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Albuminfo

deinonychus - ode to acts of murder, dystopia and suicide
Band:
Deinonychus
Album:
Ode to Acts of Murder, Dystopia and Suicide
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Spielzeit:
45:31
Wertung:
10 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1090
Views:
657

Review

Schwere Kost Jungs, das ist wieder so ein Album das ber die komplette Spielzeit ein ungutes Gefhl in der Magengegend erzeugt. Wie man so etwas erschafft konnte das Stammpersonal beim ehemaligen Arbeitgeber Bethlehem ausfhrlich lernen, nebenbei waren hier im Verlauf des Bandbestehens seit 1992 auch noch andere Bethlehem Mitglieder ttig. Auf dem neuen Album ist die Band als Trio ttig.

Deinonychus zeigen eindeutig zu was Musik fhig ist, wie man nur durch Klnge und Gesang Emotionen beim Hrer freisetzen kann fasziniert mich immer wieder. Doch das die Emotionen die bei einem Albumnamen wie "Ode To Acts Of Murder, Dystopia And Suicide" hervorgerufen werden nicht grad positiver Natur sind drfte klar sein.
Wer seiner Stimme so Gerusche entlockt wie zum Beispiel in "The Weak Have Taken The Earth" der badet nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Mir fllt eigentlich kein vergleichbarer Knstler ein der eine so eindringliche und schmerzgeplagte Stimme hat. Man musste schon im DSBM Bereich suchen um ansatzweise fndig zu werden. In die Richtung geht es stellenweise, doch wo viele Verffentlichungen aus dem Genre an einem dnnen kraftlosen Klangbild scheitern und dadurch die Negativitt nicht zum Hrer bertragen knnen, da setzt die deutsch/hollndische Gemeinschaftsarbeit auf volle Durchschlagskraft. Und dadurch erzeugen sie eine Atmosphre die bei sensiblen Personen schon zu einschneidenden Ergebnissen fhren knnte. Ja, das Wortspiel mit "einschneidend" war so gewollt...

Musikalisch bedient man sich dabei nicht mal irgendwelchen extremen Auswchsen, Deinonychus verweben reinbltigen Blackmetal mit DeathDoom und Doommetal zu einem einfach gestrickten aber effektiven Teppich. An manchen Stellen knnte man es mit Disbelief vergleichen, allerdings gehen die Jungs hier noch weiter nach unten und dringen noch tiefer in deine persnlichen, dunklen Ecken ein. Wie sagt es doch schon der Promozettel: "Again the album is a mere spiral downwards infested with murder, vengeance and suicide. The eight songs representing the new album will take you down, leaving you soulless and numb."
Und im Falle von "Ode To Acts Of Murder, Dystopia And Suicide" sind das nicht nur leere Worthlsen sondern sie geben genau das wieder was den Hrer erwartet. Von der ersten Sekunde an setzen sie die Person am Lautsprecher unter Druck und behalten diesen bis zur letzten Sekunde bei. Um das "Erlebnis" noch zu intensivieren sind Kopfhrer und komplette Dunkelheit zu empfehlen.
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, die Band braucht dazu keine extremen Elemente wie hohe Geschwindigkeit oder brutales Geboller. Die persnliche Negativitt die das Album permanent ausstrahlt stellt alle musikalischen Versuche irgendwie knstlich "krass" zu sein in den Schatten, auch weil man auf die Weinerlichkeit anderer Genrevertreter verzichtet und durch Authentizitt berzeugt. Das kann sich so mancher eine ordentliche Scheibe abschneiden. (Schon wieder ein Wortspiel mit "schneiden", ich glaub ich hab das Album zu oft gehrt).

Veredelt wird das Album durch die Klangarbeit im Studio E, passend dazu fand sich Markus Stock hinter den Keyboards ein der mit Sun of the Sleepless in diesem Jahr schon ein Meisterstck dunkler Tonkunst abgeliefert hat.
Ich finde hier nichts zu meckern, fr mich passt hier einfach alles und deshalb vergebe ich die Hchstnote. Auch weil ich momentan sehr empfnglich fr diese Art von Musik bin.


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Tracklist

1. Life Taker
2. For This I Silence You
3. The Weak Have Taken The Earth
4. Buried Under The Frangipanis
5. Dead Horse
6. Dusk
7. There Is No Eden
8. Silhouette

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