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Albuminfo

necros christos - domedon doxomedon
Band:
Necros Christos
Album:
Domedon Doxomedon
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
113
Wertung:
keine
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1169
Views:
263

Review

Das ist es also, das finale Statement. Und was für eines...
Und ich habe die Ehre das zu beurteilen. Bin ich dazu in der Lage? Bin ich dafür bereit? Ich weiss es nicht, es fällt schwer so ein aussergewöhnliches Werk irgendwie zu bewerten, in Worte zu fassen und am Ende in Zahlen einzuordnen. Letzteres werde ich sein lassen da ich der Meinung bin das es mir einfach nicht zusteht so ein ergreifendes und bewegendes Album zu benoten.

Denn auch nach all der Zeit der Beschäftigung habe ich es noch nicht ganz erschlossen, gefühlt befinde ich mich immer noch am Anfang der Reise. Und es wird noch viel Zeit vergehen bis ich überhaupt sagen kann das ich "Domedon Doxomedon" auch nur ansatzweise erfasst, verarbeitet und verstanden hab.
In 10, 15, 20 Jahren sprechen wir von einem Klassiker an dem sich immer noch alle nachfolgenden Veröffentlichungen messen müssen, so viel ist sicher. Ich lese im Moment viel Literatur zum Thema Bergsteigen, "Domedon Doxomedon" ist damit vergleichbar. Man steht vor dem Berg und will unbedingt hinauf, das ist allerdings nur mit viel Aufmerksamkeit, Respekt, Leidenschaft und der passenden Einstellung möglich. Was einen antreibt ist die Aussicht auf einen berauschenden Moment wenn man den Gipfel erreicht hat, wann auch immer das sein mag. Aber das ist das Ziel...

Und so hat man sich auch dem finalen Necros Christos Album zu nähern, was man dafür aufbringen sollte ist Zeit, Leidenschaft und ganz viel Respekt vor dem Output und der Hingabe ihrer Schöpfer. Das beginnt schon bei der Wiedergabe, diese Scheibe muss auf Vinyl oder notfalls als Cd in den eigenen vier Wänden gehört und erschlossen werden. Ich weiß nicht wie oft der Begriff "klarer und knochentrockener Klang" hier bei Reviews schon angewendet wurde, aber nie war er zu einhundert Prozent passender als zu "Domedon Doxomedon". Vom Feeling erinnert das an klassische Rock oder auch Metal Produktionen aus den frühen Anfängen als noch Wert auf einen dynamischen und trotzdem reinen und unverfälschten Klang gelegt wurde und nicht irgendein angeheuerter Studioknecht oder ein Computerprogramm alles kaputtgeregelt hat.
Hat jemand die knackigen Klänge von Metallica vor dem "And Justice For All" Album im Hinterkopf dann kann er sich das ungefähr vorstellen, von der Präzision und der "Reinheit" her würde letzteres auch noch passen. Bitte nicht falsch verstehen, Necros Christos klingen nicht wie Metallica - es geht mir rein um die klangliche Ästhetik vom Album und das war der erste Vergleich der mir am Anfang eingefallen ist und der sich bis jetzt gehalten hat.
Eingebettet sind die einzelnen Titel in die traditionellen Zwischenspiele "Gate" und "Temple", jedes für sich ist durchdacht und eigenständig arrangiert und sitzt genau dort wo es hingehört, es verbietet sich einfach hier auch nur daran zu denken weiterzuskippen weil man der Meinung ist das das jetzt nicht sein musst. Das Recht hat man als Hörer überhaupt nicht...

An der Grundrezeptur ihrer Titel haben Necros Christos nichts verändert, Deathmetal ist weiterhin das oberste Gebot. Das dieser sich nicht einschmeichelnd offen präsentiert dürfte bekannt sein, dafür sind andere Bands da. Die Titel wollen (v)erarbeitet werden - dazu braucht es Zeit und Willen. Ist beides ausreichend vorhanden dann öffnen sich die Tracks Stück für Stück, wie weit das führt kann ich momentan noch nicht sagen. Die anfängliche Sperrigkeit weicht nach und nach einem hypnotischen Fluss der einen gefangen nimmt wenn man denn den Einstiegspunkt gefunden hat. Da wären wir wieder beim Bergsteigen: Der Weg zum Gipfel ist da - wenn man den Einstiegspunkt gefunden hat. Als Wesensprüfungen auf dem Weg dorthin dienen hier die über zehnminütigen "I Am Christ", "Seven Altars Burn In Sin" mit seinem göttliche Gitarrenteil zur Hälfte, "Exodos" und "In Meditation On The Death Of Christ". Allein was hier an Qualität geboten wird stellt alles in den Schatten was man sonst so gewöhnt ist und bestreitet nur einen Teil vom kompletten Album. "Domedon Doxomedon" verteilt seinen ganze Opulenz und Strahlkraft auf drei Teile in 113 Minuten und unterstreicht mit dieser Spielzeit nochmals die Ausnahmestellung.
Am besten fängt man mit "ITH" an und beschäftigt sich ausgiebig damit bevor man die Reise mit "SETH" und "TEI" fortsetzt, nur so gelingt es einem (denke ich mal) hier einen Anfangspunkt zu finden. Ich möchte niemandem etwas vorschreiben, aber ich glaube das ganze Werk sofort am Stück zu konsumieren könnte einen einfach überfordern. So wie man einen Berg auch nicht direkt erstürmt sondern sich ihm Stück für Stück nähert (um bei der dieses Review begleitenden Nebenspur zu bleiben).
Nehmt euch Zeit, setzt euch hin, befasst euch mit dem Material und erschließt es Stück für Stück - nur das kann der richtige und respektvolle Umgang mit "Domedon Doxomedon" sein. Saugt diese klangliche und emotionsgeladene Ereignis in euch auf und lasst es wirken. Wir sprechen uns in zwei Jahren oder so wieder wenn wir der Meinung sind es einigermaßen verstanden zu haben.
Das letzte Album - ein Ausrufezeichen für die Ewigkeit.


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Tracklist

ITH
1. Temple I - Zohar of the Sky
2. I Am Christ
3. Gate of Sooun
4. Temple II - Cistern of Bethlehem
5. Tombstone Chapel
6. Gate of Damihyron
7. Temple III - Helper of YHVH
8. He Doth Mourn In Hell
9. Gate of Aion Tsevaoth

SETH
1. Temple IV - Oracle of Men
2. Seven Altars Burn In Sin
3. Gate of Arba-Hemon
4. Temple V - Bereshit
5. Exiled In Transformation
6. Gate of Behet-Myron
7. Temple VI - Weight of Gold
8. The Heart of King Solomon in Sorcery
9. Gate of Sulam

TEI
1. Temple VII - Alive in Sheol
2. The Guilt They Bore
3. Gate of Jehudmijron
4. Temple VIII - Smoke in Fire
5. Exodos
6. Gate of Dimitrijon
7. Temple IX - Redeemer to Zion
8. In Meditation On The Death Of Christ
9. Gate of Ea On

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