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1991
beschließen im Bundesstaat Maryland, John Gallagher (Vocals/Gitarre),
Vince Matthews (Vocals), Rob Belton (Drums), Jason Leatherthon (Bass/Vocals)
& Brian Latta (Gitarre) in der Hochzeit des Death Metals ihre eigene Band
DEAD FETUS zu gründen. Und von nun an ihre eigenen Kompositionen aus Death
/ Grind und Hardcore Einflüssen unter das gierige Metalvolk zu bringen.
Kurze Zeit später benennt man sich in DYING FETUS um und bringt zwei Demos
auf den Markt. 1995 erscheint in Eigenregie ihre erste CD welche
eigentlich nur die ersten beiden Demos aus dem Zeitraum 1993 - 1994
beinhaltet. Über Pulverized Records wird das zweite Album “Purification
Through Violence" in den USA veröffentlicht, Ultrabrutaler Death Metal mit
einer gehörigen Portion Grind angereichert wird einem auf dem Output um
die Ohren gehauen. Das Material wird auf einer Nordamerika Tour mit
Monstrosity & Kataklysm zum Besten gegeben und bringt der Band jede Menge
guter Publicity. Trotzdem verlässt Rob Belton nach der Tour die Band und
wird durch Kevin Talley an den Drums ersetzt. 1998 folgt mit “Killing on
Adrenaline“ der nächste Paukenschlag, technisch setzen die Herren hierauf
schon mal eine erste ernst zu nehmende Duftmarke. Das Album findet auch in
Europa Beachtung und mit Morbid Records hat man auch einen Deal für Europa
an Land gezogen. Danach geht es wieder in den USA und
auch in Europa auf
eine größere Tour, die überwiegend positive Resonanzen einbringt.
Ende des
Jahres gibt es den nächsten Wechsel Im Line-Up, Brian Latta steigt aus und
Sparky Vyles übernimmt die Gitarre. "Infatuation With Malevolance" wird
1999 mit ein paar Zusatztracks über ihr eigenes Label wiederveröffentlicht,
bevor Dying Fetus im Jahr 2000 mit der EP “Grotesque Impalement“ wieder
aufhorchen lassen. Der im gleichen Jahr erscheinende Output “Destroy the
Opposition“ bringt die Band weiter auf ihrem Kurs an die Spitze, das
Songmaterial beinhaltet wieder versierten und abwechslungsreichen
Todesmetal. Technisch hat sich die Band weiter gesteigert, was auch bei
diversen Kabinettstücken in den Songs herauszuhören ist. Danach geht es
mit einigen Top Acts wie Morbid Angel, Behemoth, The Crown & Enslaved auf
die immer heiß begehrten X-Mass Festivals. Obwohl die Band auf einem
Höheflug ist beginnt es innerhalb der Band zu kriseln, Kevin Talley, Jason
Leatherthon & Sparky Vyles steigen bei Dying Fetus aus und gründen MISERY
INDEX.
Mit Sean Barkley (Bass), Bruce Grieg (Gitarre) & Erik Sayenga (Drums) wird
das Line-Up wieder aufgefüllt und nach kurzer Einarbeitungszeit geht die
Band in der neuen Konstellation auf Japan Tournee. Es folgen noch einige
Europa und USA Dates danach steigt auch Bruce Grieg schon wieder aus. Erst
gegen Jahresende 2002 wird Mike Kimball als Ersatzmann an der Gitarre
verpflichtet und die Aufnahmen zum nächsten Album “Stop at Nothing“ werden
in Angriff genommen. Das neue Album ist ein mächtiges Geschoß geworden was
der Fachpresse nur lobende Worte entlockt. Highspeed-Attacken gepaart mit
auflockernden Brutal abgehenden Moshparts, das Ganze wird technisch auf
höchstem Level präsentiert und mit einem fetten Sound veredelt. Nach dem
Studioaufenthalt ist wieder Touring angesagt.
Zwischenzeitlich verlässt
auch Mitbegründer Vince Matthews die Band, ohne Ersatz gehen Dying Fetus
auf die No Mercy Tours mit Nile, Six Feet Under, Disbelief & Cataract,
diesen Gig haben wir uns damals in der seligen Live Arena in Münster
reingezogen. Nach der Tour heißt es auch Goodbye für Erik Sayenga an den
Drums, Duane Timlin darf nun hinter dem Drumkit platz nehmen. In der
Besetzung geht es endlich wieder ins Studio um den Nachfolger zu “Stop at
Nothing“ einzutrümmern. Mit “War of Attrition“ hat die Band wieder ganze
Arbeit geleistet, auf dem Album zeigt die Mannschaft wieder mal ihr ganzes
Können ohne das die Songs in pures Gefrickel ausarten. Man schafft es
knallharte derbe eingängige Songstrukturen mit abgefahrenen Parts zu
vermischen und trotzdem nie den roten Faden innerhalb der Songs zu
verlieren. Ganz großes Kino was die Jungs aus Maryland hier abgeliefert
haben.
Duane Timlin blieb jedoch nur kurz in der Band, nachdem er "War of
Attrition" eingetrommelt hatte verließ er Dying Fetus noch im gleichen
Jahr. Den vakanten Platz nahm dann Trey Williams ein, jedoch drehte sich
Anfang 2008 erneut das Bandkarussell und Gitarrist Mike Kimball verlässt
die Band. Aber auch als Trio zeigen Dying Fetus jedem wo der Hammer
hängt und veröffentlichen im September 2009 eine erneute musikalische
Dampframme Namens “Descend into Depravity“. Megabrutal, technisch voll
beschlagen aber auch mit Eingängigkeit und Groove wüten die Amis auf dem
neuesten Output wie die berüchtigten Berserker. Nachdem das Album auf
dem Markt war, ging es gleich wieder mit Cannibal Corpse, Obscura und
Evocation auf große Europatour. Auch im Jahr 2010 sind die Herren wieder
durch Europa getourt, im April hat man mit Origin, Beneath the Massacre,
Man Must Die und Revocation auf der Thrash and Burn Tour wieder für
mächtig viel Kleinholz gesorgt.
Mitch aka Exorzist
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