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Albuminfo

antarktis - ildlaante
Band:
Antarktis
Album:
Ildlaante
Genre:
Doom Metal
V-Datum:
Spielzeit:
52:00
Wertung:
6.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1045
Views:
200

Review

Grosse Namen sorgen fr grosse Schatten. Und fr eine gewisse Erwartungshaltung seitens des Hrers als auch des Reviewers. Knnen die Schweden die erfllen?

Antarktis bestehen aus Bjrn Pettersson (In Mourning), Tobias Netzell (In Mourning, ex-October Tide), Daniel Jansson (Ikhon) und Jonas Martinsson (Me The Tiger, Necrosavant), der Promozettel sagt was von einer Mischung aus Metal und Postrock. Verfeinern wrde ich diese Einordnung als Mischung aus dsterem Deathmetal an der Schwelle zum Doom mit Einschben von Indierock oder eben Postrock.
Aufgrund des Erfahrungsschatzes der beteiligten Mitglieder ist hier kein Rohrkrepierer zu erwarten, jeder weiss was er kann und was er zu tun hat.
Da liegt andererseits vielleicht auch das Problem der Scheibe: Sie ist zu ordentlich, zu sauber und berraschungsarm.

Gedoppelter Gesang, schweres Riffing und Drumming ohne Hang zum berschall, alles da. Und auch gut prsentiert und gespielt. Was mir aber fehlt ist die Seele des Albums. Die durch die Gitarren erzeugte Klangwand ist beeindruckend, auf Albumlnge aber nach einiger Zeit durch die stndigen Wiederholungen aber recht spannungsbefreit.

Das Klangbild der einzelnen Songs ist recht gleichmssig und die Songs dadurch schwer voneinander trennbar. Unterbrochen werden die Titel zwar immer wieder von stilleren Passagen, diese sind aber auch nicht so spannend arrangiert als das sie als Gegenpol zum wuchtigen Soundwall dienen knnten.
Am besten gefllt mir da noch das titelgebende "Ildlaante" bei dem man eine Spur luftiger und zugnglicher zu Werke geht.

Wenn das Grundmaterial schon so schwer und drckend ist versucht man sich meistens am Gesang als Anker festzuhalten, leider ist der trotz teilweiser Doppelung doch ziemlich eintnig und kann das Ruder auch nicht mehr rumreissen. Schade, hier htte man Ausrufezeichen setzen knne um dem Album noch eine andere, zweite, humanere Ebene hinzuzufgen. Diese Chance wurde vertan.

Fazit: Professionell eingespieltes Werk mit hochgradig qualifiziertem Personal , mir fehlt aber irgendwie die Seele des Albums.
Und ich vermisse Elemente die fr Wiedererkennungswert sorgen, die Wucht und die Schwermtigkeit erdrckt alles Andere.
Vielleicht ist die natrliche, menschliche Seite auch etwas verlorengegangen weil die einzelnen Elemente in verschiedenen Studios eingespielt wurde.
So luft das Album leider berraschend berraschungsarm durch. Dabei kann es durchaus berzeugen, aber wirklich viel bleibt am Ende nicht hngen.
Das Fazit im Zusammenhang mit der Schroffheit und der Kargheit des Materials zeichnen ein Bild das sehr gut zum Bandnamen passt, eventuell ist das ja sogar gewollt. Dann wurde das Ziel mehr als erfllt.


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Tracklist

1.Aurora
2.Svalbard
3.Notes From Underground
4.Ildlaante
5.Cape Meteor Pt 1
6.Cape Meteor Pt 2

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