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Albuminfo

decline of the i - escape
Band:
Decline of the I
Album:
Escape
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Spielzeit:
54:39
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1193
Views:
223

Review

"Disruption" hlt sich noch zurck und verkndet nur zaghaft das was einen im weiteren Verlauf erwartet, ein perfekter Opener und das zugnglichste und "bravste" Stck auf dem Album.
"Enslaved by existence" zieht den Hrer dann in die Tiefen, spielt sich aber zeitgleich ins Herz. Allein der Anfang ist schon grossartig, franzsische Samples treffen auf Chre die aus der Carmina Burana stammen knnten, flankiert von unruhig drngendem Black Metal mit industriellem Hauch. Spter kommen noch verzerrte Stimmfetzen hinzu whrend die Atmosphre immer ruhiger und bedrohlicher wird, nach vier Minuten explodiert der Track ohne Vorwarnung, baut eine zerstrerische Aura auf und schwankt zwischen fiesem Black Metal und DSBM.

"Organless Body" startet recht ruhig, klingt dennoch nicht wie ein organloser Krper. Die melodische Gitarrenfhrung verzaubert den Hrer, Samplefetzen hngen im Raum bevor es in Richtung Black Metal geht und man Industrialspuren mit einbaut. Ich finde hier aber die einzelnen bergnge nicht ganz gelungen und es klingt etwas zusammengeschustert. Sehr unbequem zu hren auf jeden Fall da die Stimmung stndig wechselt und den Hrer emotional hin-und herwirft. Der Mittelteil ist zwischendurch komplett metalbefreit und drngt durch die Sprachsamples wieder in eine komplett andere Ecke. Am Ende eine wilde Achterbahnfahrt bei der es in der ein oder anderen Kurve etwas holpert. Die einzelnen Elemente sind gut hrbar, die Zusammenfhrung ist aber eher grobes Stckwerk.
Nummer 4 heisst "Hurlements en faveur de FKM", auf Noiseflimmern folgt wuchtiger Black Metal neuerer Bauart der begeistern kann und auch die Sprachsamples kommen wieder zum Einsatz. Da diese auf franzsisch gehalten sind verstehe ich nur leider kein Wort...
Faszinierend ist die Wucht und die Dunkelheit der schwarzmetallischen Stellen, ein krasser Gegensatz zu den Sprachanteilen die fast vllig ohne Begleitung auskommen.

"Negentropy (fertility sovereign)" hat ein grosses Problem: Es ist zu lang. Der Titel an sich bewegt sich zwischen allen Sthlen und arbeitet mit Black Metal, klassischen Elementen und Drum&Bass. Klingt jetzt etwas seltsam ist aber im Gegensatz zu "Organless Body" clever arrangiert und wirkt flssiger. Aber er ist einfach zu lang, passender wre es in meinen Augen wenn der Titel so um die sechste Minute herum geendet htte. Gefhlt ist der Titel knstlich in die Lnge gezogen und es passiert "hinten raus" nicht mehr so viel was die langeSpielzeit rechtfertigen wrde.
Das selbe Problem hat auch "Je pense donc je fuis", auch wenn es sehr fein startet. Rituelles Getrommel, Mnnerchre, die bekannten und liebgewonnenen Sprachsamples - die Stimmung baut sich langsam auf, die Dramatik steigt Stck fr Stck. Nach drei Minuten ist das Ziel erreicht und die Franzosen begeistern mit flimmerndem Blackmetal und leichter aber wirkungsvoller Melodik. Nach achteinhalb Minuten htte Schluss sein mssen, alles danach ist zwar ganz nett aber auch nicht zwingend ntig. Frauengewimmer, Mnnerstimmen und dezente elektronische Flchensounds, mehr passiert nicht.

Fazit: Wieder ein sehr abwechslungsreiches Album das viel mehr ist als nur Black Metal, eventuell ist das dem ein oder anderen zu viel. Wer aber auf die blackmetalbasierenden Alben von Blut aus Nord abfhrt und die aktuelle B.a.N. Ausrichtung nicht so spannend findet der hat mit "Escape" eventuell sein neues Lieblingsalbum, auch wenn es im hinteren Bereich etwas zu langgezogen ist.


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Tracklist

1.Disruption
2.Enslaved by Existence
3.Organless body
4.Hurlements en faveur de FKM
5.Negentropy (fertility sovereign)
6.Je pense donc je fuis

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