DARK FUNERAL

Dark FuneralDer Name steht wie kaum ein anderen für extremen und aggressiven Black Metal der nordischen Spielart. Laut, sehr schnell und brutal sind drei weitere Eigenschaften die den Sound dieser Band mehr als passend beschreiben. Außerdem sind sie Meister darin lyrisch den Teufel an die Wand zu malen, dreht es sich doch thematisch meist um den Herrn der Hölle.
Gegründet wurde die Kriegsmaschine 1993 von Micke “Lord Ahriman“ Svanberg und David “Blackmoon“ Parland welche sich dann noch Draugen und Themgoroth mit ins Boot holten. In dieser Startbesetzung machten sie sich schnell daran ein Debüt aufzunehmen, hatten aber kein Label weshalb die Band sich dazu entschloss ihre selbstbetitelte EP “Dark Funeral“ selbstfinanziert einzuprügeln. Für die Produktion des Erstlingswerkes durfte kein geringerer als Dan Swanö in seinem legendären Unisound Studio hinter die Regler sitzen. Kurz nach den Aufnahmen verlässt Drummer Draugen die Band und wird durch Equimanthorn ersetzt. Zur Veröffentlichen ihres Debüts spielen sie einige Gigs in Norwegen und Schweden, wo dann schließlich No Fashion Records das Potenzial der jungen Schwarzheimer entdeckt und die Truppe unter Vertrag nimmt. Mit einem Label im Rücken konzentrieren sich die Vier voll und ganz auf das erste, in der Szene Dark Funeral 2007bereits heiß erwarteten, Langeisen der Band. Nachdem man sich mit Dan Swanö über die Produktion nicht einig wurde ,wechselten sie kurzerhand ins genauso bekannte Abyss Studio von Peter Tätgren. Das Ergebnis der Aufnahmen war ein brutales, schnelles und zermalmendes Etwas, das mit einem für damalige Verhältnisse sehr guten Sound aufwartete. In der Szene schlug das Werk ein wie eine Bombe, war man so einen Sound noch nicht wirklich gewöhnt. Trotz des Erfolges verlassen nacheinander Themgoroth, Equimanthorn und sogar Mitgründer Blackmoon die Band. Mit Alzazmon (Schlagzeug), Thypos (Gitarre) und Emperor Magus Caligula (Gesang / Bass), sind allerdings würdige Nachfolger gefunden. Gerade Caligula (Masse Broberg, erster Sänger von Hypocrisy) flößt der Band noch einiges mehr an Bösartigkeit ein
 Diese Veränderung hört man dann auch auf dem 1998 erscheinenden Nachfolgewerk “Vobiscum Satanas“. Die Scheiben stellt doch noch eine Steigerung zum ohnehin starken Debüt dar, und wird wieder mit guten Resonanzen bedacht. Hasserfüllter, böser Black Metal der feinsten Sorte wartet hier auf den Hörer, Dark Funeral macht keine Gefangenen. Nach Streitereien mit Gitarrist Thypos wird dieser aus der Band geschmissen und sein Posten fortan von Session-Bassist Dominion übernommen und Frontkreischer Caligula spielt nun wieder den Bass. Die Welt verlangte nach Dark Funeral, und die Band antwortete mit einem ausgedehnten Tourprogramm über den halben Globus. Es wurde unter anderem in Nord- und Südamerika Station gemacht, und viele Bühnen in Europa wurden ebenso abgefackelt. Höhepunkt war vor allem die “Satanic Inquisition“ Europa-Tour mit Dimmu Borgir 1999. Im Jahr 2000 veröffentlichen die Schwarzwurzeln eine EP unter dem Titel “Teach Children to Worship Satan“ und eine Weitere die auf den Namen “In the Sign…“ hört. Hier wird altes wie neues Material sowie einige Coversongs präsentiert um die Fans zu füttern die schon lange auf ein neues Album warten. Mit Matte ModinDark Funeral @ Party.San 2004 wird ein 2000 auch ein neuer Drummer engagiert, der noch brutaler knüppelte als sein Vorgänger. Dementsprechend darf er sein Debüt auch auf der Knüppelnacht beim Full Force geben. Nach Abschluss des intensiven und erfolgreichen Tourprogramms nehmen die Schweden den dritten Longplayer “Diabolis Interium“ auf, und erreichen damit ihren vorläufigen Karriere-Höhepunkt. Dank der professionellen Hilfe von Mastermind Tätgren und der unvergleichlichen Brutalität von Dark Funeral erschaffen die Extremmusiker ein Meisterwerk der Schwarzen Kunst. Sägende Gitarren, ein brutales Drum-Sperrfeuer, gepaart mit dem rauen, aggressiven Organ von Caligula ergeben die perfekt schwarze Symbiose. Allerdings befindet sich auf dem Album das sonst nur aus Hyperspeed-Tracks besteht auch ein langsamer Titel “Goddess of Sodomy“. Diesen Song solltet ihr auf jeden Fall mal genießen, genauso wie den Opener “Apprentice of Satan“. Pure Fucking Black Metal. Dieses Album darf auf jeden Fall als Vorzeigewerk der Band und des ganzen Genres herhalten. Dark Funerel, die sich mittlerweile auch einen Ruf als geile und sehenswerte Liveband gemacht haben, ziehen auf große Promotion-Tour um die Welt, welche sie diesmal sogar in den Fernen Osten bis nach Japan, China und Thailand bringt. Nord- und Südamerika und natürlich Europa werden aber auch mit vielen geilen Liveauftritten bedacht.
