Path of Death V
08.10.2016 Mainz
Pentagramm

DARK FORTRESS

Dark FortressWenn es um melodischen Black Metal der ersten Stunde aus deutschen Landen geht, ist diese Truppe aus Landshut, Bayern nicht mehr wegzudenken. 1994 von Gitarrist Asvargyr gegründet und kurze Zeit später durch Sänger Azathoth verstärkt, wurden die ersten Lieder geschrieben. Dennoch dauerte es zunächst 2 Jahre bis das erste Demo „The Rebirth of the Dark Age“ auf die Menschheit losgelassen wurde. Hier sind auch sofort die Haupteinflüsse wie etwa die frühen Werke von SATYRICON oder EMPEROR erkennbar. Im Folgejahr kamen Crom (Bass, Gitarre) und Thamuz (Keyboards) hinzu, wodurch der musikalische Schwerpunkt mehr ins Melodische verlagert wurde. Durch ein paar Konzerte unter anderem mit DESASTER, LUNAR AURORA oder NAGELFAR machte man auch überregional auf sich aufmerksam. Im selben Jahr, also 1997 wurden dann 3 weitere Songs eingespielt von denen 2 auf eine Split mit einer sehr kontroversen Band landeten. Nach eigener Aussage war diese Band den Mitgliedern von DARK FORTRESS unbekannt und man realisierte erst nach der Veröffentlichung der Split, was los sei, woraufhin man sich sofort von der Gesinnung der anderen Band distanzierte.
Mit einer dauerhaften Besetzung tat man sich in der Folgezeit schwer, Dark Fortresswas einer häufigen Bühnenpräsenz nicht gerade zuträglich war und vor allem die angestrebte Veröffentlichung des ersten Albums immer wieder verzögerte. So dauerte es bis 2001 als endlich „Tales from Eternal Dusk“ eingespielt war und auf die hungrige Meute losgelassen wurde. Von den Untergrundkritikern mit Bestnoten bewertet, von den Fans abgefeiert war der erste Meilenstein genommen. Abgesehen von Azathoth am Mikro sollte das Lineup auch endlich stabil bleiben und hat bis heute überdauert, was zu einer häufigeren Bühnenpräsenz führte. Es schien nun fast beiläufig an neuem Material geschrieben zu werden, um im Zweijahrestakt eine grandiose Scheibe nach der anderen auszuspucken. 2007 trennte man sich von Azathoth und ersetzte diesen mit dem aktuellen Schreihals namens Morean, der auch auf der, ein Jahr später erscheinenden, Platte „Eidolon“ zu hören ist.
Musikalisch zelebrieren DARK FORTRESS eine äußerst vielfältige Art von Black Metal. Vor allem auf den ersten Alben wurde noch viel mit schnellen, treibenden Riffs gearbeitet, wohingegen ab dem vierten Auswurf der Schwerpunkt eher auf atmosphärischen bis stampfenden Melodien gelegt wurde. Fans von Bands wie SATYRICON oder auch DISSECTION sollten hier aber durchweg auf ihre Kosten kommen.
Textlich wird auf das genretypische Antichristliche völlig verzichtet, stattdessen werden lebensverneinende (eher auf den frühen Scheiben) oder philosophische Themen aufgegriffen, so trägt der Titel des letzten Langeisens „Ylem“ z.B. den Namen des heißen Urbreis aus dem laut einer Theorie von 1948 das Weltall entstanden sein soll.
Hier lohnt sich also der Gang vor die Bühne allemal, wenn der Sechser zur Séance ruft!
Marco aka Slaypultura  // Stand: 06.2012

 

Bisher erschienene Alben:

1996 / The Rebirth of the Dark Age (Demo)
1997 / Towards Immortality (Split)
2001 / Tales from Eternal Dusk
2003 / Profane Genocidal Creations
2004 / Stab Wounds
2006 / Séance
2008 / Eidolon
2010 / Ylem

Bandmembers:
Morean - Gesang
Asvargyr - Gitarre
V. Santura - Gitarre
Paymon - Keyboards
Draug (früher T. Killer) - Bass
Seraph - Schlagzeug
 

Style: Black Metal

Herkunft: Deutschland

Website: www.myspace.com/darkfortress