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Thema: MASTODON - Emperor Of Sand, Konkurrenzlos progressiver Metal 2017< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
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Master of All Evil
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Gruppe: Bangerfront
Beiträge: 609
Seit: 10.2011

Mitglied Bewertung: 4
PostIcon Geschrieben: 06.04.2017, 14:58   Ignore posts   QUOTE

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MASTODON gehören sicher zun den unberechenbarsten Bands der Gegenwart; aber ebenso sicher zu den genialsten und für mich stehen sie für den Begriff "Progressive" wie keine andere Band. Auf eingefleischte Anhänger der recht ruppig klingenden Frühwerke wirkte die Musik der vier Chaoten im Laufe der Zeit doch immer befremdlicher, was auch nachvollziehbar ist. Mit "Crack The Skye" erschuf die Band 2009 ein monumentales Meisterwerk des modernen Progressive Metal, das auf ewig seines gleichen suchen wird, doch auch danach herrschte kein kreativer Stillstand und die Band bugsierte sich in eine immer zugänglichere Richtung, was mit dem Nachfolgealbum "The Hunter" auch sehr gut gelang. Das letzte Album "Once More Round The Sun" ließ MASTODON dann aber leicht stagnieren, war eigentlich "The Hunter" recht ähnlich, nur eben nicht so gut und allmählich drohte das Schiff immer mehr in Richtung Gewöhnlichkeit zu abzusinken. Aber nee, 2017 sind MASTODON generalüberholt zurück und veröffentlichen mit "Emperor Of Sand" das Album, das man als pefektes Bindeglied zwischen dem Opus magnum und dem nachfolgenden "The Hunter" durchwinken kann. Plus Kreativitätsschub, wäre sonst ja nicht MASTODON ! Die beiden ersten Tracks  erweisen sich noch als das, was man sich als Zuhörer unter einem neuen MASTODON - Album im Jahre 2017ad vorgestellt hatte, während der Opener "Sultan's Curse" ganz derbe in die "Crack The Skye" - Kerbe schlägt, fällt "Show Yourself"  im Falle dieser Band in die Kategorie "usual Singalong" der letzten beiden Alben - ein Ohrwurm, das Ding. Insgesamt sehr solide und alles andere als enttäuschend. Aber danach geht es los, da wird eine musikalische Wundertüte nach der anderen gezündet, jeder Song läßt immer wieder aufhorchen und Neues entdecken. Heute vernehme ich zB das erstem Mal Gitarren, die mich doch sehr an ganz späte CARCASS ( ! ) zu erinnern vermögen. Auf "Emperor Of Sand" ist alles möglich. Ganz groß sind aber dann die Einflüsse des 70er - Jahre Progs, der von MASTODON aber nicht wie anderorts widergekäut wird, sondern in den typischen progressiven Stil der Band eingefügt wird und den Weg von "CTS" weiterführt. Vielleicht noch einen Windhauch orientalisches Flair dazu ? Gern. Bei 'nem Ritt auf dem Mammuth ist wie gesagt alles möglich ! Als bestes Beispiel läßt sich hier mein Favoritensong "Clandestiny" anführen, der mich mit jedem Durchlauf erneut zu Boden pfeffert und MASTODON heiligsprechen läßt ! Genau diese Herangehensweise läßt MASTODON aus der Unmenge an sogenanntem Progressive Rock / Metal herausragen. Hier wird nicht bloß rumzitiert, hier wird verarbeitet. Keine Verbeugung vor den 70ern sondern deren Weiterführung. Im Endeffekt bleibt es aber alles beim Alten: man muß die Band schon mögen, speziell die Stimmen sind doch Geschmacksfrage, aber ich liebe beispielsweise diesen quäkigen Gesang von Bret Hinds, hätte gern mehr davon sein können. Nichts desto trotz sind MASTODON groß ! Schlicht größer als alles andere, das gerne neu klingen würde. Das einzige, was der Band bei einer 10/10 im Weg steht, ist sie selbst: Das Monument "Crack The Skye" steht weiter unerschütterlich auf seinem Platz im Rockolymp. Daher muß man sich halt jetzt halt einfach mal mit 9/10 begnügen !

>Wertung: 9/10


>Tracklist ( 11 Tracks / 51:15 Min )

01 Sultan's Curse
02 Show Yourself
03 Precious Stones
04 Steambreather
05 Roots Remain
06 Word To The Wise
07 Ancient Kingdom
08 Clandestiny
09 Andromeda
10 Scorpion Breath
11 Jaguar God

> Release: bereits erschienen

> Label: Reprise Records


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