Albuminfo

degial - predator reign
Band:
Degial
Album:
Predator Reign
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
39:00
Wertung:
7.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1086
Views:
69

Review

Degial`s Liveauftritte schweben meistens an der Schwelle zu Chaos und Wahnsinn, die Jungs gehen dabei kompromisslos und leidenschaftlich zu Werke. Das im Albumformat umzusetzen ist schwierig da die optische Komponente fehlt, viele Bands scheitern daran oder geben zwei unterschiedliche Bilder ab.
Degial´s neuester Output hat (denke ich mal) nix mit dem Horror/Science-Fiction Geschöpf zu tun sondern orientiert sich eher an der anglisierte Version vom lateinischen Wort "Praedator", also Räuber bzw. Raubtier. Und genau so klingt es auch. Räuberisch, archaisch, den Urinstinkten folgend und dem eigenen Lebenserhaltungstrieb treu.
Roher, ungehobelter Death Metal der gar nicht erst versucht etwas positives oder schönes zu verbreiten, das ist der Ansatz. Trotz der Herkunft, hier findet der Hörer keinen Hauch von Schwedentod. Reiner Deathmetal wie er klang als er damals an der Schwelle zum Black Metal stand weil man sich erhoffte eine noch extremere Ausdrucksweise zu erschaffen. Wie wir aber alle wissen wurde das Genre dadurch grösstenteils nur aufgeweicht und stellenweise ins lächerliche gezogen.

Da ist eine Band wie Degial wichtig die aufzeigt das Death Metal immer noch für Unberechenbarkeit, Ablehnung und Abkehr vom Mainstream steht. Wütend rasselnd pflügen die Schweden durch das neue Album, voller primitiver Energie und Verachtung gegenüber allen die den wahren Kern des Genres nicht mehr kennen und sich der breiten Masse anbiedern. Gefällig ist hier überhaupt nichts, das Album stösst den Hörer vor den Kopf und bearbeitet ihn mit all seinen Ecken und Kanten. Klanglich auf das wesentliche reduziert ist "Predator Reign" ein Gegenentwurf zum glattgebügelten Einheitsklang der Neuzeit.
Im Vergleich zum oben geschriebenen klingt es jetzt etwas seltsam wenn ich bemängele das mir die Unterscheidbarkeit der einzelnen Titel irgendwie fehlt, ist aber so. Auch nach mehreren Durchläufen kann ich die Titel nicht klar voneinander trennen, wenn man etwas positives zu erzwingen versucht könnte man davon sprechen das die Songs wie aus einem Guss klingen.
Oder, so wie ich, das sie sich ziemlich ähneln. Und da sind wir wieder beim Revieweinstieg: Live mag das gut funktionieren wenn man sich so in einen Rausch spielt und die Titel ohne deutliche Unterschiede aneinanderreiht, sich so im Fluss bewegt und es dadurch vermeidet das es zum atmosphärischen Bruch innerhalb des Auftrittes kommt. Aber daheim, im Albumformat, fehlt diese Komponente medienbedingt.
Mit dem zuerst etwas unscheinbar wirkende Artwork sollte man sich näher befassen, es offenbart viele Details und eine unglaubliche Tiefe.


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Tracklist

1.Predator Reign 03:47
2.Thousand Spears Impale 02:56
3.The Savage Covenant 04:12
4.Crown Of Fire 03:20
5.Devil Spawn 04:17
6.Hellstorm 03:38
7.Heretical Repugnance 02:50
8.Annihilation Banner 04:20
9.Triumphant Extinction 03:00
10.Clangor Of Subjugation 06:07

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