Albuminfo

verheerer - maltrér
Band:
Verheerer
Album:
Maltrér
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
48:51
Wertung:
8.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1107
Views:
371

Review

Solange in regelmässigen Abständen solche Juwelen auf den Markt geworfen werden mache ich mir über die Vitalität des deutschen Undergrounds keine Gedanken. Es ist schon erstaunlich wie viele qualitativ hochwertige Veröffentlichungen in letzter Zeit erschienen sind, "Maltrér" reiht sich da problemlos ein.

Verheerer verzaubern den Hörer mit recht klassischem Black Metal, meistens schwebt aber noch eine zweite, unheilige Aura auf der zweiten Ebene mit. Dies erreicht man durch den Einsatz von orgelartigen Klängen, einem getragenem Tempo und Gesangsteilen die anbetungsartig klingen. Das war jetzt keine Albumzusammenfassung sondern nur der ungefähre Versuch den Einstiegssong "kultyst" zu erläutern, einem mitreissenden Track der die Latte für das restliche Material recht hoch legt. Das Level halten sie aber problemlos ohne sich selbst immer wieder zu wiederholen, "vertigo" zum Beispiel fasziniert durch seine zerissene Art aus dringlichen Temposchüben und unentschlossen fiebriger Instrumentenbearbeitung.

Auffallend ist auch die allzeit präsente Gitarrenarbeit, die immer da ist auch wenn sie sich gerade nicht so in den Vordergrund spielt. Hat man sein Ohr darauf ausgerichtet dann bemerkt man recht schnell das die Saiteninstrumente nicht im schwarzmetallischen Standardkosmos gefangen sind sondern auch Einflüsse anderer Ecken verarbeiten. Das ist ein Eckpfeiler der dafür sorgt das sich das Album vom Einheitsbrei abhebt und auf eigenen Beinen steht, ein weiterer ist das Schlagzeugspiel. Natürlicher Klang, nicht zu dominant und dennoch allzeit angenehm wahrnehmbar. Und auch hier gilt, das Normalogekloppe anderer Bands ist dem Drummer zu wenig. Er arbeitet mit diversen Tempovariierungen, die Spielweise pendelt dabei flüssig zwischen Anpassung und Eigendynamik.

Empfehlenswerte Scheibe, wer die anderen Bands aus dem Labelkatalog mag und auch Sachen aus dem Hause Into Endless Chaos daheim stehen hat der liegt auch hier nicht falsch. Mich erfreut auch die ungezwungene Art der Scheibe, auch wenn das jetzt schwer in Worte zu fassen ist.


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Tracklist

1.oration 02:30
2.kultyst 08:47
3.vertigo 06:18
4.maltrér 07:58
5.anima sola 06:52
6.nachtfall 07:00
7.heimgang 09:03

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