Das Ergebnis der dreijährigen Tour ist das Live-Album “De Profundis Clamavi Ad Te Domine“ welches seit 2004 in den Regalen der Läden steht. Gespickt mit den Hits und vielen Fotos der Band zeigen sich die Schweden sehr Fan-freundlich und sDark Funeral im November 2011ympathisch, hatten sie doch nach der Trennung von No Fashion Records einen Rechtstreit um Songrechte und Lizenzzahlung am Hals.
2005 nimmt Regain Records, die auch schon das Live-Album veröffentlichten, die Band fest unter die Fittiche, und die Krawallliebhaber können sich wieder auf ihre Musik konzentrieren. Das Ergebnis war das vierte Album in ihrer Karriere “Attera Totus Sanctus“. Wie der Titel “Zerstöre alles Heilige“ andeutet, entlädt sich auf diesem Machwerk der durch den immer noch andauernden Rechtsstreit angesammelte Hass in geballter musikalischer Kraft. Die Songs fegen wie ein Derwisch durch die Boxen, und zeigen wieder einmal die Ausnahmequalitäten der Musiker. Absolutes Highspeed Drumming (bis zu 280 bpm), gepaart mit den scharfen Riffs und infernalen Gekreische zaubern schwarze Endzeitstimmung in den Gehörgang.
Zusammen mit Naglfar und Endstille wird eine lange Welttournee namens “Attera Orbis Terrarum“ gestartet die wie erwartet allerorten abräumt. Während dieser Tour lässt die Band intensiv die Kamera mitlaufen, um schließlich ein DVD aufzunehmen. Bei den wochenlangen Aufnahmen fiel so viel Material an, das die Band sich dazu entschloss einen Zweiteiler daraus zu machen, der schließlich 2007 und 2008 über Regain Records erschien. Zu sehen sind viele Live-Aufnahmen, Fotos, Interviews und auch ein paar Dinge aus der Band-Historie. Für Fans ein sehr schönes Werk.
Nach einiger Zeit Pause, meldeten sich die vier Schwarzheimer 2009 beim Kings of Black Metal und dem Party.San Open Air Festival lautstark in Deutschland zurück. Im Juli wurde das neue Album "Angelus Exturo Pro Eternus" in den Abyss Studios in Schweden unter der Regie von Peter Tägtgren aufgenommen und im selben Jahr via Regain Records veröffentlicht. Bei der limitierten Ausgabe befand zusätzlich eine 55-minütigen Live-DVD. Die Metalpresse war sich wieder einig dass es wieder ein Meisterwerk des schnellen und fetten Black Metals ist und in die Kerbe von "Attera Totus Sanctus" schlägt.
2010 ist kein gutes Jahr für Dark Funeral. Zuerst verkündet Emperor Magus Caligula aus persönlichen Gründen (unter anderem wegen seiner Heirat) seinen Ausstieg nach dem Summer Breeze Festival am 21.8.2010, allerdings vermeldeten die Schweden Witchery im Juli dass Caligula bei ihnen als Sänger einsteigt. Als Ersatz für das Mikro wurde im Juli  Nachtgarm von den deutschen Black Metallers Negator bekannt gegeben.
Im April 2011 folgte der nächste Lineup-Wechsel und Zornheym übernahm von B-Force den Bass. Ende des Jahres folgte eine ausgedehnte Süd-Amerika Tour.
Sebastian aka Azfares  /   Update 2009 - 21.11.2011 UnDerTaker

 

Bisher erschienene Alben:

1994 / Dark Funeral (EP)
1996 / The Secrets of the Black Arts / No Fashion Records
1998 / Vobiscum Satanas / No Fashion Records
2000 / Teach Children To Worship Satan (EP) / No Fashion Records
2000 / In the Sign... (EP) / Hammerheart Records
2001 / Diabolis Interium / No Fashion Records
2002 / Under Wings of Hell (Split) / Hammerheart Records
2004 / De Profundis Clamavi Ad Te Domine (Live Album) / Regain Records
2005 / Attera Totus Sanctus / Regain Records
2007 / Attera Orbis Terrarum - Part I (DVD) / Regain Records
2008 / Attera Orbis Terrarum - Part II (DVD) / Regain Records
2009 / Angelus Exturo Pro Eternus / Regain Records

Bandmembers:
Nachtgarm - Gesang
Lord Ahriman (Micke Svanberg) - Gitarre
Chaq Mol (Bo Karlsson) - Gitarre
Zornheym - Bass
Dominator (Nils Fjellström) - Schlagzeug
 

Style: Black Metal

Herkunft: Schweden

Website: www.darkfuneral.se                    www.myspace.com/darkfuneral