Albuminfo

omega - eve
Band:
Omega
Album:
Eve
Genre:
Doom Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
57:00
Wertung:
7 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1053
Views:
161

Review

Die einzigen Omega die ich bisher kannte waren die Ostblockrocker aus Ungarn, um die soll es hier aber nicht gehen.
Die hier abgehandelten Omega kommen aus Italien, "Eve" ist dabei ihr Debütalbum. Wenn ihr vorab nichts davon vernommen habt dann ist das genau so gewollt. 2012 gründete sich die Truppe und hat vier Jahre abseits der Öffentlichkeit an dem Album gearbeitet. In Zeiten in denen jeder Furz den ein Musiker von sich gibt im Social Network verbreitet werden muss schon etwas besonderes.

Hat sich die Geheimniskrämerei denn ausgezahlt? Fällt mir noch schwer das zu beurteilen, vielschichtig und ambitioniert ist das Werk auf jeden Fall und ich denke das die vielen Jahre die in das Werk investiert wurden um daran zu feilen gut angelegt sind.
Auf "Eve" spannen die Italiener den Bogen von ambientgelagerten Soundflächen über tonnenschweren Doom bis hin zu Black Metal. Die Übergänge der einzelnen Elemente sind dabei fliessend und nachvollziehbar. Ein wichtiger Baustein des Ganzen ist auch der Gesang, wenn man hier noch von Gesang in seiner bekannten Form sprechen kann. Der Stimmeinsatz dient auf dem Album eher als weiteres Instrument, klassische Mikrofonarbeit die einem vorgefertigten Schema folgt sucht man vergebens.

Bei Songlängen von 12 bis 16 Minuten setzt das Werk beim Hörer von Anfang an eines vorraus: Die Bereitschaft sich mit dem Album zu befassen, sich damit auseinanderzusetzen und es zu verstehen. Kein Album für eine Autofahrt oder als Hintergrundmusik beim Kochen, Lesen oder vollziehen des Beischlafs. Denn hört man es unaufmerksam mit nur einem Ohr dann läuft es scheinbar planlos einfach vorbei. Erst wenn der Hörer sich hinsetzt und Zeit nimmt um die vielen Verästelungen und Veränderungen wahrzunehmen dann könnte sich "Eve" ihm völlig öffnen. Das braucht aber auch etwas Anlaufzeit, bedingt allein schon durch die Länge der einzelnen Stücke. Vor allem bekommt man dann erst richtig den etwas anderen Sound der einzelnen Instrumente mit, teilweise wurde der Klang der Gitarren zum Beispiel stark verändert und bearbeitet. Bei der überlangen Spielzeit der Tracks aufkommende Längen können sie leider nicht ganz vermeiden, hier wäre Achtsamkeit auf Abwechslung oder ein etwas strafferes Songarrangement besser gewesen als das alleinige Augenmerk auf das erschaffen der Atmosphäre.

Wem empfehle ich das nun? Eventuell Leuten die auch Omega Massiv oder Black Shape of Nexus im Schrank stehen haben. Weltoffenen Metallern mit Hang zu tiefschwarzen Tönen sei es ebenfalls ans Herz gelegt, eventuell ist das auch was für die Drone/Funeral Doom Fraktion. Am besten vorab mal auf der Bandcampseite antesten, aber wie gesagt nicht nebenbei sondern bewusst.


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Tracklist

1.Arboreis 15:33
2.Sidera 12:20
3.Mater 12:51
4.Laudanum 16:29

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