Deathrite
Demored Logo Seit 2010 plündert und brandschatzt sich das Dresdener Kollektiv nun schon durch die AZ`s und Konzerthallen der Nation, immer auf der Suche nach Anhängern die sich ihnen willenlos anschließen. Dabei machen sie noch nicht mal an der Landesgrenze halt, die aktuelle Tour führt die Jungs zum Beispiel auch nach Rotterdam und Paris.
Angefangen hat das alles im Jahr 2010, bald darauf folgte das erste Demo "MMXI" bei Life & Death Records und das selbstbetitelte Debüt via Per Koro, mit seiner bedruckten B-Seite übrigens ein deftiger Augenschmaus und von uns mit beachtlichen 7 Punkten bewertet. Anfangs wüteten die Jungs noch im Bereich von dunklem Hardcore in Verbindung mit Grindcore herum, Klangelemente für Freunde von Extremmetal waren noch sehr dezent, aber vernehmbar. Die Daten sprechen für sich: 8 Songs, 18 Minuten Spielzeit.
Weiter ging die wilde Jagd mit dem zweiten Album "Into Extinction", erneut via Per Koro. Die sich dazwischen befindende Wartezeit überbrückte man mit eine Splitplatte mit Goldust (2012, Per Koro) und der Tapecompilation "Fractures of Nocturnal Rites" (2012, Nerdcore Records).
Deathrite Mit "Into Extinction" gelang ihnen dann auch der Schritt aus dem DiY/Punk Kosmos hinaus, auch wenn man sich klanglich immer noch mit beiden Beinen im Grind, Hardcore & Punk Bereich befand. Doch auch Bezüge zum Deathmetal waren wieder verhanden, deutlichstes Beispiel ist hier das abschließende "The golden Age". Hier fand eine Weiterentwicklung statt die auch der Band aufgefallen ist wie Sänger Toni im Interview bei Necroslaughter festhält: "Als wir dann „The Golden Age“, den letzten Song auf „Into Extinction“, geschrieben haben, ist uns aufgefallen, dass wir nicht schnell spielen müssen um heftig zu klingen."
Mit dem Album im Rücken verschaffte man sich mehr und mehr Aufmerksamkeit im extremen Metalunderground, diverse Konzerte und Tourneen folgten, die Bands mit denen man sich die Bühne teilte wurden immer namenhafter (Napalm Death, Hatebreed) und man selbst rutschte auf den Line-up Listen und Konzertplakaten immer weiter nach oben.
2015 erschien das dritte Album "Revelation of Chaos", mit Prosthetic Records als neues Label im Rücken kam auch ein etwas veränderter Sound durch die Boxen. Alles war schwerer, fetter, dunkler und brutaler als zuvor, eine deutliche Hinwendung zum schwedisch geprägten Deathmetal war unübersehbar. War die Truppe vorher noch ein Insidertip, spätestens mit diesem Album verliess man die Undergroundkanäle und präsentierte sich der weltweiten Metalgemeinde die, so scheint es, nur auf die Band gewartet hat. Knarzig und knochentrocken bollern die Tracks durch die Gemäuer, durch die immer noch verhandenen Punk/Hardcore Wurzeln wurde auf alles schmückende Beiwerk verzichtet. 10 mal gab es die Vollbedienung in Sachen kellertiefem HM-2-Sound mit Crustbeilage. Dismember lassen grüssen, Deathrite sind aber viel vitaler und direkter als die alten Helden. Und scheinbar genau das war es nach was die Metalwelt sich sehnte.
Der Tourbus führte die Jungs unter anderem nach Italien, im Heimatland trat man zusammen mit Six Feet Under, Incarceration, Heaven Shall Burn, Napalm Death, Entombed, Grave und Asphyx auf. Auch durch Schweden tourte man und spielte mit Bands wie The Crown, Sodom, Dead Congregation und Entombed A.D: Wobei man in Stockholm als die Band gefeiert wurde, die den wahren "Stockholm Death Metal" weiterführt, welcher selbst in Schweden kaum noch zu finden sei.
2017 teilt man sich die Bretter die die Welt bedeuten bisher unter anderem mit Der Weg einer Freiheit, Deserted Fear und Mantar, im April geht es nach England. Im gleichen Monat wird auch noch die "Where evil arises" 7inch erscheinen.
Elchtod aus Dresden: Let the chaos arise.
Martin aka Alucard // Stand: 03.2017
Bisher erschienene Alben:
2011 - Demo / Tape
2011 - Deathrite / one sided 12" ( Review )
2012 - Split with Goldust / 7"
2012 - Fractures of nocturnal rites / Tape
2013 - Into Extinction
2015 - Revelation of Chaos
2017 - Where evil arises / 7"
Bandmembers:
Toni - Gesang
Andi - Gitarre
Martin - Bass
Beff - Schlagzeug
Style: Death Metal
Herkunft: Deutschland