Albuminfo

wintersun - the forest seasons
Band:
Wintersun
Album:
The Forest Seasons
Genre:
Pagan Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
54:00
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Raven
ID:
1010
Views:
44

Review

Wintersun sind zurück! Nach einer fünfjährigen Pause präsentieren uns die Finnen das langersehnte, dritte Album. Unter dem Motto „The Forest Seasons“ soll der Langspieler die vier Jahreszeiten wiedergeben, weshalb uns diesmal auch „nur“ vier Songs geboten werden. Meiner Meinung nach, ein äußerst interessantes Konzept - bleibt abzuwarten wie es umgesetzt wurde.

Beginnen wir also mit dem Frühling: die ersten Blümchen strecken sich den warmen Sonnenstrahlen entgegen und frisches Grün bedeckt die Bäume. Wirklich nichts für mich - aber für viele ist er ja nun mal eine der schönsten Jahreszeiten, weshalb ich von „Awaken from the Dark Slumber (Spring)“, der den Opener dieses Albums bildet, genau eben jenes beschriebene Bild in meinem Kopf erwarte.
Auf das kurze, verspielte Intro folgt ein eher wuchtiger Einstieg in den gut 14 Minuten langen Song. Harte Riffs gepaart mit verträumten Keyboard-Klängen begleiten uns durch den Frühling. Wie man es von Wintersun kennt, hat man auch hier wieder den angenehmen Wechsel zwischen Growls und cleanem Gesang; ruhigeren und schnelleren Parts. Der Song an sich ist zwar ganz gut gelungen - wirkt zeitweise aber etwas hektisch und unstrukturiert und konnte meinen Erwartungen leider nur anfänglich standhalten.

Kommen wir zum Sommer. Ebenfalls eine Jahreszeit mit der ich nicht viel anfangen kann - zu warm, zu sonnig, zu viele Menschen mit zu wenig Kleidung. Aber er hat ja auch seine schönen Seiten die „The Forest That Weeps (Summer)“ wunderbar zum Ausdruck bringt. Im Gegensatz zum Frühling werden wir hier mit einem etwas einfühlsameren Start in das Stück eingeführt. Der Song schickt uns, begleitet von wunderschönen cleanen Passagen, auf eine Reise über grüne Wiesen und weite Felder. Der gesamte Song ist einfach nur stimmig und besteht aus vorwiegend ruhigen Parts, teils unterbrochen von eingängigen Riffs.

"Eternal Darkness (Autumn)" läutet nun den Herbst ein und begrüßt uns mit frostigen Klängen und drückender Stimmung - also ganz nach meinem Geschmack. Hier wird das Ganze viel atmosphärischer, die Riffs haben deutlich mehr Kälte, das Keyboard rückt etwas in den Hintergrund und den Drums werden ordentlich eingeheizt. Allerdings habe ich hier wieder das gleiche Problem, wie beim Opener zuvor. Der Song an sich hat einen tollen Aufbau und ist gut abgemischt, nur leider konnte er mich nicht durchgehend fesseln und es fehlt mir ein wenig an Wiedererkennungswert.

Jetzt sind wir also am Ende unserer vier Jahreszeiten Reise angelangt. "Loneliness (Winter)“ hat mich zum Schluss noch einmal wirklich überraschen können. Fast komplett in clean gesungen, mit einem eingängigem Refrain und wunderschönen Keyboard-Passagen hatte ich den gesamten Song über Gänsehaut. Tiefgründig mit einem Hauch von Melancholie, genauso stell ich mir einen finnischen Winter vor. Einfach großartig und für mich ein echtes Highlight.

Auf „The Forest Seasons“ hatte ich mich, als treuer Wintersun-Fan schon seit Monaten gefreut und wurde nicht enttäuscht. Zwar konnten mich „Spring“ und „Autumn“ nicht vollkommen überzeugen, aber das machen die anderen beiden Songs dafür mehr als wieder gut. Ein absoluter Pflichtkauf für jeden Fan und Freunden des Symphonic Melodic Death Metals.




Anspieltipp: The Forest That Weeps (Summer), Loneliness (Winter)


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Tracklist

1. Awaken from the Dark Slumber (Spring)
2. The Forest That Weeps (Summer)
3. Eternal Darkness (Autumn)
4. Loneliness (Winter)

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