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Albuminfo

uada - cult of a dying sun
Band:
Uada
Album:
Cult of a dying Sun
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
55
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1170
Views:
1699

Review

Befreit vom Licht huldigt es sich bestens dem Kult der sterbenden Sonne. Ihr versteht nur Bahnhof? "Cult of a dying Sun" heisst Uada`s Nachfolger zum hochgelobten Debüt "Devoid of Light", so einfach ist das.

Das Album hat bei mir eine interessante Entwicklung durchlebt: Von einem anfangs etwas gemässigten "das klingt wie das erste Album" hin zu einem schwer begeisterten "das ist ja genauso geil wie das erste Album". Die Jungs aus Portland setzen klar auf die prägenden Elemente vom Debüt, verfeinern das aber noch. Alles klingt eine Spur mehr ausgearbeitet, etwas detailreicher. Das fällt zum Beginn gar nicht so auf und deswegen brennt sich das Werk zunächst recht "normal" seinen Weg durch die Gehörgänge. Aber es bleiben Fragmente zurück die sich festbohren und die Gehirnwindungen dazu anstacheln den Fingern den Befehl zu geben: "Los, nochmal!" Und dann ziehen die melodischen Gitarrenläufe immer tiefere Furchen ins Hörorgan und du kommst nicht mehr von "Cult of a dying Sun" los.

Mit dem Einstiegsdoppel "The Purging Fire" & "Snakes & Vultures" erreicht man zügig die Qualitätstufe von "Devoid of Light", zweiteres hat eine schlachtrufartigen Refrain den man einfach mitbrüllen muss.
Der gefühlte musikalische Zwilling vom Debütsong "Black Autumn, White Spring" ist der Titelsong "Cult Of A Dying Sun", zumindest folgt er für mich der Dynamik der übergrossen Hymne vom Erstschlag. Macht aber nix, ist auch in keinster Weise negativ gemeint. Clever war es von Band und Label diesen Titel als erste Single auszuwählen, holt man damit die Fans doch genau dort ab wo "Devoid of Light" sie vor zwei jahren abgesetzt hat. Auch hier baut sich nach und nach ein Ohrwurm auf der alles richtig macht ohne das man zur eigenen Kopie verkommt.

Das Instrumental "The Wanderer" hätte ich jetzt nicht zwingend gebraucht, für die fünfeinhalb Minuten Spielzeit passiert mir einfach zu wenig. Aber das ist wie immer Geschmackssache, es gibt mit Sicherheit Leute die das anders sehen.
"Blood Sand Ash" geht weniger detailiert, dafür umso intensiver drängend zu Werk und dürfte das schroffste Stück auf dem Album sein. Ein tiefschwarzes Monument das man sich erarbeiten muss, Auflockerung bekommt das Teil lediglich über die cleane Gitarre.
Durch den kurzen obertonartigen Gesangsteil nach der ersten Minute von "Sphere (Imprisonment)" musste ich irgendwie an Mayhem denken, die Gitarrenarbeit zum Ende hin huldigt klassischem Heavy Metal und dazwischen entzücken Anklänge von schwedischem Black Metal: Ihr seht, es ist einiges geboten im vorletzten Stück. Der handwerklichen Fähigkeit der Band ist es zu verdanken das der Titel trotzdem wie aus einem Guss klingt und nicht zerrissen wurde.

Die Schlussetappe bestreitet mit "Mirrors" ein zehneinhalbminütiger Monolith der definitiv nicht dafür sorgen wird das die Sonne wieder in altbekannter Kraft scheint, das melodische Grundgerüst legt dafür einen viel zu dunklen Teppich über das Land. Ein Titel mit hypnotischer Wirkung der im ersten Eindruck simpel erscheint aber so faszinierend und clever arrangiert ist das einem gar nicht auffällt wie er das Unterbewusstsein infiltriert und man selbst ein Teil vom "Cult of a dying Sun" wird. Was dann unweigerlich dazu führt das man den Ausführungen der Kultoberen von Uada nochmals lauschen möchte um ihre Botschaft ganz in sich aufzusaugen.


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Tracklist

1. The Purging Fire (5:59)
2. Snakes & Vultures (9:37)
3. Cult Of A Dying Sun (8:18)
4. The Wanderer (5:39)
5. Blood Sand Ash (7:55)
6. Sphere (Imprisonment) (8:00)
7. Mirrors (10:28)

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