Path of Death V
08.10.2016 Mainz
Pentagramm

Jig-Ai

Jig-AiDas es in Japan für alle kranken Fantasien die es auf der Welt so gibt, eine Art animierte Verbildlichung existiert, lässt einen ja schon mal ein bisschen verwundert schauen. Das aber genau ein bestimmtes Genre, nämlich Guro (eine extrem brutale Form von Hentai in dem Frauen verstümmelt werden), einer aus Prag stammenden Band als Inspiration für ihre Musik dient, dürfte auch den ein oder anderen Anime Liebhaber verdutzt zurück lassen. Diese munteren Tschechen um die es hier geht, gaben sich den Namen Jig-Ai, was eine japanische Bezeichnung für die Methode des rituellen Selbstmordes von Frauen ist. Nun könnte man viel darüber diskutieren wieso man sich solch ein Thema gewählt hat, die Jungs aber stellten in Interviews klar, dass das Ganze eher ein Spaß ist und Jig-Ai für wilde Live-Gigs und abgefahrene Musik stehen. Sie spielen brutalen Gore Grind mit Jig-Aiausschließlich guturalen Growls. Das sie dabei für den ein oder anderen Song ein Intro wählen, das von den oben erwähnten Filmchen stammt dürfte dann wohl nicht mehr sehr verwundern.
Jig-Ai gibt es seit der Gründung 2004 und lassen sich gut mit anderen Kollegen des Gore Grind wie zum Beispiel Rectal Smegma aus den Niederlanden oder den Japanern von Go Zen vergleichen. Sie mischen ihre Art des Gore Grind mit Elementen aus dem Death Metal und Hardcore und brachten bisher zwei Alben, jeweils im Jahr 2006 und 2008 heraus. Seit einer Split mit Ass to Mouth im Jahr 2011 hörte man dann an Veröffentlichungen nichts mehr von Jig Ai.
Ihre Veröffentlichungen bringt die Band über das Label Bizarre Leprous Productions ihres alten Kumpels Roman heraus, dem Mr. Gore von Tschechien.
Das Line-up der Band ist sehr stabil, einzig die Position an den Drums wurde bisher drei mal besetzt. So war es Petrasek der bis 2005 die Felle bearbeitet, dann übernahm Štefy bis 2009, seither sitzt Kaspy hinter dem Drumkit.
Die Tschechen spielen überall wo extreme Mucke gewünscht wird. So hatte man bereits 2005, 2009 und 2012 auf dem Obscene Extreme Festival quasi ein Heimspiel. Nach der VÖ des Albums "Jig-Ai" spielte man 2006 unter anderem auf der Grind Invasion Tour in Deutschland. Durch Polen ging es 2007 mit der Grind Tour De Pologne und auch auf dem NRW Deathfest schaute man hierzulande mal vorbei. Durch Russland tourte man zusammen mit Katalepsy im Jahr 2008. Eine USA und Mexiko Tour stand 2009 auf dem Programm, wo man auch auf dem legendären Maryland Deathfest aufspielte. Für 2013 standen das Chimpy Fest in London, dem SWR Barroselas Metalfest in Portugal sowie das Party.San Open Air in Schlotheim Gigs vor großen Publikum auf dem Plan. Daneben gab es in all den Jahren natürlich unzählige Clubgigs, unter anderem auch auf dem Bringer of Death IX in Giebelstadt (Fotos).
Die Live Erfahrung, der Kultstatus der drei Tschechen und die irren Fans des Genre verwandeln jede Location zur moshenden Partyzone.
Marc und Pit // Stand: 06.2013

 

Bisher erschienene Alben:

2006 - Promo / Demo
2006 - Jig Ai
2008 - Katana Orgy
2011 - Split mit Ass to Mouthe

Bandmembers:
Brain - Gesang, Gitarre
Burák - Bass
Kaspy - Schlagzeug
 

Style: Gore Grind

Herkunft: Tschechien

Website: www.facebook.com/jigaigore