PRIMORDIAL

PrimordialSie stammen aus einem Gefilde wo die uralte Magie der Kelten durch jeden auch noch so mickrigen Grashalm lebt und im selben Atemzug seit über 800 Jahren ein Heiliger Krieg zwischen Katholiken und Evangelischen Christen tobt. Aus Skerris bei Dublin im sattgrünen Irland.
Die Möglichkeiten Primordial Live zu erleben sind sehr rar bemessen. Doch die stetig steigende Zahl der Fans wartet geduldig, denn sie bekommen etwas Besonderes geboten. Eine Show der Superlative. Primordial spielen nicht, sie Sind.
Sie zeigen eine absolut authentische Facette von sich. Ihre Wurzeln liegen im Death Metal. Der Liebe zur Heimat, deren Traditionen und Klänge. Sie sind, um es einmal mit drei Adjektiven auf den Punkt zu bringen, bodenständig, rau und direkt. Attribute, welche sich wie ein roter Faden durch ihr Schaffen ziehen
Die Gründung der Formation, welche von Bassist Pól MacAmlaigh und Gitarrist Ciáran MacUiliam vollzogen wurde, führt zurück ins Jahr 1987. Allerdings kann man die Anfangsstadien eher als eine Art Wegfindung betrachten, ständig wechselnde Bandnamen, keine eigenen Songs. Unter diesen Umständen nahm man 1988 eine erste Demo mit Coverversionen und eigenen Stücken auf. Das Projekt Band bekam erst dann eine Primordial @ Party.San 2007formgebende Gestalt sowie den Namen Primordial, nachdem Sänger Alan Averill Nemtheanga 1991 der Combo beitrat, welcher im übrigen auch ein bemerkenswerter Zeichner und Grafiker ist, und auch Artwork und Logos für die Bands Ragnarök und Total Hate gestaltet.
Ende 1992 änderte man die Namen der Band zu Primordial. Die nächste Demo “Dark Romanticism“ erschien 1993. Mit Erfolg, denn bald darauf bekunden erste Labels ihr Interesse an der Band. Die Wahl der Iren fiel auf Cacophonous Records. Sie machen sich auf ins Studio, und im September 1995 erblickt ihr Debüt “Imrama“ die Welt.
Melodic Black Metal vom Feinsten. Eine Mixtur aus morbider Schwermut, rasender Power, einem Hauch Unsterblichkeit. Gesanglich bewegt es sich zwischen aggressivem Grunzen und theatralischem Flüstern. 1997 kommt eine Split-Single, welche in Zusammenarbeit mit Katatonia aus Schweden entstanden ist, auf dem Markt.
Diverse Unstimmigkeiten welche sich auf die Band übertrug hatten zur Folge, dass der bisherige Drummer kurzerhand Selbige verließ und an dessen stelle nun Simon O’Laoghaire kam. Mit ihm wurde dann auch das Folgealbum “A Journey’s End“ eingespielt, ein sehr episches, sehr stark von Folk beeinflusstes Werk. Was besticht sind auch die von irischer Geschichte schwangeren Texte, getragen von der Mystik welche ihre Heimat ausmacht.
Nach dem Labelwechsel zu Hammerheart Records im Jahre 1999 erfolgt ein weiterer Studiogang und es entsteht “Burning Season“. Legendär hier die Spielzeiten welche bis zu einer halben Stunde betragen, und das bei vier Tracks, welche jedoch zu keiner Zeit dröge oder langweilig anmuten, sondern alles ist sehr stimmig und harmonisch arrangiert.
Auftritte außerhalb der Inselregionen finden nun immer häufiger statt. Der Bekanntheitsgrad schwappt jetzt auch so langsam über den großePrimordial @ MetalCruise n Teich. Die Dinge bekommen immer mehr Stabilität und somit können Primordial sich ganz entspannt 2000 der Aufnahme von “Spirit the Earth Aflame“ widmen. Ein Album vor Melancholie und Aggressionen triefend. Paralysierend vom Anfang bis zum Ende. Mitreißend, ein Sog aus Wut, Stolz und Seelenpein.
Mittlerweile befinden sich Primordial in der Liga der Bands, welche durchaus gern gesehen, bei großen Festivals aufspielen. Auf Touren unter anderen mit Immortal und Gigs auf dem Party.San, WFF, dem Metalmeeting und 2007 dem Metalcruise konnten sie ihre Live-Qualitäten bereits unter Beweis stellen. Während im Jahr 2001 seitens Hammerheart Records die beiden ersten Alben neu aufgelegt werden, sowie Michael O’Flinn als zweiter Gitarrist zur Band stößt, beginnen Primordial mit ihrem Werk “Storm Before Calm“. Eine sehr kontrastreiche Scheibe und das in jeglicher Hinsicht. Mit der zweiten Gitarre konnte die Aggressivität der Songs nochmals gesteigert werden.
Epochale Vocals sowie bösartiges Grunzen, grandiose Lyrics. Mehr und mehr kommt der individuelle Stil der Iren zum tragen. Der Liebhaber von Schubladen kann deshalb ganz schön ins straucheln kommen, Primordial passen in keine.
Als Hammerheart Records sich in einer Krise befindet und sich deshalb die Situation der Band und ihrem Weiterkommen auf Dauer sehr zäh darstellt, unterschreiben Primordial einen Vertrag bei Metal Blade.
Im Januar 2005 erscheint ihr Album “The Gathering Wilderness“. Ein reinigendes Unwetter. Zerstörung und Wiedergeburt zugleich. Hier finden sich ausnahmslos Hymnen, die über die gesamte Spieldauer an Dramatik und dichter Atmosphäre kaum zu übertreffen sind. In Szene gesetzt von einem offensichtlich “leidenden“ Sänger Alan vorgetragen. Abgestimmt mit einer Priese schwermütigen Dooms, getragen von keltischen Weisen.
