Albuminfo

hyban draco - storms of desolation
Band:
Hyban Draco
Album:
Storms of Desolation
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
54:00
Wertung:
7 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Raven
ID:
1047
Views:
28

Review

Für Fans des (experimentellen) Black Metals ist bereits im März dieses Jahres neues Material erschienen. Ich setzte das Wort „experimentell“ bewusst in Klammern, da sowohl bei Metal Archives, als auch beim Label das erschienene Werk als Black bzw. Melodic Black deklariert wurde. Warum ich damit nicht ganz einverstanden bin, werde ich noch erläutern. Doch hier schon mal vorweg: trotz genretechnischer Meinungsverschiedenheit von meiner Seite, haben Hyban Draco mit ihrer aktuellen Scheibe „Storms Of Desolation“ musikalisch eine ordentliche Leistung abgeliefert.

Der Opener „Rivers of Flesh“ startet mit einem Hauch von Doom im Intro, zieht danach mit thrashigen Riffs ordentlich das Tempo an, um anschließend mit markanten Gitarreneinlagen den Black Metal in den Song zu holen. Allerdings haben mich die eingespielten, ruhigen Passagen immer wieder etwas aus dem Konzept gebracht, wirken sie für mich doch fast etwas deplatziert.

Das knapp 60 Minuten lange Album hat so viel zu bieten, dass ich Stunden damit verbracht habe es zu erkunden. Und jetzt zur Erläuterung meiner kleinen „Genrekorrektur“: man findet auf „Storms Of Desolation“ (wie im Opener) nicht nur melodische und thrashige, sondern auch Death Metal lastige Parts. Nur der eigentliche Black Metal gerät oftmals viel zu sehr in den Hintergrund.

„A Long Path“ ist hierfür ein gutes Beispiel. Abgesehen von kleinen Passagen, wo man den Black Metal erahnen kann, würde der Song auf einem Thrash Album weniger auffallen. Auch „The Falling Madness“ kann mit seinen fetten, dunklen Riffs zeitweise eher auf einem Death Metal Album untergebracht werden. Und der Anfang von „Nowhere Lights“ hätte auf jeden Heavy Metal Album seinen Platz gefunden.

Dies alles sind keineswegs negative Kritikpunkte. Das Album macht echt Laune und ist dadurch sehr abwechslungsreich. Allerdings sollte man für „Storms Of Desolation“ definitiv für experimentelle Musik offen sein, denn wer auf klassischen Black Metal steht, wird mit diesem Album nicht wirklich warm werden können.

Anspieltipp: Rivers of Flesh, The Falling Madness


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Tracklist


1. Rivers of Flesh
2. Dark Sides in Heaven
3. A Long Path
4. Mortal Remains
5. Flames of Times
6. The Falling Madness
7. Nowhere Lights
8. Temple of Doom

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