Path of Death V
08.10.2016 Mainz
Pentagramm

DYING FETUS

Dying Fetus1991 beschließen im Bundesstaat Maryland, John Gallagher (Vocals/Gitarre), Vince Matthews (Vocals), Rob Belton (Drums), Jason Leatherthon (Bass/Vocals) & Brian Latta (Gitarre) in der Hochzeit des Death Metals ihre eigene Band DEAD FETUS zu gründen. Und von nun an ihre eigenen Kompositionen aus Death / Grind und Hardcore Einflüssen unter das gierige Metalvolk zu bringen. Kurze Zeit später benennt man sich in DYING FETUS um und bringt zwei Demos auf den Markt. 1995 erscheint in Eigenregie ihre erste CD welche eigentlich nur die ersten beiden Demos aus dem Zeitraum 1993 - 1994 beinhaltet. Über Pulverized Records wird das zweite Album “Purification Through Violence" in den USA veröffentlicht, Ultrabrutaler Death Metal mit einer gehörigen Portion Grind angereichert wird einem auf dem Output um die Ohren gehauen. Das Material wird auf einer Nordamerika Tour mit Monstrosity & Kataklysm zum Besten gegeben und bringt der Band jede Menge guter Publicity. Trotzdem verlässt Rob Belton nach der Tour die Band und wird durch Kevin Talley an den Drums ersetzt. 1998 folgt mit “Killing on Adrenaline“ der nächste Paukenschlag, technisch setzen die Herren hierauf schon mal eine erste ernst zu nehmende Duftmarke. Das Album findet auch in Europa Beachtung und mit Morbid Records hat man auch einen Deal für Europa an Land gezogen. Danach geht es wieder in den USA und Dying Fetusauch in Europa auf eine größere Tour, die überwiegend positive Resonanzen einbringt.
Ende des Jahres gibt es den nächsten Wechsel Im Line-Up, Brian Latta steigt aus und Sparky Vyles übernimmt die Gitarre. "Infatuation With Malevolance" wird 1999 mit ein paar Zusatztracks über ihr eigenes Label wiederveröffentlicht, bevor Dying Fetus im Jahr 2000 mit der EP “Grotesque Impalement“ wieder aufhorchen lassen. Der im gleichen Jahr erscheinende Output “Destroy the Opposition“ bringt die Band weiter auf ihrem Kurs an die Spitze, das Songmaterial beinhaltet wieder versierten und abwechslungsreichen Todesmetal. Technisch hat sich die Band weiter gesteigert, was auch bei diversen Kabinettstücken in den Songs herauszuhören ist. Danach geht es mit einigen Top Acts wie Morbid Angel, Behemoth, The Crown & Enslaved auf die immer heiß begehrten X-Mass Festivals. Obwohl die Band auf einem Höheflug ist beginnt es innerhalb der Band zu kriseln, Kevin Talley, Jason Leatherthon & Sparky Vyles steigen bei Dying Fetus aus und gründen MISERY INDEX.
Mit Sean Barkley (Bass), Bruce Grieg (Gitarre) & Erik Sayenga (Drums) wird das Line-Up wieder aufgefüllt und nach kurzer Einarbeitungszeit geht die Band in der neuen Konstellation auf Japan Tournee. Es folgen noch einige Europa und USA Dates danach steigt auch Bruce Grieg schon wieder aus. Erst gegen Jahresende 2002 wird Mike Kimball als Ersatzmann an der Gitarre verpflichtet und die Aufnahmen zum nächsten Album “Stop at Nothing“ werden inDying Fetus Angriff genommen. Das neue Album ist ein mächtiges Geschoß geworden was der Fachpresse nur lobende Worte entlockt. Highspeed-Attacken gepaart mit auflockernden Brutal abgehenden Moshparts, das Ganze wird technisch auf höchstem Level präsentiert und mit einem fetten Sound veredelt. Nach dem Studioaufenthalt ist wieder Touring angesagt.
