefahren. Bei abflauendem Wind in der Nacht ist es mithilfe des selbDNS @ Party.San 2011st Hand anlegenden Veranstalters gelungen, das Dach wieder zu befestigen und zu sichern (siehe Fotoserie). So konnten wir uns alle freuen, dass das Festival am Freitag pünktlich auf der Hauptbühne fortgesetzt werden konnte. Wie an diesem Wochenende und den folgenden Tagen in der Presse zu lesen, hatten andere Veranstalter in den USA und Belgien nicht so viel Glück und Umsicht, so dass es dort zu Toten bei einstürzenden Konzertbühnen gab. Deshalb noch mal Daumen hoch für den tollen Einsatz des Party.San-Teams! Wie gewohnt verlief on Stage alles nach Plan und die Spielzeiten wurden alle eingehalten. Einzig Exhumed musste mit Taake tauschen, da die Amis doch tatsächlich zunächst nach Bad Berka gefahren waren und dort die verlassene Wiese bestaunten. Der Sound war über weite Strecken OK, aber bei einigen Bands nicht so klar und unserer Meinung nach etwas leiser als gewohnt. Generell kam bislang der Sound in Bad Berka druckvoller rüber. Abends wurde im Partyzelt wie gewohnt bei Rock bis Extrem-Metal aus der Konserve gerockt und bei reichlich Köstritzer und Cuba Libré bis spät in die Nacht weitergefeiert. Das Wetter blieb halbwegs im Rahmen und so kam nach dem Sturm dann der Regen, welcher sich aber auf einige mittlere bis starke Schauer begrenzte.
Hintergründiges: Im nüchtern gestalteten Backstage Bereich feierte ein überglücklicher Harry Busse, seines Zeichens Gitarrist bei Morgoth, den Auftritt vor dem, seiner Meinung nach, besten Publikum ihrer Reunion-Tour. Er gestand, dass jetzt, bereits über eine Stunde nach dem Auftritt, er noch immer voller Adrenalin wegen des geilen Gigs sei. Ich ergriff glHarry Busse von Morgoth (Mitte) @ Party.Saneich die Chance und fragte nach, ob man, wie Asphyx seinerzeit, nun Blut geleckt habe und weiter machen wolle. Aber darauf wollte er nicht so wirklich antworten - obwohl ich den Eindruck gewann, dass man nicht den Weg von Asphyx gehen wolle. Man darf also weiter gespannt sein … Panzerchrist Sänger Magnus Jørgensen war ebenfalls total von den deutschen Fans begeistert. Ebenso wie von der für ihn größten Bühne, auf der er bislang spielen durfte. Gerne komme man wieder zurück nach Deutschland. Enttäuschend war, was man von Belphegor zu hören bekam: Nach dem nicht gerade überzeugenden Gig, zeigten sich die Österreicher noch freudig und gut gelaunt bei der Autogrammstunde, um dann aber in der Nacht ihr Hotelzimmer zu zerstören. Das sind Aktionen, die die Welt nicht braucht. Samstagnacht gab es aber auch Erfreuliches im Backstage-Bereich, denn Herr Brakel vom legendären Brutz&Brakel Stand und den Death/Thrashern Postmortem feierte um Mitternacht, inmitten seiner Angestellten und vieler PSOA Freunde, seinen Geburtstag. Drumtier und Stammgast Tormentor von den Black/Thrashern Desaster, feierte ebenfalls sein Wiegenfest und verköstigte die Meute mit ordentlich Freibier. Bei friedlicher Stimmung und ordentlich Party im Zelt, wie auch auf dem Campground und im Backstage-Bereich klang ein wieder gelungenes Party.San Open Air Festival aus.


Besten Dank noch mal an Mieze, Boy & Jarne für die bereitgestellten Pässe und die Organisation dieses wieder sehr genialen Wochenendes.


Horns Up & Cheers to Mario vom Protzen Open Air, Mario, dem Desaster Maskottchen, Husky alias Tormentor, den schwedischen Hardcore Desaster Fans, Ralph vom Way of Darkness, Hacky, Max und Petra, Rene & Dreier (Purgatory), sowie allen anderen, die wir getroffen haben und deren Namen mir wieder entfallen sind!
Und last but not least, die gesamte Hell-is-Open Crew … Jungs & Mädels ihr seid einfach die Geilsten!!!
At The Gates @ Party.San 2011
Verfasst von Pit aka UnDerTaker

 

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 04.09.2011