Albuminfo

discreation - end of days
Band:
Discreation
Album:
End of Days
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
37:24
Wertung:
8.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1043
Views:
135

Review

Der Albumtitel bezieht sich hoffentlich nicht auf den Sängerwechsel, das Ende aller Tage steht dadurch jedenfalls nicht bevor.

Meiner Meinung nach hat sich etwas dunklerer Schleier über den Bandsound gelegt, eventuell kam der vorher aber auch nicht so zum tragen oder ich habe ich schlicht und einfach nicht erfasst. Das man immer wieder mal am melodischen Black Metal kratzt ist mir zumindest vorher noch nicht so deutlich aufgefallen und auch die groovebetonten Stellen kommen für mich irgendwie zielorientierter.
Das Songwriting bewegt sich gut ausgependelt zwischen anspruchsvoll und zugänglich, spätestens nach zwei-drei Durchläufen hat man die Tracks "drin" und kann sich dem Material hingeben.

Einen kurzen Hänger gibt es nur mit "Dark Possession". Der Song läuft irgendwie an mir vorbei ohne das gross was hängenbleibt, erst im letzten Drittel finde ich Gefallen daran.
Trostpflaster ist "Let's Watch The World Burn", ein Song der mich an eine Band erinnert mit der man sich die ersten drei Anfangsbuchstaben des Bandnamen teilt: Disbelief. Stimmlich sind schon Unterschiede, aber von der Charakteristik des Tracks kommt man den Dieburger Jungs schon recht nahe. Gefällt mir sehr gut, mein persönlicher "Hit" der Scheibe.
Das darauf folgende "El Magico" ist ein sehr gutes Beispiel dafür was ich mit der mehr herausgearbeiteten dunklen Seite der Band meine. Tonangebend ist immer noch das groovenden Fundament, zieht man das Tempo dann etwas an geht es schon in Bereiche in denen sich auch melodieaffine Schwarzwurzler wohlfühlen. Der Refrain der einer Anrufung gleich kommt ist da das Pünktchen auf dem I.
Die Gitarrenläufe von "Invisible Front" schliesst man sofort ins Herz, der flotte Track wird immer wieder von tempoärmeren Passagen durchbrochen und trägt dadurch zwei Herzen in seiner Brust. Doch den Jungs gelingt es das der Track trotzdem nicht zerrissen wirkt.

Das soll es gewesen sein mit meinem kurzen Einblick in die Platte, alles sei nicht verraten. Kauft die Scheibe und verschafft euch einen eigenen Eindruck. Das dezente Drehen an den Verstellschrauben des Bandsounds haben die Band stärker gemacht ohne die Grundmauern des Discreation Sounds einzureissen. Immer noch zu 100% Discreation, man hat sich lediglich etwas gedehnt und ist so etwas "breiter " geworden. Soll heissen die Jungs haben sich etwas mehr Platz für Einflüsse aus anderen Lagern erschaffen, am auffälligsten ist das über der Platte eine stärkere, dunkle Grundstimmung liegt die vorher nicht so deutlich hervor kam. Ein Album das definitiv nicht die "End of Days" bedeutet. On Top bekommt ihr noch ein gelungenes Coverartwork von Roberto Toderico mit dem man sich auch mal länger beschäftigen kann.


Lest hier weitere Details zum Review oder schreibe einen Kommentar: Forum...

Tracklist

1.End Of Days 03:34
2.The Blood Mill 04:09
3.Dark Possession 05:32
4.Let's Watch The World Burn 05:22
5.El Magico 05:27
6.Invisible Front 04:43
7.The Pentagram 03:38
8.Where All Hope Has Been Silenced 04:42

Weitere Links