Zwischenzeitlich verlässt auch Mitbegründer Vince Matthews die Band, ohne Ersatz gehen Dying Fetus auf die No Mercy Tours mit Nile, Six Feet Under, Disbelief & Cataract, diesen Gig haben wir uns damals in der seligen Live Arena in Münster reingezogen. Nach der Tour heißt es auch Goodbye für Erik Sayenga an den Drums, Duane Timlin darf nun hinter dem Drumkit platz nehmen. In der Besetzung geht es endlich wieder ins Studio um den Nachfolger zu “Stop at Nothing“ einzutrümmern. Mit “War of Attrition“ hat die Band wieder ganze Arbeit geleistet, auf dem Album zeigt die Mannschaft wieder mal ihr ganzes Können ohne das die Songs in pures Gefrickel ausarten. Man schafft es knallharte derbe eingängige Songstrukturen mit abgefahrenen Parts zu vermischen und trotzdem nie den roten Faden innerhalb der Songs zu verlieren. Ganz großes Kino was die Jungs aus Maryland hier abgeliefert haben.
Duane Timlin blieb jedoch nur kurz in der Band, nachdem er "War of Attrition" eingetrommelt hatte verließ er Dying Fetus noch im gleichen Jahr. Den vakanten Platz nahm dann Trey Williams ein, jedoch drehte sich Anfang 2008 erneut das Bandkarussell und Gitarrist Mike Kimball verlässt die Band.
Aber auch als Trio zeigen Dying Fetus jedem wo der Hammer hängt und veröffentlichen im September 2009 eine erneute musikalische Dampframme Namens “Descend into Depravity“. Megabrutal, technisch voll beschlagen aber auch mit Eingängigkeit und Groove wüten die Amis auf dem neuesten Output wie die berüchtigten Berserker. Nachdem das Album auf dem Markt war, ging es gleich wieder mit Cannibal Corpse, Obscura und Evocation auf große Europatour.
Auch im Jahr 2010 waren die Herren wieder durch Europa getourt, im April hatte man mit Origin, Beneath the Massacre, Man Must Die und Revocation auf der Thrash and Burn Tour wieder für mächtig viel Kleinholz gesorgt.
Zu ihrem 20-jährigen Bestehen veröffentlichten Dying Fetus über Repalse Records im Juli 2011 die auf 5000 Einheiten limitierte Mini LP "History Repeats..." mit Coverversion von Bands die ihre Musik am meisten beeinflusst haben. Enthalten waren ein neuer Dying Fetus Song, sowie die Coverversionen von Dehumanized, Napalm Death, Broken Hope, Bolt Thrower, Pestilence und Cannibal Corpse. In gleichen Jahr machten sich die Amerikaner sehr rar in Europa, denn sie hatten sich entschieden, nur für eine einzige Show den weiten Weg über den Atlantik auf sich zu nehmen und so konnte man sie nur auf dem WAY OF DARKNESS FESTIVAL Live erleben (Bericht u. Fotos).
Das nächste Album "Reign Supreme" folgte 2012 und konnte wie gewohnt viel Lob aus der tech. Death Metal Fraktion entgegen nehmen. Live konnten wir die Amis im gleichen Jahr auf dem 1. HELL INSIDE Festival in Würzburg sehen.
Im März 2013 spielten die Jungs auf dem OBSCENE EXTREME America, welches, wie der Name schon sagt, nicht in Tschechien sondern in Mexiko stattfand. Das die Jungs nichts gegen gutes Marketing haben, zeigte sich im April als sie eine auf 50 Stück limitiertes Dying Fetus Deck für Skateboards bei www.realtalksb.com in den Handel bringen ließen.
Vom 24.7. bis 18.8.2013 startete die European Summer Tour quer durch Europa, wobei gut die hälfte der Gigs in Deutschland stattfand, darunter die großen Festivals wie das Party.San Open Air und das Summer Breeze. Im Oktober folgt dann eine ausgedehnte Headlining-Tour durch USA und Kanada.
Mitch aka Exorzist  //  Update: Pit aka UnDerTaker - Stand: 07.2013

 

Bisher erschienene Alben:

1993 / Bathe in Entrails / Demo
1995 / Infatuation with Malevolence / Demo
1996 / Purification Through Violence
1998 / Killing on Adrenaline
2000 / Grotesque Impalement / EP
2000 / Destroy the Opposition
2002 / Split with Deepred
2003 / Stop at Nothing
2007 / War of Attrition  (Review)
2008 / Killing on Adrenaline (Remastered)
2009 / Descend into Depravity
2011 / History Repeats... / auf 5000 Stück limitierte Mini-LP / Repalse Records
2012 / Reign Supreme  / Repalse Records

Bandmembers:
John Gallagher - Gesang & Gitarre
Sean Beasly - Bass
Trey Williams - Schlagzeug
 

Style: Death Metal

Herkunft: USA

Website: www.dyingfetus.com                     www.myspace.com/dyingfetus