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Thema: Review: Demonbreed - Hunting Heretics, Death Metal aus Deutschland< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
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Total Satan
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Beiträge: 8466
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Mitglied Bewertung: 4.83
PostIcon Geschrieben: 09.12.2018, 20:12  Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Demonbreed - Hunting Heretics

Mit "Hunting Heretics” bringen Demonbreed den Nachfolger des starken 2016er Debüts "Where Gods Come To Die" als Mini-Album mit fünf Songs. Auch wenn das die Band sicher nicht mehr hören mag, nochmal der Hinweis, dass hier Member der aufgelösten Lay Down Rotten und Miseo sowie Milking The Goatmachine, Carnal Ghoul und Skinned Alive zusammen zocken. Fernando Thielmann (Demonbreed, Milking The Goatmachine, Skinned Alive), Gitarrist und jetzt zusätzlich auch Schlagzeuger bei Demonbreed, hat das Album im Fat-Knob-Studio aufgenommen und produziert.
Und wie klingt nun der dritte Output der Band? Ähnlich wie die Vorgänger, etwas mehr nach traditionellem German Death Metal á la Lay Down Rotten, weniger nach Schwedentod und HM2-Geknarze.
Demonbreed, das ist old school Death Metal mit sägenden und variablen Gitarren, bollernden Drums und tiefen Growls, gepaart mit eingängigen Melodien. Der Sound auf "Hunting Heretics” klingt für mich etwas differenzierter und weniger bombastisch als auf dem Vorgänger "Where Gods Come To Die". Die Drums sind nicht mehr so sehr im Vordergrund wie zuletzt und alle Instrumente sind gleichwertig abgemischt. Der HM2-Sound der Gitarren ist über die drei Scheiben weniger intensiv geworden, was der Sache aber guttut, denn langsam ist einem dieses allgegenwärtige HM2-Geschredder in Anlehnung an die glorreichen Schwedendeathzeiten zu viel des Guten. Sänger Jost growlt bekannt tief und böse, (leider) scheint Fernando auf dem Album weniger zum Gesang beizutragen und ist meist nur dezent als zweite Stimme im Hintergrund zu vernehmen (oder ist es Daniel Jakobi (Demonbreed, Ex-Lay Down Rotten, Milking The Goatmachine), der auch gut die zweite Stimme geben kann?). Fernando macht, wie auch bei Milking the Goatmachine, einen tollen Job an den Drums.
Das lyrische Konzept dreht sich um die Zeit der Inquisition. Textzeilen wie »Devil’s own mine is your tortured soul«, »No peace, no heaven, no God will help you now«, »Confess, confess, we want to hear your screams« und »Hail, to the burning flesh« zeigen deutlich, dass es keine erfreuliche Zeit war, als die Inquisition stattfand. Sänger Jost präsentiert uns auch stimmlich diese Texte und Stimmung trefflich gnadenlos und düster.
Besonders positiv hervorzuheben ist, dass die Band sich die Mühe macht, für ihre Songs einen Anfang und einen sauberen Schluss zu schreiben. Kein einfaches Ein- oder Ausblenden von Songs wie es andere, leider auch namhafte, Bands oft tun.

Der Eröffnungssong „Fear The Verdict” beginnt im groovigen Midtempo, dann schraubt man das Tempo noch weiter herunter und es geht düster, untermalt mit bösen Gitarrenstakkatos und Schlagzeuggroove, mit Ansagen wie »What have you done? ... We show no mercy« weiter. Dann geht es straight nach vorne, um mit einem langsameren Part und großartigem Gitarrenlead und »We will kill, Bloodlust…« den Song ausklingen zu lassen.
„Deadly Superstition” knallt mehr straight, eingängig und weitgehend im Uptempo vorwärts. Ein flotter Death Metalkracher der alten Schule mit ordentlich Blastbeats. Mit „Confessions In Fire” setzt sich das Thema zunächst fort. Aber im Mittelteil wird es ruhiger und langsamer und schöne, melodisch eingängige, Gitarrenriffs untermalen die bösen zweistimmigen Growls.
„Suprema“ ist ähnlich gestrickt. Geballer, dann nach »Hang them high…« Midtempo mit feinen, teilweise zweistimmigen, Gitarrenläufen und prägnantem Gesang, dann straight forward ufta-ufta-Drumming und Geballer!
Bei „Hunting Heretics” kommt mir der Anfang bekannt vor (Lay Down Rotten?), langsame tiefe Drums und sägende Gitarrenriffs, mit dem Gesangsteil »Hail, to the burning flesh« geht es dann flott nach vorne, coole Gitarrenriffs, die nur links aus den Speakern kommen und straightes ufta-ufta-Gedrumme – Klasse! Danach geht’s im Wechsel mal groovig slow zur Sache, mal im beschriebenen flotten Tempo. Im Abgesang wird dann weiter dem brennenden Fleisch gehuldigt und instrumental mit Gitarren und Drums ausklingen lassen.

Das mir vorliegende Digipack ist handnummeriert und von eher schlichter Natur. Für das in rot und schwarz gehaltene Artwork war Felix Bäcker zuständig. Im Innenteil finden sich links die Songtexte auf rotem Grund abgedruckt, (die man nur mit Brille oder Lupe lesen kann), rechts die CD und darunter das aktuelle Foto der Band. Die Lyrics stammen von einem gewissen Deathcrusher, was mich etwas verwundert und ich mir unter dem Namen wenig vorstellen kann.
Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für sich oder andere braucht, der kann mit Demonbreeds „Hunting Heretics“ bedenkenlos zuschlagen und sich und anderen Death Metallern eine Freude machen!

Wertung: 8,5 / 10




Gesamtlänge: 19:11
Label: Testimony Records
VÖ: 14.12.2018

Tracklist
1. Fear The Verdict
2. Deadly Superstition
3. Confessions In Fire
4. Suprema
5. Hunting Heretics



Albumformate:
+ Ltd. Purple Vinyl (100)
+ Ltd. Transparent Green Vinyl (100)
+ Black Vinyl (100)
+ CD Digipak (300; hand-numbered)
+ Download/Stream

Line-up:
Jost Kleinert - Vokills
Daniel Jakobi - Guitars
Ferli Thielmann - Guitars/Vocals/Drums (Studio)
Johannes Pitz – Bass

Website der Band: www.facebook.com/demonbreedofficial


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PostIcon Geschrieben: 11.12.2018, 21:32 Skip to the previous post in this topic.  Ignore posts   QUOTE

Steht auch auf dem Einkaufszettel, hört sich doch wieder nach einer amtlichen Schlachtplatte an!

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1 Antworten seit 09.12.2018, 20:12 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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