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Albuminfo

phil campbell & the bastard sons - the age of absurdity
Band:
PHIL CAMPBELL & THE BASTARD SONS
Album:
The Age Of Absurdity
Genre:
Heavy Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
41:41
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
ElWiz
ID:
1115
Views:
240

Review

Lemmy war und ist der große Mann des Rock ´n Roll. Die unverrückbare Gallionsfigur und ein ursympatisches Unikat. Lemmy war MOTÖRHEAD und hat bis heute eine tiefe,schmerzhafte Leere hinterlassen. Aber auch seine Mitmusiker waren ein Teil von MOTÖRHEAD und so haben sie auch das Recht, ihr weiteres Leben der Musik zu widmen. Phil Campell hat hierfür seine drei Söhne Todd, Dane und Tyla um sich geschart, mit Neil Starr noch einen wirklich fähigen Vokalisten dazu geholt und das Ganze nennt sich nun PHIL CAMPBELL & THE BASTARD SONS.
Persönlich will und erwarte ich definitiv keine Fortführung von MOTÖRHEAD und ich denke auch Phil weiß, daß es die Band ohne Lemmy nicht mehr geben kann,egal in welcher Form. Der Opener „Ringleader“ deutet zwar erst ein wenig an, daß es mit den BASTARD SONS in eben jene Richtung gehen wird, doch diese Befürchtung wird allein durch das Einsetzen von Neils Stimme weggefegt. Es wird klar, daß es eben Campbells Gitarrensound ist,den man da hört und warum soll sich der Mann verbiegen,um nicht zu sein, wer er nun mal ist ? Egal. Mit der Sängerwahl hat man aber jedenfalls ein verflucht glückliches Händchen bewiesen, denn der Mann verfügt über eine sehr facettenreiche ,leicht angerauhte Stimme, die für diese Art von Musik, wie sie auf „Age Of Absurdity“ zu hören ist, wahrlich geschaffen ist. Wenn er im Opener „Ringleader“ die Zeilen „waiting for you to come back down...“ schmettert, denk ich an Greg Graffin von BAD RELIGION und nicht die Bohne an Mr Kilmister. Der Eröffnungssong ist übrigens gut gewählt und reißt einen mit seinem punkigen Drive gleich schön mit, die zweite Nummer „Freak Show“ haut in eine ähnliche Kerbe, kommt aber wesentlich rockiger daher.Stimmlich erinnert der Song hier sehr stark an den Mann am Mikro bei den leider nicht mehr existierenden Bluesrockern ZODIAC. Mit „Skin And Bones“ folgt ein starker Hard and Heavy - Groover mit leichtem Grungeanstrich und einem recht coolen Refrain. „Gypsy Kiss“ tendiert dann wieder eine ähnliche Richtung wie der Opener, wobei hier WARRIOR SOUL durch meinen Kopf schießen. Man sieht, daß „The Age Of Absurdity“ ein wirklich abwechslungsreiches Album geworden ist. Grundgerüst ist und bleibt der gute alte Rock ´n Roll. Hier eine Prise Grunge, dort etwas Blues. Leichter Punkanstrich ? Geht klar ! Zur Krönung schafft man es dann noch, ein wahres 80er – Hardrockfeeling herauf zu beschwören ( „Into The Dark“ ! ),was mich dann nochmal total mitreißt.
Anstatt zu versuchen, das Erbe von MOTÖRHEAD anzutreten, hat sich Phil Campbell ganz klar von den Fesseln seiner alten Band, die ihm so mancher wohl anzulegen versucht, befreit und etabliert die BASTARD SONS als eine Band,die für sich allein steht und ihre Daseinsberechtigung mit einer großartigen Platte unterstreicht. Einziger Minuspunkt ist die Tatsache,daß die recht gelungene Cover - Version von HAWKWINDs "Silver Machine" nur als Bonustrack auf der CD zu finden ist und Vinylfreunde in die Röhre schauen !


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Tracklist

1. Ringleader 4:04
2. Freak Show 3:41
3. Skin and Bones 3:49
4. Gypsy Kiss 2:22
5. Welcome To Hell 3:06
6. Dark Days 4:44
7. Dropping The Needle 1:50
8. Step Into The Fire 3:32
9. Get On Your Knees 3:28
10. High Rule 3:55
11. Into The Dark 6:37





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