Path of Death V
08.10.2016 Mainz
Pentagramm
Albuminfo
bloody hammers - lovely sort of death Band: Bloody Hammers
Album: Lovely Sort of Death
Genre: Doom Metal
   
Wertung: 8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
ID: 942
Review
Anhand des Bandnamens und vor allem der Artworks ( seht nur mal das Cover von "Under Satan's Sun" an ! ) hatte ich BLOODY HAMMERS bisher immer in dreckigen Doomgefilden a la ELECTRIC WIZARD & Co verortet. Neuerdings legt Fronter / Bandgründer Anders durch das Tragen von Corpsepaint optisch nochmal eine falsche Fährte in Richtung Black Metal -Gedanken. Nää, die Musik von BLOODY HAMMERS ist was ganz anderes. Sicher ist da etwas die Schwermut vom Doom drin, ein bißchen klingt es phasenweise nach Pete Steele bzw somit TYPE O NEGATIVE. Doch damit ist immer noch nicht genug, denn die Keyboards nehmen auf "Lovely Sort Of Death" eine sehr dominante Rolle ein und so wird der Gesamtsound stark in Richtung von Bands wie SISTERS OF MERCY oder DIARY OF DREAMS gerückt. Besonders originell klingt das nicht, interessant tönt es aber trotzdem.Vor allem der wuchtige Drumsound ist stellenweise richtig geil. So unscheinbar, wie sich das Album mir am Anfang gab, so klamheimlich hat es sich in meine Gehirnwindungen gebohrt und einige Melodien klingen die ganze Zeit im Hinterkopf nach. Primär ist das "The Reaper Comes" - der Song ist nichts geringeres als der totale Hit ( in jeder Gruft - Disco ). Mit ihrer Musik sliden die BLOODY HAMMERS auf des Messer's Schneide zwischen zwei Welten: sie laufen Gefahr, dem Metaller etwas zu zart oder poppig zu klingen, wobei es der Gothic Ecke evtl nicht weinerlich/depressiv genug ist. Hier legt wohl auch der Hase im Pfeffer, daß das Album letztes Jahr in einer Flut von Releases untergegangen ist.Ich sag jetzt mal so: Open-minded Doomer, die mit oben genannten Bands oder in jüngerer Vergangenheit mit BEASTMILK was anfangen können, sollten "Lovely Sort Of Death" eine Chance geben. Irgendwie klingt es nicht nach einem Überwerk, aber sie versprüht eine gewisse tröstende Magie.Mir ist auch mal nach Zuckerwatte zwischen all der Blutwurst. Ich mag die Platte immer mehr und würde mal vorsichtig 7 bis 7,5 Punkte geben, aber gerade fiel mir beim Hören auf, daß ich die Platte, kaum ist sie vorbei, gleich nochmal hören will und "The Reaper Comes" verfolgt mich seit Tagen, von daher ...
     
Lest hier das vollständige Review: Link...

<< vorheriges Review   nächstes Review >>