Ende 2007 veröffentlichten PRIMORDIAL ihr Album "The Nameless Dead". In Wales, irgendwo am den Arsch der Welt, wurde in einem alten analogen Studio aufgenommen, man wollte sich des heute üblichen digitalen, sterilen Sound entledigen und wieder echten Sound abliefern. Gesungen wird aus Sicht von Menschen die sich fragen warum sie in den Krieg ziehen sollen (Empire Falls), gerade vor dem Galgen stehen und ihre letzten Gedanken erzählen (Gallows hymn), dem brennenden Rom (As rom burns), und weiteren ähnlichen Themen wobei der Untergang der Welt allgegenwärtig ist. Also genug Material um wieder ein Album voller Verzweiflung, Wut und Trauer machen wie es nur Primordial können. Musikalisch klingt das Album mehr Irisch und erdiger als die letzten. Die Presse war sich einig dass hier ein ebenbürtiger Nachfolger zu "The Gathering Wilderness" geschaffen wurde und so wurde das Album zum viert-besten Album des Jahres in der englischen Zeitschrift TERRORIZER gewählt, im deutschen Metal Hammer belegten sie sogar den 2. Platz.
Im März 2009 entschlossen sich Metal Blade und PRIMORDIAL das Album von 'Imrama' wieder zu veröffentlichen und packten eine Bonus-DVD mit an Bord. Die DVD entstammt den unergründlichen Tiefen der Höhle von Sänger A.A. Nemtheanga und ist reinstes Gold für jeden PRIMORDIAL Fanatiker, enthält es doch eine Liveaufnahme von 1994, mitgeschnitten in Cork City, Irland. Die DVD enthält auch einen Audiokommentar von A.A. Nemtheanga, in welchem er über die Anfänge der Band und diesen Gig im Speziellen redet. Im August folgte dann auch gleich mit "A Journey's End" ein Re-Release der 1998er Scheibe. Diese wurde mit einer Bonus CD die eine Liveaufnahme, welche bei der  Show am 9. Dezember 1999 in Lissabon, Portugal mitgeschnitten wurde, enthält aufgewertet.
Im März 2010 veröffentlichten PRIMORDIAL mit "All Empires Fall" die erste DVD der Bandgeschichte. Diese erschien als Doppel-DVD. Die erste DVD enthält eine vollständige Headlinershow, welche am 24. Januar 2009 in ihrer Heimatstadt Dublin, Irland mitgeschnitten wurde. Die zweite Disc enthält Liveclips diverser Festivalauftritte, namentlich dem Ragnarok Festival (Deutschland), dem Hove Festival (Norwegen) und dem Graspop Metal Meeting (Belgien), allesamt aus dem Jahre 2008. Die zweite Disc enthält darüber hinaus eine circa einstündige Banddokumentation, welche Storys aus dem Innenleben der Band erzählt und viele Bilder aus den Anfangstagen der Band enthält. Interviews mit sämtlichen Bandmitgliedern und Proberaummaterial komplettieren die zweite DVD.
Im April 2010 begannen die Arbeiten zum nächsten Album "Redemption At The Puritan‘s Hand".
Anfang Juni verkündeten die Iren dass man einen neuen Drummer suche. Die war die Reaktion auf ein, wegen dem  Alkoholproblem von Drummer Simon O’Laoghaire, misslungenen Konzert in Athen. Es folgten auch einige Sessions mit Drummern und es folgten einige Gigs mit Alans Cousin Gareth Averill als Session-Drumemr aber im Oktober verkündete Alan in einem geheimnisvollen Statement dass Simon nun doch Drummer der Band bleibe. Nach reiflichen Überlegungen aller Beteiligten und dem Bewusstsein dass das Leben auf Tour hart und belastend ist, hat man Simon verziehen, so Alan später.
Im selben Jahr gründete Alan das Label Poison Tongue Records und ging damit eine Kooperation mir Metal Blade Records ein.
Nach den erfolgreichen Re-Issues von "Imrama" und "A Journey's End" folgte im Juli mit "Spirit The Earth Aflame", welches im Jahre 2000 erschien, das dritte Re-Release als Doppel-CD. Auch hier war eine Bonus CD mit diversen Songs dabei.
Im Februar 2011 wurde ihr  Klassiker "Storm Before Calm" wiederveröffentlicht. Das Originalalbum wurde als remasterte Version in einem Doppel-Digipack mit neuem Artwork und der Bonus-DVD "Live at Summer Breeze 2004" veröffentlicht.
Im April erschien endlich das neue Album "Redemption At The Puritan‘s Hand" und wie sollte es auch anderes sein... es wurde wieder ein wahres Meisterwerk. So war es kein Wunder das man auf 31. Platz in den deutschen Albumcharts stieg und in Finnland, Schweden sowie der  Schweiz ebenfalls Chartplätze belegte.
Jetzt lies es die Band etwas ruhiger angehen, man spielte zwar unzählige Gigs aber neue Songs wurden erst mal nicht geplant.
2012 war ein extremes Jahr für die Iren. Über 38 Live Gigs wurden in aller Herren Länder absolviert, darunter eine Europa-Tour im März mit Eluveitie, Negura Bunget, Heidevolk und Solstafir und eine USA Tour im September zusammen mit While Heaven Wept und Cormorant.
In 2013 sollten dann wie gewohnt etliche Sommerfestivals in ganz Europa gespielt werden, darunter das Hellfest, Sommer Sonnwend, Metaldays Festival, Party.San Open Air, Brutal Assault und das Summer Breeze.
Wir konnten uns auf dem ersten Metal Cruise, auf dem Party.San Open Air, später auf dem Arnhem Metalmeeting in Holland und vielen anderen Gigs selbst von den Live-Qualitäten der Band überzeugen. Diese sind immer emotionsgeladen und Alan versteht es auf seine Art das Publikum in seinen Bann zu ziehen.
Mit ihrem genialen Gespür für Melodien schaffen es PRIMORDIAL gekonnt, eine spannungsgeladene Stimmung zu erzeugen, die selbst bei den gelegentlich eingestreuten Wutausbrüchen nicht verloren geht. Herrliche Hymnen die einem ein ums andere Mal eine Gänsehaut über den Rücken jagen. Ein sehr gefühlvoller, immer mit dezenten Corpsepaint verzierter, Alan schwebt über bizarren Gitarrenriffs, kreischt, flüstert und leidet für die verlorenen Seelen dieser Welt. Das ist Pagan Metal wie er nur in den einsamen Gegenden von Irland gemacht werden kann.
Pit aka UnDerTaker  // Stand 06.2013

