Path of Death V
08.10.2016 Mainz
Pentagramm

RAGNAROK

RagnaokDie Götterdämmerung bricht über uns herein - Ragnarok kommen! Was erwartet euch? Kalter, satanischer Black Metal nach norwegischer Tradition aus Sarpsborg!
1994 verließen Jontho (Schlagzeug) und Jerv (Bass) ihre alte Band Troth und gründeten Ragnarok. Kurze Zeit später stießen Rym (Gitarre) und Thyme (Gesang) zur Band hinzu. Mit dieser Konstellation nahm man Ende des Jahres die erste Demo „Pagan Land“ auf. Da man in dem ortsansässigen Studio keine Erfahrung mit Black Metal hatte, klangen die Aufnahmen einfach nur mies. Es folgte eine Compilation-CD mit lokalen Bands aus Sarpsborg, zu der sie den Song „Et Vinterland I Nord“ beisteuerten. Die Aufnahmen zu diesem Song klangen besser und so beschloss man, die Demo „Pagan Land“ neu im X-Ray Studio aufzunehmen. Mit Erfolg! Denn das Resultat waren gute Kritiken und ein Vertrag mit dem Kultlabel Head Not Found, über das noch im gleichen Jahr, 1995, ihr Debütalbum „Nattferd“ erschien.
Daraufhin spielten Ragnarok auch ihren ersten Gig im Lacoste MC in Sarpsborg. Da sie mit der Zusammenarbeit von Head Not Found nicht zufrieden waren, verließen die Band das Label. Als Head Not Found jedoch seine Bedingungen änderte, entschied man sich doch zu bleiben und unterschrieb für zwei weitere Alben. Pech für Ragnarok, denn nach einem Gig mit Old Man's Child bekamen sie ein Angebot von Century Media, was die Herren leider ablehnen mussten. 1997 ging es wieder in die X-Ray Studios, um das zweite Album „Arising Realm“ einzuprügeln. Auf diesem Hassbatzen ist auch Shagrath von Dimmu Borgir als Sessionmusiker am Keyboard zu hören.
Ein Jahr später ging es zum ersten Mal auf eine kleine Headliner-Tour Ragnarokmit den Schweden von Siebenbürgen und unseren Landsmännern Atanatos. Von diesen Acht Gigs war einer in Kopenhagen, Dänemark, der Rest in Deutschland. Während dieser Tour erhielt man vom Hellraiser Leipzig das Angebot, auf dem heute legendären „The Hellraiser Festival“ zu spielen. So kehrte man im Sommer 1998 zurück nach Deutschland und spielte mit Bands wie Enslaved, Aerturnus, Gehenna und vielen mehr. Ende des Jahres enterten Ragnarok das Endless Studio in Oslo und nahmen ihren dritten Opus „Diabolical Age“ auf. Jedenfalls versuchten sie das. Der Toningenieur machte über Weihnachten einen längeren Urlaub, sodass die Aufnahmen erst Anfang 1999 fortgesetzt werden konnten. Der Kerl bekam aber nichts auf die Reihe und so musste ein zweiter Toningenieur geordert werden. Fünf weitere Mixes waren erforderlich, bis man endlich mit dem Resultat zufrieden war. Nach den Aufnahmen beschloss Thyme die Band zu verlassen, Jontho hatte private Probleme und es kam wie es kommen musste: Die Veröffentlichung des Albums wurde verschoben. Mr. Sander von den Shadow Dancers wurde kurze Zeit später als zweiter Gitarrist bestätigt und natürlich suchte man noch immer einen neuen Sänger. Diesen fand man in Astaroth.
2000 erschien auch endlich ihr drittes Album „Diabolical Age“. Nach einer Tour mit Satanic Slaughter stieg Astaroth wieder aus. Ihr Gitarrist Sander flog aus der Band, weil seine Livefähigkeiten eher beschränkt waren. Black Metal ist eben Krieg! Man suchte also wieder einen neuen Gitarristen, den man in Lord Arcamous fand. Dieser übernahm später auch die vakante Stelle des Sängers.
Mit festem Lineup ging es dann auf Labelsuche, da der Vertrag mit Head Not Found abgelaufen war. Das schwedische Label Regain Records zeigte sich an den Norwegern interessiert und veröffentlichte 2002 ihren Meilenstein „In Nomine Satanas“. Selbst der Teufel hockt bei dieser Platte unruhig auf seinen Thron und scharrt mit den Hufen! Nach der anschließenden, katastrophalen Tour mit Dark Funeral, Anorexia Nervosa, Occult und Tidfall trennte man sich auch von Lord Arcamous. Diese stetigen Besetzungswechsel machten neue Albumaufnahmen unmöglich. Jontho stieg bei seinen Landsmännern von Tsjuder ein und lernte dabei zufällig auf dem Under The Black Sun Festival in Deutschland Hoest, den Sänger von Taake kennen. Hoest war und ist bekannt für seine Livequalitäten und kurzerhand rekrutierte Jontho ihn für Ragnarok. Wieder ging es auf Tour – diesmal verwüstete man ganze Landstriche mit Bands wie Exodus, Impaled Nazarene, Immolation, Six Feet Under, Marduk und Macabre. Man bereute die Entscheidung, Hoest ins Boot geholt zu haben, nicht, im Gegenteil! Wenn man ihr 2004'er Album „Blackdoor Miracle“ betrachtet, war es das Beste, was die Band je getan hat. Diese markerschütternden Screams, untermauert von den sägenden Gitarren und den Blastorgien am Schlagzeug, machen dieses Album zu einer rauen, schwarzen Perle im norwegischen Black Metal Sektor!
Mindestens genau so finster waren aber auch die folgenden sechs Jahre, in der die Band auf Eis lag. Erst Anfang 2010 präsentierte man sich wieder im neuen Lineup: HansFyrste am Gesang, Brigge an der Gitarre, DezeptiCunt am Tieftöner und natürlich Jontho am Schlagzeug!
Ihr aktuelles Machwerk „Collectors of the King“ erschien im März 2010. Roh und ungeschliffen rammt dieser Hassbatzen alle Klischees unangespitzt in den Boden und verdient das Prädikat „True Norwegian Black Metal!
Eik aka Runes  // Stand: 06.2012

 

Bisher erschienene Alben:

1995 / Nattferd / Head Not Found
1997 / Arising Realm / Head Not Found
2000 / Diabolical Age / Head Not Found
2002 / In Nomine Satanas / Regain Records
2004 / Blackdoor Miracle / Regain Records
2010 / Collectors Of The King / Regain Records

Bandmembers:
HansFyrste - Gesang
Brigge - Gitarre
DezeptiCunt - Bass
Jontho - Schlagzeug
 

Style: Black Metal

Herkunft: Norwegen

Website: www.ragnarokhorde.com