Albuminfo

arroganz - primitiv
Band:
Arroganz
Album:
Primitiv
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
7.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1052
Views:
91

Review

Grosse Geschütze die FDA da im Moment auffährt, Neuigkeiten gibt es ja unter anderem von Discreation, Endseeker, Ophis...
Und auch Arroganz reihen sich mit einem neuen Album ein, schafft es "Primitiv" für Aufmerksamkeit zu sorgen oder geht es eher unter?

Nun, der Einstieg mit "Pilgrim" ist nicht einfach und zerrt an den Nerven. Kein Intro, keine einleitenden Massnahmen, Dauerfeuer von der ersten Sekunde an. Kurz vor dem Erreichen der Zweiminutenmarke entspannt sich das Ganze etwas und die Krachwand weicht doomig inspiriertem Midtempo. Dann passiert leider nicht mehr viel und der Track läuft instrumental getragen aus.
"Obliviate" findet da schon eher den Weg in mein Herz, wer so nöhlend doomende Gitarren verwendet hat bei mir sowieso gewonnen. Hier könnte man mal kurz nachsehen ob sich da nicht vielleicht doch ein Track der neuen Labelpartner von Ophis auf das Album geschlichen hat. Tiefschwarz und eher langsam walzt sich der Track durch die Boxen und knipst auch die letzten Lichter aus. Der Track gewinnt noch etwas an Fahrt und verweist so auf Parallelen zu Celtic Frost bzw. deren Inkarnation Triptykon. Feines Teil.
Und dann verliere ich irgendwie den Faden. Zu dem achtminütigen "Strait Paths & Grave Walls" finde ich keinen Zugang und mag auch den Gitarrensound nicht. Und dann ist mir der Track zu zerfahren, ich kann seinem Verlauf einfach nicht folgen oder ihn nachvollziehen. "Another God, Dead" kommt schon besser, das könnte aber auch an seiner Kompaktheit liegen. Dem Albummotto kommt dieser Song am nächsten, "primitiv" ist dabei schon positiv besetzt aber so wirklich viel passiert nicht.
Mich fangen Arroganz erst mit "Cortége" wieder ein, eine dunkle Hymne die dennoch etwas nervös und ein Stückweit getrieben wirkt. Doomig strahlend, aber nicht vor Schönheit sondern voller Pessimismus und Negativität. Und dazu noch diese verzweifelt sehnsüchtige Gitarrenarbeit ab der vierten Minute, Gänsehautmodus is loading. Den später erfolgenden Tritt in den Hintern hätte ich jetzt nicht gebraucht.
"Sepulchral Cold" beendet das Album das, und bei so einem Songtitel kann man sich schon denken was einen erwartet. Nach fast zweiminütiger Vorlaufzeit brechen die ersten Riffs durch den Nebel und erschaffen eine erhabene Stimmung. Eine Minute später bewegt sich die Fuhre in Richtung blackened Doom mit der Betonung auf "black". Diverse Geschwindigkeitsschübe setzen herbe Nackenschläge und lassen den Song in nordische, schwarzmetallische Gefilde abgleiten. Wie in "Obliviate" fallen einem wieder Querverweise zu Thomas Gabriel Fischer Bands auf.

Auch die Gästecouch ist gut besetzt, hier findet der Hörer Johan Jansson (Interment, Ex- Demonical), Dreier von Purgatory und van der Lubbe (Grober Knüppel, Ex-Lemming Project, Ex-Sons Of Tarantula).

Ziemlich sperrig und mit vielen Kanten versehen sind leider die Widerhaken verloren gegangen mit denen sich die Tracks im Hörerohr festsetzen, mich kann "Primitiv" leider nicht ganz so begeistern wie "Tod&Teufel", vor allem im Mittelstück geht etwas die Spannung verloren.


Lest hier weitere Details zum Review oder schreibe einen Kommentar: Forum...

Tracklist

1.Pilgrim 04:46
2.Obliviate 07:39
3.Strait Paths & Grave Walls 08:18
4.Another God, Dead 02:53
5.Cortége 07:46
6.Sepulchral Cold 08:39

Weitere Links