Albuminfo

infernÄl mÄjesty - no god
Band:
INFERNÄL MÄJESTY
Album:
No God
Genre:
Thrash Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
61:14
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
ElWiz, www.hell-is-open.de
ID:
969
Views:
79

Review

Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an die Zeiten um '86 rum erinnern. INFERNÄL MÄJESTY waren anno dazumal quasi bereits legendär, bevor ihr Debüt "None Shall Defy" überhaupt der breiteren Masse bekannt war. Besonders in Erinnerung ist mir da ein Satz aus dem Metal Hammer geblieben: "INFERNÄL MÄJESTY sind bereit, SLAYER vom Thron zu stoßen." Oder so ähnlich. "None Shall Defy" gilt heute unstrittig als großer Klassiker des Thrash Metal ( der dieses Jahr übrigens 30 Jahre alt wird ), für die Weltherrschaft hat es aber seinerzeit nicht ganz gereicht.Das war sicher auch der Tatsache geschuldet, daß die Band zwischen den einzelnen Releases, aus welchen Gründen auch immer, recht lange Pausen eingelegt hat.1987,1998,2004 und jetzt 2016. Dieser Releasetakt trug sicher auch dazu bei, daß so mancher, mich eingeschlossen, die Band nach "None Shall Defy" schlicht aus den Augen verloren hat."No God" ist jetzt die Platte, mit der INFERNÄL MÄJESTY einiges an Boden gut machen könnten, denn sie ist ein amtlicher Killer. SLAYER - Anklänge sind vertreten - gleich nachzuhören bei der Gitarrenarbeit des Openers "Enter The World Of The Undead". Oft erinnert die Band aber auch an die von mir geschätzten ONSLAUGHT, wobei vor allem die Vocals an deren Sy Keeler erinnern - ebenso wie dieser verfügt Fronter Chris Bailey über eine adäquate Reibeisenröhre, wie es sich im Tharsh gehört. Dritte wesentliche Zutat ist das Einbringen von angenehm dosierten melodischen Parts, die an Bands wie HEATHEN denken lassen. Obendrauf kommt dann noch wohldosierter Einsatz von fetten Double Bass - Drums, einer unumstößlichen Genrepflicht ! Alles in allem ergibt sich daraus eine recht eigenständige Mixtur, die sich zu keiner Sekunde vom Thrash Metal lossagt - auch nicht dann, wenn man der Musik einen leichten schwarzen Touch verpaßt ( na, wer entdeckt die Stelle ? ) . Durch all die vielfältigen Schattierungen finde ich persönlich "No God" sogar weitaus spaßiger als den Debütklassiker. Sowas wie WARBRINGER wird zu Staub zerbröselt und mal kurz in einem Zug durch die Nase gejagt. Bis jetzt sind INFERNÄL MÄJESTY 2017 das, woran sich jeglicher Thrash zu messen lassen hat. Über 1 Stunde nahrhafteste Genrekost zu servieren, ohne den geringsten Hauch von Langeweile als Beigeschmack aufkommen zu lassen, das schaffen nur die besten Köche !

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Tracklist

01. Enter The World Of The Undead
02. In God You Trust
03. Signs Of Evil
04. Another Day In Hell
05. Kingdom Of Heaven
06. No God
07. False Flag
08. Nation Of Assassins
09. House Of War
10. Systematical Extermination
11. Extinction Level Event

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