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Albuminfo

the spirit - sounds from the vortex
Band:
The Spirit
Album:
Sounds from the Vortex
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
38:02
Wertung:
8.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1051
Views:
562

Review

Hinter dem nicht so wirklich aussagekrftigen Bandnamen verbirgt sich eine 2015 gegrndete Black Metal Truppe aus Saarbrcken, scheinbar aus dem Nichts heraus haben sie das Debtalbum "Sounds from the Vortex" vorgelegt. Zumindest kann ich keine weiteren vorangegangenen Verffentlichungen finden, im LineUp gibt es unter anderem Verbindungen zu Dethroned und der Livebesetzung von Melechesh.
Und ich falle gleich mit der Tr ins Haus und mache mich (wahrscheinlich) mal richtig unbeliebt:

"Why i am here
our Future is drear
I can see it clear
the End is near
Cosmic Fear"

Das ist ein Auszug aus dem Einstiegssong "Cosmic Fear". Aus welchem Reimbaukasten habt ihr den das geklaut? Wre da echt nicht mehr drin gewesen? Uiuiuiu....
Aber nach dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert lebt sich`s vllig ungeniert" beweisen mir Saarbrckens Dunkelmeister dann das Gegenteil mit "The Clouds of Damnation": eisiges Gtterriffing, treibendes aber nicht bertreibendes Drumming und ein Gesang der schon ein gewisses Alleinstellungsmerkmal hat. Wohltuend hebt dieser sich vom Standardgrunz der schwarzen Metallgemeinde ab whrend die restlichen Mitglieder das Terrain fr den Rest des Albums abstecken. Und das heisst nordisch infizierter Black Metal im Geiste von Watain der auch die polnischen Aussenposten ala Mgla und Wędrujący Wiatr streift, Enthroned mit ins Boot holt und auch noch Richtung Kanada schaut, Forteresse z.B. drften den Jungs nicht unbekannt sein. Aber auch in die Riege jngerer Vertreter wie Uada oder Cantique Lpreux kann man sich problemlos einreihen. So htte auch der Nachfolger zu "Stormblast" klingen knnen wenn Dimmu Borgir damals den ganzen Keyboardkleister weggelassen htten.

Und trotz allem Namedropping klingt das Ergebnis vllig eigenstndig und nicht nur wie eine Kopie der genannten Bands. Denn wie sagte schon Gustav Mahler: Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers. Und mit dem Album im Rcken giessen sie noch ordentlich Brennmaterial hinzu.
Das hier ist das Album das sich Liebhaber von skandinavischem Black Metal schon lnger von ihren altbekannten Bands wnschen. Nur das es halt von einer recht neuen Truppe von umme Ecke stammt.
Wre hier die Herkunftsbezeichnung NO, SW, DK oder FI wrde man offene Tren einrennen, doch wie kennen wir es aus der Bibel: "Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland." Die Jungs zu ignorieren oder zu bergehen ist ein folgenreicher Fehler den ihr nicht begehen solltet, hinter der etwas "normalen" Fassade steckt ein intelligentes Werk voller Leidenschaft und Energie. Das braucht ein wenig Anlaufzeit bis man richtig "drin" ist, auch ich musste mich erst reinfinden und damit auseinandersetzen.
Abgesehen vom Einstiegssong bei dem man textlich weit unter den eigenen Mglichkeiten agiert ein Topwerk das mich noch lnger beschftigen wird.
Supported hier mal lieber die einheimischen Bands anstatt der drlfzigsten lustlos hingeworfenen Verffentlichung aus dem fernen Ausland.


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Tracklist

1. Sounds from the Vortex 02:29
2. Cosmic Fear 04:27
3. The Clouds of Damnation 07:15
4. Cross the Bridge to Eternity 06:15
5. Illuminate the Night Sky 05:44
6. The Great Mortality 05:35
7. Fields of the Unknown 06:17

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