Albuminfo

disbelief - the symbol of death
Band:
Disbelief
Album:
The Symbol of Death
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
63:00
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
971
Views:
673

Review

Umbesetzungen im Bandgefüge waren schon öfters der Tod so mancher Band, in den seltensten Fällen führten Veränderungen im LineUp zu Verbesserungen.
Bei den 1990 gegründeten Hessen ist aus der Gründungsformation nur noch Bandkopf Jagger übrig, am zweitlängsten dabei ist Bassist Joe Trunk (seit 1995). Bei den restlichen Positionen knirschte es immer wieder im Bandgetriebe und es kam zu Umbesetzungen. Die aktuelle Formation besteht seit 2013/2014, wünschenswert wäre das das eine stabile Zusammensetzung ist.

Der Albumopener "Full of Terrors" läuft noch keine Minute und es steht fest: Das sind immer noch zu 100% Disbelief. Das war schon das faszinierende bei den letzten Alben, trotz ständig wechselnder Belegschaft klang das Ergebnis immer eindeutig nach Disbelief. So auch "The Symbol of Death". Ich weiss nicht wie Jagger das macht, eventuell betreibt er zusammen mit Joe Trunk ein geheimes Chemielabor in dem Disbelief DNA gezüchtet wird die dann jedem neuen Bandmitglied eingeimpft wird. Das Endergebnis klingt in jedem Fall unverwechselbar nach Disbelief.

Und obwohl die Tracks den eindeutigen Disbelief Signature Sound haben und eine Einheit bilden, so klingen sie nicht alle gleich und sind deutlich unterscheidbar. Jeder Song hat seine eigene Note, erzählt seine eigene Geschichte und hat sein eigenes Wesen, fügt sich aber problemlos dem klanglichen Überbau ein. Ist der harte Panzer nach einer kurzen Warmhörphase geknackt dann offenbaren sich dem Hörer immer neue Details, Verzierungen und Verästelungen innerhalb der Songs.

Und Sänger Jagger scheint die neue Besetzung auch zu motivieren, er läuft zu Höchstform auf und leidet sich wieder in allerbestens bekannter Weise wie ein waidwundes Tier durch die Songs und schöpft dabei vollständig aus seinem stimmlichen Volumen.

Insgesamt steht "The Symbol of Death" "Navigator" näher als "66sick" oder "Protected Hell", entspannende Momente sind eigentlich nicht vorhanden. Die Songs drängen permanent unbequem aus den Boxen und erzeugen dadurch ein konstantes drücken in der Magengegend, ähnlich dem Gefühl im Bauch bei einer Achterbahnfahrt bei dem der Körper der Meinung ist das hier irgendwas nicht stimmt. Aber wie bei der Achterbahn möchte man auch bei "The Symbol of Death" sofort wieder einsteigen und nochmal fahren weil das Ergebnis im Kopf durchweg positiv besetzt ist.

Das hier ist das Album was die Fans zum 20jährigen Jubiläum erwartet und verdient haben statt dem irgendwie unfertig wirkenden "Heal", "The Symbol of Death" wäre das standesgemässe Werk gewesen um die Feierlichkeiten anzugehen.

Jeder der Disbelief mag kann das Album ungehört kaufen und wird es wieder lieben, die Hessen sind sich hunderprozentig treu geblieben. Das ausgereifte Songwriting und die fähigen Musiker sorgen dafür das es trotzdem wie ein neues Album klingt und nicht nur wie ein schablonenhaftes runterspielen der Trademarks nach Schema F.
Die Bewegungen im Bandkarussell und der Labelwechsel haben sich in keinster Weise negativ ausgewirkt, Disbelief sind lebendiger und kraftvoller als je zuvor.


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Tracklist

1 .Full of terrors
2. The Unsuspecting One
3. The Symbol of Death
4. Embrace the Blaze
5. To Defy Control
6. Rest in Peace
7. Evil Ghosts
8. One by One
9. Nothing to Heal
10. The Circle
11. Into Glory Ride
12. Shattered
13. Anthem for the Doom

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