Albuminfo

endseeker - flesh hammer prophecy
Band:
Endseeker
Album:
Flesh Hammer Prophecy
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
42:19
Wertung:
10 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Azze
ID:
1088
Views:
190

Review

Es wird langsam Winter in unseren Landen, normal die ruhigere Zeit des Jahres. Nicht so im Todesblei Sektor, denn der geht Vollgas weiter und haut einen Kracher nach dem anderen raus. Genau so ein Kracher ist 'Flesh Hammer Prophecy' von der Hamburger Todesschwadron 'Endseeker'.

Nach einem kurzen und knackigen Instrumental-Intro mit schöner Melodie-Linie hauen die Elchtöter ab Sekunde 1 uns nur so den feinen HM-2 Death Metal der alten schwedischen Schule um die Ohren. Der Titeltrack beinhaltet bereits alles was einen geilen Death Metal Song ausmacht, grooviges Midtempo Gestampfe, Uptempo Geballer, Slow-Death Part. Darüber liegt Lennys unverkennliches Organ welches alles an die Wand brüllt. War ihre erste EP noch sehr geradlinig was das Songwriting anging, so haben sie auf ihrem ersten Longplayer einiges an Kurven, Haken und Ösen in ihre Songstrukturen eingebaut. Die Norddeutschen gehen dabei äußerst agil und ideenreich zu Werke, selten habe ich so viel abwechselnde Riffs, Leads und Tempowechsel auf einem Todesstahl-Langspieler gehört wie hier. Einerseits erschwert dies den anfänglichen Zugang zum Material, wenn man der Platte dann aber zwei, drei Rotationen im Player gönnt findet man immer mehr Details in den Songs, der berühmte Aha-Effekt stellt sich hier des Öfteren ein.
Man wird bei Songs wie 'Demon Spawn', 'Shredding Your Graven Image' oder 'Black Star Rising' (mit Mark Grewe als Gastmusiker) stark an die guten alten Schweden-Klassiker aus dem Hause Entombed, oder auch alte Autopsy (vor allem Gesanglich) erinnert, hier darf man als voll im Todesblei schwelgen. Endseeker verstehen auch die gute alte Kunst Songs mit Filmzitaten einzuleiten und setzen das gekonnt, kurz und knackig ein. Abschließend darf ein Cover auf der Scheibe nicht fehlen, die Hamburger haben sich hierfür 'Powder Burns' von den Ikonen Bolt Thrower ausgesucht, was ein geile Hommage.

Soundtechnisch hat Eiko Freese aus dem Hamburger Chameleon Studios alles richtig gemacht, so muss HM-2 Death Metal anno 2017 klingen, fett, druckvoll und sauber produziert. Das Artwork ist auch Genre-typisch schwarz-weiß gehalten, und macht auch auf dem Shirt ordentlich was her.

Insgesamt erhält der Fan für kleines Geld ein wahnsinns Package an dem man sich noch lange satt hören kann. Für mich einer der, wenn nicht der Top Release im Death Metal Sektor 2017.

Hier gibt es nur noch eines zu tun, volle Punktzahl vergeben: 10 / 10
Hell Yeah!


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Tracklist

1. Into The Fire
2. Flesh Hammer Prophecy
3. Demon Spawn
4. Malicious Instinct
5. Worshipping The Bloodthirsty
6. Feasting On The Decomposed
7. Shredding Your Graven Image
8. Black Star Rising
9. Powder Burns (Bolt Thrower Cover)
10.Possessed By The Flame

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