 

Bisher erschienene Alben:

1988 / Demo
1993 / Dark Romanticism (Demo)
1995 / Imrama / Cacophonous Records
1996 / Split 10“EP mit Katatonia
1998 / A Journey’s End / Cacophonous Records
1999 / Burning Season / Hammerheart Records
2000 / Spirit the Earth Aflame / Hammerheart Records
2002 / Storm Before Calm / Hammerheart Records
2005 / The Gathering Wilderness / Metal Blade
2007 / The Nameless Dead / Metal Blade
    2009 / Imrama / + Bonus DVD / Re-release
    2009 / A Journey’s End / + Live CD / Re-release
2010 / All Empires Fall / Doppel-DVD
    2010 / Spirit The Earth Aflame / + Bonus CD / Re-release
    2011 / Storm Before Calm / + Bonus Live DVD / Re-release
2011 / Redemption At The Puritan‘s Hand  / Metal Blade

Bandmembers:
Alan Averill "A.A. Nemtheanga" - Gesang
Ciáran MacUiliam - Gitarre
Michael O’Floinn - Gitarre
Pól MacAmlaigh - Bass
Simon O’Laoghaire - Schlagzeug
 

Style: Pagan Metal

Herkunft: Irland

Website: www.primordialweb.com                               www.myspace.com/fallentoruin