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Albuminfo

vanhelgd - deimos sanktuarium
Band:
Vanhelgd
Album:
Deimos Sanktuarium
Genre:
Death Metal
V-Datum:
Spielzeit:
44.16
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1223
Views:
537

Review

Ihren persnlichen Endgegner haben sich Vanhelgd 2016 mit "Temple of Phobos" erschaffen, zumindest fr mich. Ein Album bei dem ich meine es auswendig zu kennen und das mich dann doch immer wieder berrascht. Dazu ist "Temple of Phobos" eine der wenigen Scheiben die ich mir damals trotz Besitz der Promo nochmal gekauft hab einfach nur um das Gesamtpaket erleben zu drfen.

"Deimos Sanktuarium" ist nicht "Temple of Phobos - Part 2", das musste ich recht schnell feststellen und war etwas ernchtert. War der Vorgnger doch zu bermchtig? Und whrend mir diese Gedanken durchs Hirn waberten und ich mir quasi zur Besttigung meiner Annahme das Werk noch zwei-drei Mal anhrte, da lschte das neue Album im Hintergrund die Spuren vom 2016er Epos und "Deimos..." begann seine Arbeit.

Die neue Scheibe ist in seiner Art grobkrniger, ungeschliffener und weniger zugnglich. Vor allem weil die ausladend berschwnglichen Melodieverlufe in den Hintergrund gerckt sind die "Temple of Phobos" so berauschend machten. "Deimos Sanktuarium" ist dreckiger, klter und finsterer als zuvor und damit erstmal ein Schritt zurck im Klangbild. "Temple of Phobos" war die heroische Schlacht, war heldenhaft und stolz, strahlend und erhaben. "Deimos Sanktuarium" ist die Ernchterung danach, die Erkenntnis das sich nichts ndert und alles nur noch schlimmer wird "Deimos Sanktuarium" ist der Abgrund ohne Weg zurck.

Zum Tragen kommt dieses unter anderem durch das einbinden von Elemente aus dem schwarzmetallischen Kosmos wie in "S frgs vrldens hrlighet" oder "The silent Observer". Letzteres hat dazu noch eine feine Asphyx Schlagseite, die Hollnder sollten endlich mal eine Splitplatte mit den Schweden aufnehmen. Die von Year Of The Goat`s Thomas Sabbathi entworfenen Chre am Ende dieses Brockens heben das Stck nochmals auf eine ganz andere Ebene.

Ein erster tiefgehender Gnsehautmoment ist bei "Vi fddes i samma grav" gegeben, nach der vierten Minute fllt das Stck in sich zusammen und offenbart eine niederkniewrdige Gitarrenmelodie die ihre Wurzel im Ursprung allen bels hat: dem klassischen Metal.
Ihr merkt, das Blatt wendet sich, da sind sie also, die Melodien. Ja, sie sind vorhanden. Aber nicht mehr so vordergrndig und dominat, sondern eher als ergnzende Unterschicht die man sich erhren muss. Das liegt aber auch an einem Punkt den ich kritisieren wrde, der Gesang ist teilweise zu weit in den Vordergrund gemischt. Dadurch bekommt man vom Schaffen der Saitenfraktion teilweise gar nicht alles mit weil eben der Gesang alles berlagert. Und wo ich gerade in der Meckerecke bin, im Vergleich zu den anderen Titeln fllt "Hr finns ingen nd" qualitativ etwas ab. Ich finde hier wenig einprgsames und entdecken keine Elemente die das Stck zu etwas besonderem machen.

Das hinterlistigste Stck ist "Profaned Is The Blood Of The Covenant". Nicht eingngig und trotzdem einprgsam, unter Verwendung einfachster Mittel ffnen sich Vanhelgd hier einer rituellen und okkulten Seite die vorher noch nicht durchkam. Durch die stetige Wiederholung des Grundthemas und der dezenten Instrumentierung entsteht hier eine fesselnde Sogwirkung die sich in anklagend verzweifelte Momente kanalisiert.

Das Bindeglied zu "Temple of Phobos" ist fr mich "The Ashes of our defeat", durch die Songgestaltung ist das der ideale Einstieg und bergang fr Leute wie mich denen "Temple of Phobos" in Fleisch und Blut bergangen ist. Dann kann man sich dem Rest widmen, sich einweben lassen, das Album einwirken lassen und dabei Stck fr Stck tiefer in die Welt von Deimos Sanktuarium eintauchen. Im Promotext gibt es im Zusammenhang mit dem Album das schne Wort "Torchbearer", Fackeltrger. Dieser bildgewaltige Begriff passt bestens zu dem Album und der Band, lasst Vanhelgd der Fackeltrger sein dem ihr blind vertraut und der euch durch die dunkelsten Ecken geleitet.


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Tracklist

1. A Plea For Divine Necromancy (4:11)
2. S frgs vrldens hrlighet (5:34)
3. Vi fddes i samma grav (6:38)
4. Profaned Is The Blood Of The Covenant (5:34)
5. The Ashes Of Our Defeat (7:24)
6. The Silent Observer (7:27)
7. Hr finns ingen nd (7:27)

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