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Albuminfo

uada - cult of a dying sun
Band:
Uada
Album:
Cult of a dying Sun
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
55
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1170
Views:
2023

Review

Befreit vom Licht huldigt es sich bestens dem Kult der sterbenden Sonne. Ihr versteht nur Bahnhof? "Cult of a dying Sun" heisst Uada`s Nachfolger zum hochgelobten Debt "Devoid of Light", so einfach ist das.

Das Album hat bei mir eine interessante Entwicklung durchlebt: Von einem anfangs etwas gemssigten "das klingt wie das erste Album" hin zu einem schwer begeisterten "das ist ja genauso geil wie das erste Album". Die Jungs aus Portland setzen klar auf die prgenden Elemente vom Debt, verfeinern das aber noch. Alles klingt eine Spur mehr ausgearbeitet, etwas detailreicher. Das fllt zum Beginn gar nicht so auf und deswegen brennt sich das Werk zunchst recht "normal" seinen Weg durch die Gehrgnge. Aber es bleiben Fragmente zurck die sich festbohren und die Gehirnwindungen dazu anstacheln den Fingern den Befehl zu geben: "Los, nochmal!" Und dann ziehen die melodischen Gitarrenlufe immer tiefere Furchen ins Hrorgan und du kommst nicht mehr von "Cult of a dying Sun" los.

Mit dem Einstiegsdoppel "The Purging Fire" & "Snakes & Vultures" erreicht man zgig die Qualittstufe von "Devoid of Light", zweiteres hat eine schlachtrufartigen Refrain den man einfach mitbrllen muss.
Der gefhlte musikalische Zwilling vom Debtsong "Black Autumn, White Spring" ist der Titelsong "Cult Of A Dying Sun", zumindest folgt er fr mich der Dynamik der bergrossen Hymne vom Erstschlag. Macht aber nix, ist auch in keinster Weise negativ gemeint. Clever war es von Band und Label diesen Titel als erste Single auszuwhlen, holt man damit die Fans doch genau dort ab wo "Devoid of Light" sie vor zwei jahren abgesetzt hat. Auch hier baut sich nach und nach ein Ohrwurm auf der alles richtig macht ohne das man zur eigenen Kopie verkommt.

Das Instrumental "The Wanderer" htte ich jetzt nicht zwingend gebraucht, fr die fnfeinhalb Minuten Spielzeit passiert mir einfach zu wenig. Aber das ist wie immer Geschmackssache, es gibt mit Sicherheit Leute die das anders sehen.
"Blood Sand Ash" geht weniger detailiert, dafr umso intensiver drngend zu Werk und drfte das schroffste Stck auf dem Album sein. Ein tiefschwarzes Monument das man sich erarbeiten muss, Auflockerung bekommt das Teil lediglich ber die cleane Gitarre.
Durch den kurzen obertonartigen Gesangsteil nach der ersten Minute von "Sphere (Imprisonment)" musste ich irgendwie an Mayhem denken, die Gitarrenarbeit zum Ende hin huldigt klassischem Heavy Metal und dazwischen entzcken Anklnge von schwedischem Black Metal: Ihr seht, es ist einiges geboten im vorletzten Stck. Der handwerklichen Fhigkeit der Band ist es zu verdanken das der Titel trotzdem wie aus einem Guss klingt und nicht zerrissen wurde.

Die Schlussetappe bestreitet mit "Mirrors" ein zehneinhalbmintiger Monolith der definitiv nicht dafr sorgen wird das die Sonne wieder in altbekannter Kraft scheint, das melodische Grundgerst legt dafr einen viel zu dunklen Teppich ber das Land. Ein Titel mit hypnotischer Wirkung der im ersten Eindruck simpel erscheint aber so faszinierend und clever arrangiert ist das einem gar nicht auffllt wie er das Unterbewusstsein infiltriert und man selbst ein Teil vom "Cult of a dying Sun" wird. Was dann unweigerlich dazu fhrt das man den Ausfhrungen der Kultoberen von Uada nochmals lauschen mchte um ihre Botschaft ganz in sich aufzusaugen.


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Tracklist

1. The Purging Fire (5:59)
2. Snakes & Vultures (9:37)
3. Cult Of A Dying Sun (8:18)
4. The Wanderer (5:39)
5. Blood Sand Ash (7:55)
6. Sphere (Imprisonment) (8:00)
7. Mirrors (10:28)

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